15 Jahre move-your-vision

Vor 15 Jahren haben sich 14 Teilnehmer aus dem Kompetenz Center Großgruppenmoderation der Deutschen Post AG ein Herz gefasst, und einen Verein gegründet. Der Verein heißt Netzwerk Großgruppenmoderation und nennt sich move-your-vision. Die Mitglieder sind die Movies und wir wurden ausgebildet um beteiligungsorientierte Veränderungsprozesse zu moderieren.

Kompetenz-Center
Der Bereichsvorstand Dr. Uwe Rabe (vorne Mitte) dankte dem Kompetenz- Team im Februar 2003 für seinen Einsatz in Sachen Kommunikation. Bildquelle: Malsch

MEDION DIGITAL CAMERA                                          Bildquelle: move-your-vision

Die Gründungsmitglieder des Netzwerkes Großgruppenmoderation e.V. gründen am 12.12.2003 in Königswinter einen Verein. Sie verstanden sich als eine Graswurzelbewegung, die Partizipation vorantreiben will und öffneten sich für alle begeisterten Großgruppenmoderatoren und Veränderungsbegleiter.

Seit 15 Jahren treffen sich die Movies  zu jährlichen Wochenend – Netzwerktreffen und lernen gemeinsam und tauschen sich aus.

Hier ist

  • Fachdiskussion
  • Erfahrungsaustausch
  • Kollegiale Beratung
  • Erprobung und Reflexion
  • Weiterentwicklung von Formaten und Designs

rund um Partizipation und Veränderung möglich.

Mittlerweile sind wir eine bunte Mischung von Menschen und Professionals, die auf die eine oder andere Weise Veränderungsprozesse begleiten. Impulse und Know-How aus Coaching, Training, Moderation, Personalentwicklung, Unternehmensberatung …. bereichern unser Lernnetzwerk.

In den ersten 6 Jahren war ich die Geschäftsstelle der Movies und habe mich um die laufenden Dinge gekümmert.  Seit Aug. 2015 bin ich wieder im Vorstand der Movies und zuständig für die Homepage und somit die Sichtbarkeit nach außen.
www.move-your-vision.de

Schneller Wandel durch die Diagnose Sarkom

Schneller Wandel durch die Diagnose Sarkom

Vor einem Jahr wusste ich noch nicht, dass sich mein Leben völlig umkrempeln würde. Ich hatte eine Teilzeitbeschäftigung bei der Post in Dortmund und meine Tochter begann ihr Studium in Göttingen. Im September hatten wir noch den Umzug gemeinsam gemanagt und jeden Tag skypten wir und lösten die kleinen Probleme des Alltags.

Beruflich lief es gerade gar nicht gut, aber ich hatte schon alles versucht, um an der Situation etwas zu ändern. Es schien aussichtslos. Die Aufmerksamkeit war auf vieles gerichtet, so dass ich nicht merkte, dass sich in meinem Oberschenkel etwas veränderte. Ich merkte es zwar, habe dieser neuen Speckschicht aber keine Aufmerksamkeit gewidmet.  Wird schon wieder weggehen, hatte ich mir gedacht. Erst als ich beim Sport  den unteren Oberschenkel beim Aufsteigen aufs Fahrrad derart verletzt habe, dass ich vor Schmerzen fast vom Fahrrad gefallen bin, konnte ich die körperliche Veränderung nicht mehr ignorieren. Die Schmerzen wurden nicht mehr weniger und deshalb ging ich zum Hausarzt, der mich sofort zum Orthopäden geschickt hat. Nach einer Sonografie stellte man ein Hämatom fest. Dieses Hämatom wurde dann beobachtet. Nach 4 Wochen hatte sich das Hämatom vergrößert und der Orthopäde hatte keine Begründung dafür. Ein MRT Termin bestätigte nochmals die Diagnose – Hämatom – und so wurde ein Operationstermin angesetzt, da das Hämatom immer größer wurde und so langsam die Beweglichkeit einschränkte. Bei jedem Schritt berührten sich die Oberschenkel und die Hosen bekamen schon Löcher, vom vielen aneinander reiben.

Meine erste Operation war also am 12.12.17 und ich wollte bis Weihnachten wieder fit sein, da ich meine Tochter und meine Mutter und Schwiegereltern zu Weihnachten eingeladen hatte. 

