Oase des Wandels werden

Oase des Wandels werden

In meinem Wandel.Team haben wir schon oft darüber gesprochen, dass Veränderung auch durch Impulse entstehen kann und dass es Oasen des Wandels braucht. Nun habe ich eine Website gefunden, die genau für solche Pioniere eine Heimat gibt. Ein Netzwerk der Wandelbewegung.

„Global denken, aber lokal handeln“ bringt uns weiter, wenn wir an die große Veränderungen in der Welt denken.

Mit den Menschen in meinem sozialen Umfeld, mit meiner Nachbarschaft, meiner Region, meinem Land. In einem solchen Resonanzraum werden sich Ideen zu bodenständigen Projekten entwickeln, können Herzen sprechen, Seelen das Vertrauen gewinnen, ihre Gefühle zu zeigen und Grenzen konkret überschritten und aufgelöst werden.  Zitat: http://www.ökoligenta.de

Hier einige Herausforderungen des bevorstehenden Wandels:

  • Ortskerne durch solidarisches Miteinander wiederbeleben
  • Umstellung der Energieversorgung auf nachwachsende Rohstoffe
  • Entwicklung einer ökologischen und nachhaltigen Raumordnung und Landwirtschaft
  • Wiederherstellung einer intakten, natürlichen Umwelt
  • Aufbau eines unabhängigen, natürlichen Wasserhaushaltes
  • Restaurierung bestehender Bausubstanz unter den Gesichtspunkten biologischer Architektur
  • Die Grundlagen der Versorgung so dezentral wie möglich gestalten
  • Eine moderne Schule der Potenialentfaltung, in der Kinder Selbstverantwortung und Selbstbestimmung lernen
  • Ganzheitliche Gesundheitsbildung, Gesundheits-Fürsorge und ernährungsbasierte Prävention von Zivilisationserkrankungen
  • Schaffung von Kreislaufwirtschafts-Systemen aufgrund nachwachsender Rohstoffe aus der Region und der Förderung lokalem Handwerks und ökologisch ausgerichteten Betrieben, die regionale Rohstoffe weiterverarbeiten
  • Etablierung einer politischen Kultur der bürgerlichen Mitbestimmung
  • Stärkung und Förderung kreativer Kräfte und kultureller Vielfalt                     Zitat: http://www.ökoligenta.de 

Am 12.01. wurde das Klimabündnis auf dem Neujahrsempfang der Stadt Lippstadt offiziell vorgestellt.

Im letzten Jahr habe ich die Entstehung des Klimanetzwerkes Lippstadt begleitet und möchte mich in diesem Jahr auch beim Klimabündnis der Stadt Lippstadt einbringen und einen solchen Ort des Wandels mit begleiten.

Am Anfang steht für mich die gemeinsame Vision und die Gespräche über gemeinsame Werte, dann geht es um die gemeinsamen Projekte.

Mein Vorbild für eine grüne Stadt ist dabei Ljubljana, die grüne Hauptstadt Europas 2016.

Ich bin gespannt, was auf dem Weg zum Ziel alles geschieht und bin bereit für Überraschungen.

 

Meine Vision – die Grüne Null

Meine Vision – die Grüne Null

Heute ist wohl ein guter Tag für eine Vision für ein gutes Leben in der Zukunft.
Gestern wurde der Green Deal für Europa von der EU Kommissionschefin Ursula von der Leyen mit der Vision von einer Mondlandung verglichen.

Aber wie entsteht eine Vision?

Bei dieser Frage muss ich immer an Onkel Franz denken, er erzählte mir begeistert, wie er als Förster die Vision hatte, einen Garten mit einer Blumenwiese zu haben,  auf der die unterschiedlichsten Bäume stehen. Er hatte eine genaue Vorstellung davon und als ich mich umsah, sah ich was er erschaffen hat. Er hatte in seinem Leben von den exotischsten Orten Baumsamen und Stecklinge nach Hause gebracht und zwischen den Bäumen, hat sich eine wilde Löwenzahnwiese ausgebreitet.

