Vielfalt auf dem Barcamp Bonn

Am Wochenende (10.03.-11.03.) habe ich das Barcamp in Bonn besucht, das in diesem Jahr im Posttower stattfand. Der erste Tag stand unter dem Motto „Bonn bewegen“ und hier wurden alle Themen rund um die Mobilität, Digitalisierung und Vernetzung diskutiert.

Die Deutsche Post DHL stellte nicht nur ihre Postdrone aus und lud zur Session „Motivation und Herausforderung von DPDHL zur Produktion von E-Fahrzeugen“ ein, sondern nahm auch mit etlichen Mitarbeitern teil, die man sonst nur aus der postinternen Yammer- Gruppe kennt. Das Netzwerken in den Pausen und am Abend auf dem Partyschiff, war für alle ein wichtiger Bestandteil der Veranstaltung.

So traf ich auch auf Monika und Achim Meurer, 2 professionelle Urlauber, die seit 2 Jahren  als Fotograf und Autorin um die Welt ziehen und ihren festen Wohnsitz aufgegeben haben. Mit ihnen habe ich spontan Abend gegessen und im Gespräch wurde mir klar, wie schwierig es ist, als Normade ohne Postanschrift ein Paket zu bestellen. Wenn man das Paket aufgibt, weiß man ja noch nicht, wo man eventuell bei der Zustellung bereits wieder ist. Der Kunde muss also die Sendungsverfolgung nicht nur Verfolgen können, sondern auch aktiv eingreifen können. Diesen Service würden die beiden natürlich auch bezahlen.

Ein spannende Session war die Diskussion über die Paketzustellung im Jahre 2025. Der Sessiongeber war Mike Schnoor  – in der BarCamp Szene wohl eine namhafte Persönlichkeit  – wenn man das Publikum beobachtet, wie es auf seinen Input reagiert.  Jedenfalls habe ich selten so viele abgefahrene Ideen für die Paketzustellung der Zukunft gehört. Meine Fragen: Wer soll das denn bezahlen? wurde dabei selbstverständlich auf unsere Tischdecke geschrieben, aber sonderlich gestört hat der Einwand nicht. Das Packstationen nur für ein Paketzustellunternehmen zugänglich sein soll, war jedenfalls für unsere Gruppe keine Option. Eine Idee fand ich zwar abgefahren, aber irgendwie auch genial. 2025 werden unsere Packstationen nämlich auf autonomen Streetscootern durch die Straßen fahren und von den Postkunden angefordert werden können, wenn sie zu Hause sind. Sie kommen dann auch gerne auf die Straße, um ihr Paketfach selbst zu öffnen, wenn sie auf ihrem Smartphone angerufen werden. Eine andere Idee war es, ein Mehrwegsystem für Paketverpackungen zu etablieren. Ich musste einwenig nachdenken, denn eigentlich gab es das doch schon mal. Scheint sich wohl nicht durchgesetzt zu haben.

Erstaunlich war die Vielfalt auf der Veranstaltung. Wenn früher vor allem IT Nerds zum Barcamp gingen, war es auf dieser Veranstaltung eine sehr bunte Mischung. Viele Organisationsentwickler hatten sich eingefunden und trafen sich dann in den einzelnen Sessions. Am ersten Tag überwiegten noch die Sessions mit technikaffinen Präsentationen per Beamer, aber am zweiten Tag kamen auch die Personalentwickler und trainierten z.B. die Körpersprache, die Zielfindung oder den Stressabbau.

Angesichts des tollen Wetters am Samstag bot ich spontan einen Spaziergang in die Rheinauen an. Pünktlich um 14:00 Uhr gingen wir zu viert los und hatten einen wunderschönen Ausflug mit viel Vernetzungsmöglichkeiten.

Selten habe ich so viele Twitternachrichten zu einer Veranstaltung gelesen. Unter dem Hashtag #bcbn17 ging es den ganzen Tag mächtig ab und der Hashtag stand zeitweise an erster Stelle auf Twitter. Auch die Fotographen waren auf Zack und dokumentierten so, die ganze Veranstaltung.  Hier einige Bilderstrecken von Gunnar Sohn und von Vera und Chris 

Und hier zeige ich nun einige meiner Impressionen

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Bildschirmfoto 2017-03-12 um 22.08.25

Da schließe ich mich gerne an. Das war war eine rundum gelungene Veranstaltung.

Jeder der sich nun fragt: Was ist denn eigentlich ein Barcamp, dem empfehle ich meine Seite: Was ist eigentlich ein Barcamp?

Ein Kommentar zu “Vielfalt auf dem Barcamp Bonn

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