Der Arzt stellte schon bei der OP einen Tumor fest, sagte mir aber erst nichts zu seinem Verdacht. Ich ging davon aus, dass das Hämatom entfernt  wurde und da man nicht alles entfernen konnte, eine Gewebeprobe vorsichtshalber zur histologischen Untersuchung eingesandt hat. Am 14.12. dann die Nachricht vom operierenden Arzt. Die Gewebeprobe ist ein hochmaligner pleomorpher Weichteilsarkom. Es handelt sich um einen Sarkom des Bindegewebes – eine sehr seltene Krebsart.

Mein erster Gedanke bei der Übermittlung der Nachricht:

„So schnell stirbt man nicht!“

Bei der Übermittlung der Diagnose war ich äußerlich sehr gefasst. Ich wusste, dass dies heutzutage kein Todesurteil mehr ist, und dass die Forschung hier schon weit fortgeschritten ist. Mein Vater litt 14 Jahre unter seinen Tumoren (Schilddrüsenkrebs und Lungenkrebs) und ist letztendlich daran gestorben. Diese 14 Jahre waren aber noch eine lange Zeit „Leben“ gewesen. Ich versuchte also meinen Verstand zu behalten und ruhig zu bleiben. Die Ärzte organisierten alle Termine im Hintergrund und zum Glück kamen mich gleich nach der Diagnose liebe Freundinnen besuchen und munterten mich auf: „Du schaffst das.“ Auch das zweite MRT am Nachmittag und das CT am Folgetag zeigten zwar den Tumor jetzt deutlich,  aber auch, dass es keine Metastasen gibt. 

Die ersten Versuche über Google herauszufinden, wie schlimm es um mich steht, waren eine Katastrophe.  Ich bekam Angst. Auch meinem Mann erzählte ich sofort von der Diagnose und auch er fing an zu googeln. Diese Zeit war äußerst belastend – auch wenn wir uns gegenseitig halt gegeben haben.

Mein Professor, der mich operiert hat, vermittelte mich an einen Sarkomspezialisten an der Universiätsklinik in Münster.  Dort konnte ich mich zusammen mit meinem Mann am 20.12. in der Notfallsprechstunde vorstellen. Das UKM (Universitätsklinik Münster) ist unvorstellbar groß, eine Medizinfabrik, die mich erst einmal  beängstigte. Wir warteten ziemlich lange, bis der Sarkomspezialist einen Blick auf mein Bein warf. Mit klarem Blick erklärte er uns nun, was zu tun war und versprach uns, dass er meinen Tumor „beinerhaltend“ entfernen wird und ich gute Chancen habe, wieder ganz gesund zu werden. Was bleiben würde, ist eine kleine Delle, denn der Tumor müsste großzügig ausgeschnitten werden.

„beinerhaltend“

Dieses Wort „beinerhaltend“ werde ich nie wieder vergessen. Ich hatte mir nie Gedanken darüber gemacht, dass ich ein Bein verlieren könnte,  aber es ist wohl durchaus üblich, dass Extremitäten bei einem Sarkom amputiert werden müssen. Wir wohnten damals in einem alten Einfamilienhaus und Treppensteigen gehörte zum Tagesablauf dazu. Die Waschmaschine im Keller, der Wäschekorb im Obergeschoss. Die Treppen haben mich ein Leben lang fit gehalten und nun? Ein Leben im Rollstuhl -nicht denkbar.

Mein Mann war nach diesem Gespräch mit dem Professor erleichtert und war zuversichtlich, dass ich wieder gesund werde. Ich begriff langsam, was alles auf mich zukommen könnte. Nach der OP sollte es auf jeden Fall auch eine Strahlentherapie geben, damit auch wirklich alle Krebszellen absterben würden. Ich war bereit alles mitzumachen, so lange es keine Chemotherapie sein musste.

In diesem Zustand rief ich Dörte Hildebrand an. Ich kenne Dörte schon seit meiner Ausbildung zur Großgruppenmoderatorin im Jahre 2001 und wir haben lange Zeit zusammen den Verein Move-your-Vision geführt. Ich wusste also, dass Dörte die Richtige war, um meine Gedanken zu sortieren und wieder runterkommen zu können. Es ging mir zu dieser Zeit nicht nur darum, die Diagnose zu verdauen, sondern ich wollte für meine Mutter und meine Tochter, die beide an Weihnachten zu mir kommen wollten, die Situation so gestalten, dass sie nicht zusammenbrachen.