Seine Vision ist Wirklichkeit geworden.

Es gibt viele Methoden die man einsetzen kann, um mit einer Belegschaft oder Gemeinschaft eine Vision zu entwickeln, z.B. Appreciative Inquiry,  Theorie U oder Zukunftsmanagement nach Pero Micic

Wir befinden uns gerade in der größten Krise der Menschheit. Wenn wir weiter so leben wie bisher, dann wird es den Menschen bald nicht mehr geben. Viele Arten werden vor uns ausgestorben sein, aber auch für uns Menschen, wird der Planet Erde immer lebensfeindlicher. Wir haben es in der Hand, ob wir nun unser System ändern und uns demütig zeigen. Wir können unsere ganze Energie in den Schutz unserer Erde investieren und brauchen dafür eine positive Vision für dieses neue Leben. Es ist ein System Change.

Bild von Flickr – Social Gabe

Der Mensch muss sich als Organismus verstehen, der von anderen Organismen abhängig ist. Wenn wir unsere Umwelt zerstören, zerstören wir uns selbst. Auch sind wir verantwortlich für die Welt, auf der wir leben. Es geht nicht, dass wir auf Kosten des globalen Südens leben, denn die Folgen kommen immer wieder zu uns im Globalen Norden zurück. Im Jahr 2019 liegt  Deutschland auf Platz 3 der weltweiten Wetterextreme.

Es darf nicht sein, dass uns Geld korrumpiert, denn Geld ist nicht das, was ein Leben lebenswert macht. Geld muss Mittel zum Zweck bleiben und darf nicht Selbstzweck werden. Mehr hierzu in meinem Artikel „Macht Geld Sinn?“

Der Dalai Lama wurde mal gefragt, was ihn am meisten überraschst; er sagte:

„Der Mensch,
denn er opfert seine Gesundheit, um Geld zu machen.
Dann opfert er sein Geld, um seine Gesundheit wieder zu erlangen.
Und dann ist er so ängstlich wegen der Zukunft,
dass er die Gegenwart nicht genießt;
das Resultat ist, dass er nicht in der Gegenwart lebt;
er lebt, als würde er nie sterben,
und dann stirbt er und hat nie wirklich gelebt.“

Viele Menschen merken erst sehr spät, dass Geld nicht alles ist und zwar dann, wenn sie eine schwere Krankheit bekommen und dann in einem Krankensystem landen, dass nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten geführt wird. Wenn ein Krankengespräch in 10 Minuteneinheiten und das Pflegen von Menschen im Zeittakt abgerechnet wird. Wenn man Liebe braucht, um gesund zu werden und man sich als Produkt in einer Gesundheitsfabrik wiederfindet. Auch wer sich gute Medizin und einen Platz im besten Krankenhaus leisten kann, wird die negativen Auswirkungen des schlechten Systems merken können, denn es werden Dienstleistungen erbracht, die nicht immer im Sinne des Patienten sind, sondern positive Auswirkungen für das Budget des Krankenhauses haben.

Wir wissen doch eigentlich was wir brauchen um gesund zu bleiben, darum handeln wir nicht danach?

Aber auch unser Schulsystem und die Erziehung von Kindern wird so gemanagt. Wir Eltern haben immer weniger Zeit für uns und unsere Kinder und fühlen uns mit unseren Sorgen allein gelassen. Statt jedes Kind als Individuum mit Stärken und Schwächen wahrzunehmen, versuchen wir es als Objekt zu managen und fördern Dinge, die das Kind im Moment gar nicht braucht. Kinder müssen schon sehr früh funktionieren, damit sie das System nicht stören.

Ein afrikanisches Sprichwort sagt:

Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf.

Genau hier müssen wir wieder zurückkommen, wir brauchen Strukturen, in denen wir uns wieder für ein starkes Wir verantwortlich fühlen und in dem wir gemeinschaftlich an einer Vision arbeiten. Das kann ein Straßenzug sein, in der wir wohnen oder das Quartier in dem wir leben oder halt ein starkes Europa oder die Erde auf der wir leben. Dies zeigt eindrücklich die Nachricht aus dem All von Alexander Gerst mit seiner Nachricht an die noch nicht geborenen Enkelkinder.

Wir sollten davon wegkommen, unserer Umgebung zu zeigen, was wir uns alles leisten können, sondern gemeinsam an unserer guten Zukunft arbeiten. Ich denke, es mangelt nicht an Geld, sondern an einer gemeinsamen Vision für ein gutes Leben.

Dabei sind die Potentiale aller Menschen wichtig. Gerade diejenigen, die heutzutage denken, sie hätten nicht viel einzubringen, werden an Bedeutung gewinnen. Die Arbeit im sozialen Bereich ist für die Gemeinschaft viel wertvoller, als die Arbeit im und am Geldsystem oder in der Automobilindustrie.

Wir werden den großen Change nur schaffen, wenn wir uns vernetzen und zusammen kooperieren. Es ist also auch eine Veränderung weg von konkurrierenden Systemen, hin zu kooperierenden Systemen. Denn Kooperationen brauchen weniger Ressourcen und die neuen Geschäftsmodelle der Plattformökonomie, erleichtern uns die Möglichkeit zu kooperieren.

Gute Kooperationen sind meist als Netzwerk aufgebaut, da sie so wesentlich schneller auf Umweltanforderungen reagieren können. Hierarchische Systeme werden in Zukunft immer weniger erfolgreich sein.
Heutzutage reden wir hier von agilen Unternehmen, die andere Spielregeln und Werte haben, als das alte hierarchische Betriebssystem.

Bildquelle: Tanja Föhr

In Zukunft brauchen wir also mehr Vernetzung.

Stellt Euch vor, wie z.B. im Energiesektor einzelne Photovoltaikanlagen sich vernetzen und so zusammen mit Windkraft, Biomasse und Geothermie für eine dezentrale Versorgung sorgen. Wir wären unabhängig von mächtigen Energieversorgern.

Die Landwirtschaft wird sich umstellen müssen und braucht unsere Unterstützung dabei. Wenn wir weniger Fleisch essen und mehr Obst und Gemüse, wenn es weniger Schädlingsbekämpfung geben soll, dann brauchen wir Verbraucher, die sich anpassen und neu darüber nachdenken, welchen Wert die Arbeit der Landwirte für uns hat. Sie sind es, die CO2 in unseren Böden speichern, indem sie z.B. Grünpflanzen anpflanzen und später als Gründünger verwenden. Hier liegt ein großes Potential, dass wir bereit sein sollten zu bezahlen.

Wie könnten unsere Städte aussehen, wenn wir so wie in Holland viel mehr Fahrrad fahren würden. Es könnte Gewohnheit werden, sich tagsüber viel mehr zu bewegen und somit auch gesünder zu leben.

Wir könnten von heut auf morgen viele Fahrten zur Arbeit durch Homeoffice ersetzen, indem wir unsere Unternehmenskultur verändern. Reine Anwesenheit dürfte dann nicht über den Arbeitsergebnisse stehen. Dann müsste man sich aber mit der Arbeitsleistung mehr auseinandersetzen. Die meisten Arbeiten kann man genauso gut zu Hause erledigen, aber die Chefs müssten dafür ihren Führungsstil überdenken und andere Kriterien entwickeln.

Unsere Vision von der Grünen Null im Jahr 2050, muss hier Antriebsmotor sein.Wenn wir eine Vision haben, dann können wir unsere Mission daraus ableiten.

Hier ein schöner Film darüber, wie so etwas ausschauen kann.