Meine Mutter hatte sehr lange mit meinem Vater gelitten und für sie würde mit dem Befund, die ganze Geschichte wieder aufgewühlt. Meine Tochter hatte gerade ihr Studium begonnen und sollte eigentlich über Weihnachten sich erholen können und für die Klausuren lernen können.

Mein erstes Gespräch mit Dörte war also sehr emotional und ich weinte mich über meinen Kummer erst einmal aus. Ich weiß nicht, wie Dörte es geschafft hat, aber sie schaffte es, nicht nur meine eigene Vorgeschichte, die mich krank gemacht hat, herauszufinden,  sondern hatte mit mir auch eine Strategie entwickelt, wie ich Weihnachten überstehen würde. Ich spürte in den Tagen um Weihnachten, dass sie in Gedanken immer bei mir war und das machte mich stark. Es wurde viel geweint und andererseits waren wir uns alle einig, dass wir diese Herausforderung des Lebens gemeinsam meistern werden.

Weihnachten war richtig anstrengend. Was ich nicht bedacht hatte war, dass meine Mutter, die die Krebserkrankung meines Vaters in traumatischer Erinnerung hat, so etwas wie einen Flash bekommen würde.  Sie erzählte die ganze Zeit eigentlich nur davon, wie schlimm das alles für sie damals war und ich hatte das Gefühl, dass ich sie trösten müsse.

Das Leben ist ein Kampf!

Ich war bereit um mein Leben zu kämpfen und fing an zu überlegen, was ich alles machen könnte, um den Krebs wieder los zu werden. So kam ich auch zum Thema Meditation. Ich fing an jeden Tag zu meditieren. Es war eine Morgenmeditation von Dr. Joe Dispenza, die mir von meiner Freundin Bärbel empfohlen wurde. Nach einer kurzen Reise durch den Körper fängt man an, sich eine Zukunft auszumalen und sich vorzustellen, in dieser Zukunft zu leben. In meiner Zukunft war ich gesund und arbeitete als Freelancer, ging zu Veranstaltungen, bloggte darüber und arbeitete mit lieben Kollegen im Co Working Space in Lippstadt. Das fühlt sich für mich immer noch gut an und ich bin meinem Ziel schon näher gekommen.

Am 08.01. war der große Operationstermin. Das war aber erst der Anfang eines langen Prozesses um den Krebs zu besiegen.

Seither hatte ich:

  • 2 Chemotherapien
  • ein weiterer Krankenaufenthalt mit Bluttransfusionen
  • eine Strahlentherapie (2 Monate mit einer Gesamtdosis von 66,6 Gy)
  • nochmals 2 Chemotherapien,
  • eine 3 wöchige Aufbau- Reha,
  • danach der Umzug in eine Eigentumswohnung,
  • weitere 2 Kontrolltermine bei jeweils 3 Ärzten und
  • zum Jahresende die Versetzung in den Ruhestand wegen Dienstunfähigkeit bei der Post.

Aber ich habe diese Zeit auch genutzt um mich neu zu erfinden und viel zu lernen – über das Leben und die Art und Weise, wie ich künftig arbeiten will.

Was ich alles in 2018 erlebt habe, werde ich in weiteren Beiträgen beschreiben.
Hierfür gibt es eine eigene Blogrubrik zum Thema Sarkom.

Da ich schon lange über Veränderungsprozesse und über Krisen als Chance schreibe, kann meine Geschichte vielleicht anderen Menschen Mut machen. Ich möchte hier gerne die Mutmacherin sein.

Das Leben endet nicht durch eine schwere Krankheit, aber es ändert sich die Sichtweise auf das Leben.

Das kann auch schön sein, denn das Glück liegt häufig in den kleinen Dingen des Lebens.

Zukunft gemeinsam gestalten: Agiles Management als Grundlage für bürgerschaftliches Engagement – IdeeQuadrat

Gerne empfehle ich diesen Artikel zum bürgerschaftlichen Engagement in Netzwerken von Hendrik Epe. Das „Wir“ ist wichtiger denn je. Wir können vor Ort vieles bewegen. Das „Wie“ ist aber entscheidend. Deshalb lesen Sie weiter.