Vielleicht werden wir ja auch dank der Digitalisierung in Zukunft gar nicht mehr so viel arbeiten müssen und machen es so wie es Frithjof ­Bergmann unter dem Namen „New Work“ beschreibt. Er unterscheidet zwischen Lohnarbeit, selbständiger Arbeit und Arbeit für die Gemeinschaft. Die einzelnen Bereiche sollten jeweils 1/3 der Arbeit ausmachen. Wenn ich also zu Hause ein Kind erziehe,  Angehörige pflege oder ein Ehrenamt ausübe, dann noch ein Buch schreibe, einen Garten zur Selbstversorgung bewirtschafte oder nebenberuflich selbständig bin, bleibt noch ein Teilzeitjob als Angestellte, um das Geld für den Lebensunterhalt zu verdienen. Wenn das Jeder machen würde, dann hätte Jeder Zeit, sich im Gemeinwesen einzubringen und Zeit für Dinge, die man wirklich, wirklich machen will. Wir hätten vielleicht weniger Geld, wären aber glücklicher und selbstbestimmter.

Es ist Zeit über unsere Visionen für die Zukunft zu reden und gemeinsam zu visionären und zu träumen. Wie wollen wir in 10 Jahren leben? Wie retten wir die Welt. Momentan läuft ein Film mit dem Titel:

2040: Wir retten die Welt

Ein schöner Film für die ganze Familie zwischen den Jahren. Diskutieren Sie gemeinsam mit ihrer Familie, wie es sein könnte, wenn alles anders ist. Was ist wesentlich für ein gutes Leben und worauf kann man gut verzichten.

Erinnerungen an den Fall der Berliner Mauer zum 30. Jahrestag!

Erinnerungen an den Fall der Berliner Mauer zum 30. Jahrestag!

Im November 1989 war ich im zentralen Briefeingangsamt für Berlin, Postamt Berlin 11,  in Kreuzberg beschäftigt. Mein Ausblick auf den Anhalter Bahnhof war eher trostlos, obwohl man am Horizont den Berliner Reichstag sehen konnte.

Blick auf den Anhalter Bahnhof bis zum Reichstaggebäude. Dazwischen ist der Potsdamer Platz, den es damals in dieser Form noch nicht gab.

Blick auf den Anhalter Bahnhof bis zum Reichstaggebäude. Dazwischen ist der Potsdamer Platz, den es damals in dieser Form noch nicht gab.

Eine Trabbischlange vor dem Deutschlandhaus.

Eine Trabbischlange vor dem Deutschlandhaus.

Erst am 11.11. 1989 nahm ich mit meiner Kamera die Berliner Veränderungen auf. Die Grenzöffnung am 09.11. nachts habe ich komplett verschlafen und am 10.11. wurde ich auf meiner Fahrt zur Arbeit von den vielen Trabbis überrascht. Statt 45 min brauchte ich 2 Stunden nach Kreuzberg. Der 11.11. war ein herrlicher Tag und nach getaner Arbeit zog ich los. Zuerst zum Checkpoint Charly. Weiterlesen

Was ist eigentlich Liberating Structure?

Was ist eigentlich Liberating Structure?

Seit einigen Jahren begegnet mir immer wieder der Begriff Liberating Structure (Befreiende Strukturen) und ich frage mich dann, was sich dahinter versteckt. Es handelt sich um eine Methodensammlung, zu der zum Beispiel auch Open Space und die Fish Bowl gehört. Methoden, die ich also schon seit Jahren verwende.

Methodenkoffer

Die Urväter der Liberating Structure sind der Amerikaner Keith McCandless und der Franzose Henri Lipmanowicz. Ihr Ziel war es eine Methodensammlung zu erstellen, die Menschen möglichst einfach einbinden, d.h. es handelt sich dabei um partizipative Methoden, die unter einer Creative Commons Lizenz (CC BYNC) frei zugänglich sind.

Viele Menschen lieben es neue Methoden für z.B. Problemlösungen zu sammeln und auszuprobieren. Damit kann man ganze Abende füllen und eine Community darum aufbauen. So ist es auch gekommen. Die Liberating Structure Meetups sind schon bundesweit erfolgreich und wer will kann die vielen Methoden dort erst einmal ausprobieren.

Es gibt mittlerweile auch eine App zum herunterladen und so dass man die Methodensammlung immer dabei hat.

Morgen gibt es nun eine Besonderheit, denn erstmalig kann man bei einem virtuellen Communitytreffen dabei sein und mit der Co Learning Community 4 Methoden der Methodensammlung ausprobieren.

Daniel Steinhuder von Holisticon wird gemäß der LS-DNA mit uns live LS ausprobieren. Wer dabei sein möchte, sollte sich vorab die App aus den entsprechenden App Stores auf sein Smartphone/Tablet runterladen.

CL Sprint „Liberating Structures“ am 7.11.19 von  18.00 – 19.30 Uhr, Termin laden Link zum Teilnehmen: https://zoom.us/j/427886584

mehr unter https://colearn.de/cl-sprint-liberating-structures/

Lernen ohne Grenzen

Lernen ohne Grenzen

Es ist nun 1 1/2 Jahre her, als ich meinen ersten Working out loud (WOL) Circle durchlaufen habe. Damals wollte ich mich mit der Methode so tiefgreifend beschäftigen, dass ich sie selbst erklären und moderieren könnte. Ich lerne ja seit über 15 Jahren in Netzwerken und so interessierte ich mich dafür, weshalb diese Methode gerade jetzt so populär geworden ist. Vieles hängt daran, dass die Zeit einfach reif ist, sein Lernen in die eigene Hand zu nehmen. Die VUKA Welt ist so schnelllebig, dass betrieblichen Schulungen einfach nicht hinterher kommen und die verschiedenen Themen auch nicht mehr abdecken können. Bei mir kommt ja nun auch noch hinzu, dass ich gar nicht mehr in einem Betrieb arbeite und ich mich um meine Personalentwicklung also selbst kümmern muss. Lernen war für mich immer ein hohes Gut und ich möchte auch bis an mein Lebensende etwas hinzulernen können.

Nach dem zweiten WOL Circle stellen wir uns dann gemeinsam die Frage: Was nun? Schon mit meinem ersten WOL Circle bin ich weiter verbunden und wir treffen uns ca. 1 x im Monat zu einem virtuellen Treffen. Was sollte nun mit dem zweiten Circle werden und ist es sinnvoll einen dritten Circle zu machen. Was will ich eigentlich weiter lernen. Im zweiten Circle hatte ich mich damit beschäftigt, wie so ein Co Working Space funktioniert und ob man sich hier vielleicht gegenseitig, wie in einem Netzwerk gemeinsam weiterentwickeln kann. Ich bin zu dem Schluß gekommen, dass die meisten Co Working Spaces nicht so funktionieren und der Trend, dass große Firmen ganze Entwicklungsabteilungen in einen Co Working Space auslagern, diesem Gedanken entgegen stehen. Dies ist zwar immer schön für den Betreiber des Co Working Spaces, aber der Spirit des Co Working Spaces geht dabei verloren.

Aus dem letzten WOL Circle ist nun eine Freitagsrunde entstanden. Statt mich um einen Co Working Space zu kümmern, habe ich mich hier im virtuellen Co Learning Space von iRooms getroffen und überlegt, wie wir in Zukunft miteinander und voneinander lernen können.

 

Wir, das sind Nicola Peschke, Robert Vogel und Kathrin Gielsdorf und ich und wir
tüftelten auf iRooms nach einer Lösung, wie wir in Zukunft helfen können, über Grenzen hinweg lernen zu können. Die Grenzen sind dabei nicht nur räumliche Grenzen, da wir in einem virtuellen Raum zusammen arbeiten, sondern wir wollen auch hierarchische Grenzen, Altersgrenzen und Abteilungsgrenzen überwinden und möglichst in einer diversen Gruppe lernen. Das Lernen voneinander mit einem unterschiedlichen Background ist uns wichtig. Denn die Realität kann niemand gänzlich erfassen. Wir brauchen die unterschiedlichen Sichtweisen, um möglichst umfassend die Dinge zu beleuchten. Wir leben in einer VUKA Welt und unsere Antwort ist dafür Räume zu schaffen, in der man vernetzt, offen, partizipativ und agil lernen kann.