Eine kurze Darlegung, warum und wie agiles Management als Grundlage für bürgerschaftliches Engagement dienen kann.
— Weiterlesen ideequadrat.org/agiles-management-als-grundlage-fuer-buergerschaftliches-engagement/

Geschafft! 12 Wochen Working out loud

Geschafft! 12 Wochen Working out loud

Mein WOLCircle

Am 25.05. war es soweit. Wir haben unseren 12- wöchigen WOL Circle abgeschlossen und werden in neuer Konstellation weiter machen im WOL Plus Circle.

Wir, das sind Twitter – Liste

Dorit Schalansky, Jürgen Olbricht, Holger Moller, Julia Steininger und ich.

Working out loud ist eine Methode mit der man

1. Beziehungen pflegt
2. im Netz sichtbar wird
3. Wissen teilt
4. miteinander wächst und sich
5. zielgerichtet weiterentwickelt.

Hier ein Artikel von ManagerSeminare von Sylvia Lipkowski, die sich intensiv mit dieser Methode auseinander gesetzt hat.

Holger Moller hat die einzelnen Wochen aus seiner Sicht beschrieben und erklärt die Aufgaben, die in jeder Woche gemacht werden sollen. mehr

Ich habe mich für die einzelnen Session immer mit Hilfe des öffentlichen virtuellen WOL Circle vorbereitet und so sind mir die 5 Teilnehmer (Karlheinz Pape, Harald Schirmer, Antje Röwe, Dr. Winfried Felder und Simon Dückert) dieses Circle auch irgendwie ans Herz gewachsen.

Mein Ziel war es die Methode kennen zu lernen und sie zukünftig auch in meiner Netzwerkarbeit anwenden zu können. In meinen Lernnetzwerken, die vor allem persönlich stattfinden, haben die Teilnehmer häufig Schwierigkeiten mit den Sozialen Netzwerken und wissen nicht so recht, was es ihnen bringen soll, hier sichtbar zu werden.

Fazit für mich:

In einer sehr schwierigen Phase meines Lebens, hat mir Working out loud sehr geholfen, wieder eine Struktur zu bekommen und auch die berufliche Perspektive nie aus den Augen zu verlieren. Vor allem die Übungen aus der Woche 5 unter dem Motto: Mach es persönlich mit der Übung „50 Fakten über Dich“ und die Woche 7 unter dem Motto: Sei zielgerichtet mit der Übung „Ein Brief von einem zukünftigen Ich“ sind mir sehr unter die Haut gegangen.

Dazu muss man wissen, dass ich am 08. Januar diesen Jahres einen bösartigen Weichteilsarkom am Oberschenkel entfernt bekommen habe und mich seither in einer Sandwichtherapie mit Chemotherapie, Strahlentherapie und nun wieder Chemotherapie befinde. Wenn man sich mit einer solchen Krankheit auseinander setzen muss, dann ist es besonders herausfordernd, einen Brief aus der Zukunft (5 Jahresspanne) an sich selbst zu schreiben. Wenn man es aber geschafft hat, dann ist das schon etwas völlig Emotionales. Ich gehe fest davon aus, dass ich mein Ziel erreichen werde.

Auch wenn ich momentan krank bin, konnte ich diese Zeit für mich nutzen und mich weiterentwickeln.

Ich freue mich, dass es nun in anderer Form weitergeht und zwar im WOLplus Circle .

Holger Moller hat sich ein Konzept überlegt, dass auf unseren Erfahrungen aufbaut und nun geht es darum, die Methode weiter anzuwenden und sich im kleinen Kreis weiter zu unterstützen und gemeinsam weiter zu wachsen.

New Work Women

Die Sichtweise von Frauen auf die Arbeitswelt hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Männliche Spielregeln werden nicht nur von Frauen, sondern zunehmend auch von Männern hinterfragt und als sinnlos bzw. wenig zielführend erkannt. Hier sind zum Beispiel die Präsenzpflicht am Arbeitsplatz zu nennen oder auch das „Ober sticht Unter“. Frauen ist diese Haltung überwiegend fremd. Ihnen geht es nicht um Hierarchien, sondern um die Sache. Die Spiele der Macht, mögen Frauen häufig nicht mitspielen und verlassen lieber das Spielfeld, als die Energie in Machtkämpfen zu erschöpfen.