Walter Gropius hat vor 100 Jahren gesagt: „Willst Du die Kultur verändern, musst Du die Räume ändern.“

Dies ist mit iRooms möglich und so wurde aus dem virtuellen Co Working Space ein virtueller Co Learning Space. iRooms ist mittlerweile eine App, die man auf sein iPad oder iPhone laden kann und so kann man ortsunabhängig von überall gemeinsam lernen.

Und hier nun unsere Einladung:

Am 30.09.2019 möchten wir nun ein Experiment starten, um in einem größeren Rahmen und somit mehr Expertise voneinander und miteinander zu lernen.

Im Digital Business Lunch von 12:00 Uhr bis 13:30 Uhr zum Thema:

Wie können wir in Zukunft unternehmensintern gemeinsam mit dem Top Management in Richtung Kundenbedürfnisse lernen?

Moderiert wird die Veranstaltung von Robert Vogel und Kathrin Gielsdorf und sie wollen mit dem digitalen Format: „3 Fragen der Medusa“ dieser Frage auf den Grund gehen.

Wir wollen einen bunten Querschnitt von Mitarbeitern vieler Unternehmen in diesen Raum bringen und möglichst alle Hierarchiestufen mit einbinden.

Wenn Du dem Thema Lernen in Deinem Umfeld oder Deiner Organisation einen größeren Raum bieten möchtest, interessiert an anderen Erfahrungen und Perspektiven zum Thema „Lernen ohne Grenzen“ bist und Möglichkeiten des digitalen Lernens ausprobieren möchtest, dann melde Dich an mit diesem Link:

https://irooms-akademie.de/anmeldung-lernen-ohne-grenzen/

Wir sind gespannt, was wir gemeinsam Neues lernen!

 

 

Modern Denken mit dem Bauhaus

Modern Denken mit dem Bauhaus

Gerade bin ich von einem Kurztrip aus Dessau zurück. Was ich dort gesehen habe, hat mich zu diesem Artikel inspiriert.

In diesem Jahr feiern wir das 100. Jubiläum des Bauhaus #Bauhaus100, denn 1919 eröffnete Walter Gropius eine der bedeutendsten Schulen für Gestaltung, die bis heute Architekten Impulse gibt. Damals wollte man sich nach dem Ende des 1. Weltkriegs eine neue moderne Zukunft gestalten und gründete diese revolutionäre Ideenschule. Es war ein Experimentierraum in dem Kunst und Technik zusammen kommen sollten. Das Bauhaus war weltoffen und es kamen Künstler aus ganz Europa hier her. Die Zugangsvoraussetzungen waren aufgehoben und jeder begabte junge Mensch, sollte am Bauhaus in Weimar studieren können, unabhängig von Schulabschluss, Geschlecht oder Staatszugehörigkeit. Rund 150 bis 200 Studierende waren am Weimarer Bauhaus eingeschrieben, darunter je nach Semester 25 bis 50 Frauen und 17 bis 33 Prozent ausländische Studierende.

1925 wechselte das Bauhaus von Weimar nach Dessau und durch den Neubau eines Gebäudeensembles gelang die neue Einheit zwischen Kunst und Technik. Es gab neben dem Hochschultrakt , den Trakt mit den Werkstätten, einen Trakt mit der Aula und der Kantine, ein Trakt mit den Wohnappartements und einen Verbindungstrakt mit der Verwaltung, so dass Leben und Arbeiten an einem Ort stattfand. Die Meister (Professoren der Hochschule) wohnten als Community nur wenige Meter von der Hochschule entfernt, in den sogenannten Meisterhäusern.  Es ging hier nicht nur um theoretischen Input, sondern auch um die praktische Umsetzung und einen ganzheitlichen Lebensstil.

Gropius träumte davon eine eingeschworene Gemeinschaft, eine Community, zum Leben zu erwecken, um in die Gesellschaft zu wirken. Es ging darum die Welt neu zu denken und die Bedürfnisse und Lebenswirklichkeiten der Menschen besser zu befriedigen.

Walter Gropius soll gesagt haben:

Willst Du die Kultur ändern, musst Du die Räume ändern.

Deshalb schuf er Räume, die variable und möglichst leer waren, damit die Menschen sie mit Leben füllen können. Sie waren transparent, hell, minimalistisch möbliert und die Form der Dinge, wurde durch die Funktionalität bestimmt. Er verzichtete darauf, seinen Häusern und Möbeln eine verlogene bürgerliche Schauseite zu geben, es sollte möglichst schlicht und ohne Schnörkel sein.

Er holte die Künstler ins Bauhaus und machte sie zu Meister, statt zu Professoren. Sie sollten von ihrem Sockel geholt werden und eine soziale Verantwortung übernehmen und mit den Technikern eine Einheit bilden. Kunst und Technik – Hand in Hand – unterstützt durch die Stadt und die Wirtschaft.

Wie wäre es, wenn wir hier in Lippstadt, so einen Raum schaffen könnten, statt ein Innovationsquartier für die Hochschule und die Wirtschaft, eine Ideenschmiede um unsere gemeinsame Zukunft zu gestalten. Ein Ort an dem alle Disziplinen sich austauschen und gemeinsam zum Gestalter werden. Wie wollen wir in Zukunft leben? Wie kann unsere Stadt klimaneutral werden? Das ist eine Frage, die alle Altersgruppen und Schichten betrifft.

Deshalb ist das Bauhaus gerade heute wieder top aktuell, den Themen wie Interdisziplinarität, Globalisierung, Design Thinking, Arbeit und Leben an einem Ort,  der gesunde Mensch, Nachhaltigkeit, günstiger Wohnraum  stehen auch heute ganz oben auf der Agenda.

Obwohl Bauhausmöbel heute leider sehr teuer sind, gibt es genügend günstige Nachahmerprodukte des Bauhauses. So ist z.B. ein Billy Regal ein Bauhausdesign. Ikea hat den Bauhausgedanken bereits gut in ihrem Design übernommen, denn es geht um die Befriedigung des „Volksbedarfs und nicht um Luxusbedarf“, so der zweite Bauhausdirektor Hannes Meyer.

Von diesem Bauhausgedanken ist nun auch das städtebauliche Projekt der BUGA 2019 in Heilbronn inspiriert. Dort soll auf dem Bundesgartenschaugelände ein neuer lebendiger Stadtteil entstehen mit einem Lebensraum für bis zu 3500 Menschen. Hier soll es für alle Schichten und alle Altersgruppen neuen Lebensraum geben. Hier wird gerade die Stadt der Zukunft gebaut. Es ist die Stadt der kurzen Wege, der guten Freizeitmöglichkeiten und der grünen Innenhöfe und des bezahlbaren Wohnraums.

Für alle, die auch nach Dessau fahren wollen, um sich inspirieren zu lassen, empfehle ich die Jugendherberge in Dessau. Hier lebt der Bauhausgeist auf allen Fluren – familienfreundlich – kurze Wege zum Bauhausgeschehen, freundliches Personal, gutes Frühstück und super günstig. Hannes Meyer hätte seine Freude daran.

Wir haben am ersten Tag übrigens die 2 stündige Bauhausbauten – Radtour gemacht. Am zweiten Tag haben wir uns dann das Bauhaus mit Führung und die Meisterhäuser angeschaut. Sehenswert ist z.B. auch das Kornhaus, das direkt an der Elbe liegt und an dem man einen herrlichen Sonnenuntergang erleben kann.