Die Digitalisierung verändert gerade die Wirtschaft und die Gesellschaft. Herausforderungen sind so komplex, dass wir nicht mehr auf das Wissen von 50 % der Arbeitskräfte verzichten können. Weibliche Sichtweisen sind gefragt. Das sieht man gerade auch auf Konferenzen rund um das Thema New Work und Digitalisierung.

Frauen, die die Arbeitswelt gestalten wollen, vereinigen sich gerade in einem neuen Netzwerk – New Work Women.

Gemeinsam gestalten wir die Zukunft der Arbeit

Die Initiatoren Nadine Nobile und Sven Franken habe ich auf den Veranstaltungen von Intrinsify kennen gelernt und ihr ersten Projekte die „Augenhöhe Filme“ mit verfolgt.
Mittlerweile sind sie gefragte Experten für den Bereich New Work und haben die Initiative New Work Women gestartet.

Sie wollen visionäre Gestalterinnen der neuen Arbeitswelt sichtbar machen. Hierfür gibt es einen täglichen Impuls einer dieser Frauen.

Heute wurde mein Impuls veröffentlicht:

Ich freue mich, dass ich dabei sein darf. Gemeinsam gestalten wir die Zukunft der Arbeit!

 

10 inspirierende You Tube Videos

In unserem WOL Circle für die Woche 9 haben wir die Aufgabe bekommen einen Beitrag zu entwickeln zu den Top Ten, um die Arbeit von anderen Menschen anzuerkennen. Beim Austausch über unsere Top Ten ist uns die Idee gekommen, dass jeder ein anderes Medium für seine Top Ten nimmt. Meine Top Ten sollen hier inspiriende You Tube Videos sein. Es gibt Menschen, denen ich auf You Tube ziemlich hartnäckig folge. Vor 12 Jahren fing das an mit Erik Händeler und seinem Buch: „Die Geschichte der Zukunft“. Ihm folgte ich noch von Veranstaltung zu Veranstaltung. Ich habe ihn bestimmt 5 mal live gesehen. Er war einer der ersten, der den Kulturwandel bei der Arbeit vorhergesagt hat. Hier ein schönes Video dazu.

1. Arbeit der Zukunft – Gedanken tanken – Eric Händeler (2013)
Gedanken aus „Die Geschichte der Zukunft“

 

Danach lernte ich Gerald Hüther kennen, auch ihn habe ich schon 2 mal bei einer Veranstaltung gesehen. Bei ihm habe ich gelernt, wie man erfolgreich lernt und warum man manchmal nichts lernt, obwohl man sich anstrengt.

2. Wie Lernen am besten gelingt – Prof Dr. Gerald Hüther (2012)

 

Da ich mich schon früh für Kooperationen und Netzwerke interessiert habe, folgte ich Prof. Dr. Peter Kruse auf You Tube. Er redet zwar ziemlich schnell, aber seine Erklärungen und Voraussagen, fand ich schon immer sehr spannend. Hier ein schönes Beispiel:

3. Dr. Peter Kruse im Deutschen Bundestag zu einigen grundsätzlichen Haltungsänderungen (2010)

 

Ich habe mich schon immer auch für Philosophie interessiert und nach dem Sinn des Lebens gefragt und da kam ich irgendwann an Richard David Precht nicht vorbei. So wie Gerald Hüther setzt er sich für ein neues Lernen ein und will die Schule verändern, hinterfragt aber auch die Art wie wir leben und wie Gesellschaft und Wirtschaft funktioniert. Durch die Digitalisierung wird sich einiges verändern. Hier ein schönes Interview, in dem er auch über das bedingungslose Grundeinkommen spricht.

4. Das Bedingungslose Grundeinkommen – Richard David Precht (2014)

 

In meiner Freizeit fahre ich gerne Fahrrad und bin in der Natur. Ich habe schon vor 10 Jahren angefangen, von der Natur zu lernen. Die Natur kann uns zahlreiche Inspirationen geben und so fand ich die Videos über das geheime Leben der Bäume sehr spannend. Bäume sind soziale Wesen und kommunizieren über das Internet des Waldes miteinander. Wie das funktioniert? Hier mein Geheimtipp Nr. 5.

5. Peter Wohlleben – Das geheime Leben der Bäume (2015)


Zurück zu den Menschen und ihrer Sehnsucht nach einer neuen Arbeitskultur. In den letzten 10 Jahren hat sich hier wirklich viel getan und wir merken nun, dass sogar die Politik die Veränderung herbeiführen will. Einer der großen Vordenker ist für mich hier

6. Frédéric Laloux über die Sehnsucht nach einer anderen Art von Arbeit (2015)

 

Wenn es um technische Details der Digitalisierung geht und über die Anforderungen an den Menschen, dann erklärt mir das sehr gut Dr. Gunter Dueck. Ich mag seinen Humor und seine Ironie. Er hat sogar einen eigenen You Tube Kanal. Hier ein Video, dass den Menschen 4.0 erklärt

7. Wie sieht der Mensch 4.0 aus?: Keynote Dr. Gunter Dueck | ZVEI (2016)

 

Wie soll jetzt diese enorme Veränderung eingeleitet werden. Wenn ich das richtig verstanden habe, brauchen wir eine Experimentierwiese und viele Menschen müssen viel lernen und erst einmal richtig viel verlernen, bevor sie etwas Neues lernen. Wie schwer es ist, etwas zu verlernen, zeigt dieses Video sehr schön.

8. The Backwards Brain Bicycle – Smarter Every Day 

 

Ich habe vor 15 Jahren gelernt, wie schnell man Geld verlieren kann und angefangen zu hinterfragen, was eigentlich Geld und Geldprodukte sind und ob wir wirklich so viel Geld brauchen, wie wir denken. Macht! Geld! Sinn? Vom Haben zum Sein – das ist ein neuer Lebensstil, der mich auch sehr anspricht.

9. Der postmaterielle Lebensstil – Haben oder Sein – Minimalismus und Kooperation (2018)


und zum Abschluss ein Vorschlag von Holger Moller aus meinem WOL Circle:

10. Hirschhausen: Das Pinguin-Prinzip…(2010)


Übrigens: Mein Element ist das Netzwerken.

Meine Kollegen vom WOL Circle waren ebenfalls fleissig. Hier ihre Tipps:

Meine Top 10 inspirierende Bücher von Jürgen Ulbricht

Holger Moller’s Top Ten (genauer gesagt: auch 11) Trends zu Corporate Learning auf Twitter und in seinem Blog

Julia Steininger hat eine Liste von inspirierenden Podcasts erstellt,  Dorit Schalansky hat gemischte Medien und Themen aufgelistet.

 

 

Hidden Champion – Community of practice (CoP)

Hidden Champion – Community of practice (CoP)

Die Community of practice (CoP) ist ein Netzwerktyp, der wie die Methode Working out Loud (WOL) in den letzten Wochen einen gewissen Hype erfahren hat. Durch die Community of practice zum Thema Working out loud #WoLCoP wurde auch diese Form des selbstorganisierten Lernens immer sichtbarer.

In diesem Artikel möchte ich folgende Punkte ansprechen:

1. Was ist eigentlich eine Community of practice?

2. Was tut ein Netzwerkkoordinator?

3. Praxisbeispiel: move-your-vision

4. Wo gibt es Parallelen von CoP zu WoL?

1. Was ist eigentlich eine Community of practice (deutsch: Lernnetzwerk)?

Lernnetzwerke oder auch Wissensgemeinschaften sind:

  • über einen längeren Zeitraum bestehende Personengruppen,
  • die Interesse an einem gemeinsamen Thema haben und
  • Wissen gemeinsam aufbauen und austauschen wollen.
  • Die Teilnahme ist freiwillig und persönlich.
  • Wissensgemeinschaften sind um spezifische Inhalte gruppiert,
  • B. Technologien, Prozesse, Methoden, Produkte oder 
 persönliche Erfahrungsfelder. (North et al., 2000, S.3)

Diese Form der Vernetzung und des gemeinsamen Lernens gibt es schon sehr lange. Ich selbst lerne seit über 15 Jahren in einem solchen Netzwerk zum Thema „Beteiligungsorientierte Veränderungsbegleitung und Großgruppenmoderation.“

Diese Form der Netzwerke ist entstanden, da man erkannt hat, dass Wissen nur dann fließt, wenn sich Mitarbeiter vertrauen und kooperieren und wenn man einen Rahmen findet, in dem auch unbewusstes Wissen und „Nichtwissen“ kommuniziert werden kann.

Weiterlesen