Ab September eröffnet übrigens das neue Bauhausmuseum in Dessau. Das wird dann noch einmal ein Highlight für die Stadt.

Wandelgang über „Klimanotstand in Lippstadt“

Wandelgang über „Klimanotstand in Lippstadt“

Einladung zum Wandelgang für Klimaaktivisten

Ich stelle Ihnen meinen Wandelgang in Lippstadt vor und gemeinsam überlegen wir, was wir in Lippstadt hinsichtlich des Klimawandels verändern können und wollen.

In Lippstadt wurde im Juni 2019 der Klimanotstand ausgerufen. Im Juli haben wir die heißesten Tage seit der Klimaaufzeichnung auch in Lippstadt erlebt. Viele Bürger fragen sich, wie kann man persönlich etwas dagegen tun und was muss die Politik nun tun. Wir brauchen Gesprächsplattformen, um gemeinsam neue Ideen zu generieren.

Ich habe mir z.B. in Kopenhagen, als ich meine Tochter von ihrem Auslandssemester abgeholt habe, das Fahrradwegesystem angeschaut. Wie kommt es, dass in einer Stadt, in der es im Winter viel mehr Schneetage gibt als bei uns, so viele Menschen konsequent auf das Fahrrad umsteigen. Hier wird z.B. nicht der Schnee von der Straße auf den Fahrradweg geschippt, sondern vom Fahrradweg auf die Straße. Denn es fahren mittlerweile viel mehr Fahrräder als Autos. Die Fahrradwege sind voll, obwohl sie doppelt so breit wie bei uns sind. Unsere Stadt ist prädestiniert für eine Ausrichtung als Fahrradstadt. Wir haben keine Steigungen (außer einiger Unterführungen) und auch im Winter kann man die Schneetage an einer Hand abzählen. Aber trotzdem gibt es Menschen, die in Lippstadt mit dem Auto zum Bäcker fahren oder zur Fitnessbude. Es gibt sehr wenig Regentage. Ich konnte z.B. 2 Monate von März bis Mai täglich mit dem Rad fahren und wurde nur 1 x richtig nass.

Im letzten Jahr habe ich meinen Spaziergang an der Lippe mit einem Lernpfad zur persönlichen Krisenbewältigung, dem Lippstädter Wandelgang, verbunden. Es gibt auf der Strecke 13 Stationen, um die persönliche Krise zu bewältigen.

Meine Idee ist es nun, diesen Spaziergang mit einigen Aktivisten der Klimabewegung zu gehen und gemeinsam zu reflektieren, welche Stationen uns beim Lippstädter Klimanotstand helfen können und wie wir gemeinsam etwas in die Wege leiten können.

Hier noch einmal die Stationen zur Erinnerung:

  1. Ist Zustand feststellen
  2. Pegelstand der Krise benennen
  3. Was sind die Baustellen?
  4. Was will mir das Leben sagen
  5. Von der Natur lernen
  6. Entspannen und Meditieren
  7. Was macht mich glücklich? Was ist mein Wozu?
  8. Was wollen wir vom Alten bewahren?
  9. Die Zukunft erträumen – Visualisieren
  10. Energie schöpfen
  11. Mut tut gut – Neues Lernen
  12. Negative Gedanken loslassen
  13. Dem Leben eine neue Richtung geben

Wer also Lust auf einen Spaziergang mit 13 Stationen an der Lippe hat (4 Stunden einplanen), der kann sich gerne bei mir melden. Sobald ich genügend Interessenten zusammen habe, werde ich eine Doodleabfrage starten, so dass wir einen geeigneten Wandertag finden. Anmeldungen bitte an info@den-wandel-gestalten.de mit dem Betreff: „Wandelgang über Klimanotstand in Lippstadt“.

Nur gemeinsam können wir den Wandel gestalten.

Veränderung braucht neben Mut und einer Vision auch eine starke Gruppe – eine Gemeinschaft – als Wandlungsmedium.

Deshalb: Lassen Sie uns ein Klima- Netzwerk starten.