Zukunft planen

Appreciative Inquiry

Johanna Facilitator2

In meiner Weiterbildung zum Facilitator habe ich auch die Methode Appreaciative Inquiry gelernt. Hier eine Timeline der Ausbildung bei den Kommunikationslotsen.

Unternehmen werden Erfolg haben, wenn Sie sich auf Ihre Stärken konzentrieren und möglichst ein Alleinstellungsmerkmal ausgearbeitet haben. Eine Methode die genau dieses Ziel verfolgt, ist die Methode AI (Appreciative Inquiry) auf deutsch „Wertschätzende Erkundung“.

Mit Hilfe von AI wird das Beste innerhalb der Organisation erkundet, wertgeschätzt und für die Zukunft weiterentwickelt. Normalerweise spricht man, wenn man über seine Zukunft spricht immer auch von Chancen und Risiken. (siehe Zukunftswerkstatt bzw. Zukunftskonferenz).
AI geht davon aus, dass die Konzentration auf die eigenen Stärken, so viel Energie im Unternehmen freisetzt, dass sich die Schwächen von alleine beheben.

Die Phasen eines AI -Prozesses lauten:

  • Discovery (Erkunden und Verstehen)
  • Dream (Träumen was sein könnte)
  • Design (Eine Realität gestalten)
  • Destiny (Umsetzung planen)

Das Herzstück der Methode ist das Partnerinterview über magische Momente in der Vergangenheit. Dies nennt man auch Schätze heben oder Juwelen entdecken. Die Energie, die aus diesen Geschichten fließt, erzeugen eine einzigartige Atmosphäre im weiteren Prozess.

Wenn einer allein träumt, ist es nur ein Traum.
Wenn Menschen gemeinsam träumen,
ist es der Beginn einer neuen Wirklichkeit.

Mit der Methode AI hat das Kompetenzcenter Dialog der Deutschen Post AG im Jahre 2003 eine Vision für einen Verein von Großgruppenmoderatoren und Beratern entwickelt. Innerhalb von 6 Jahren hatte der Verein über 50 Mitglieder und war in der Facilitationbranche anerkannt. Heute hat sich der Verein von den postalischen Wurzeln emanzipiert und hat seinen Sitz nun in Berlin. Nach 6 Jahren Geschäftsführung bzw. stellvertretendem Vorsitz habe ich 2010 den Vorstand verlassen. Neue Netzwerke haben meine Aufmerksamkeit gebraucht, die ich unterstütze und pflege, wie einen lebendigen Organismus.

In der NL Brief Dortmund habe ich einen Veränderungsprozess im Umgang mit der Mitarbeiterbefragung über mehrere Jahre mit einem AI Ansatz begleitet.

Zukunftsmanagement nach Pero Micic

Auch mit dieser Methode Zukunftsmanagement haben wir im Netzwerk Großgruppenmoderation  und im Regional- Club Westfalen gute Erfahrungen gemacht.

pero-micic

Die fünf Brillen des Zukunftsmanagements – Bild: aus einer Präsentation von Pero Micic

 

Die einzelnen Schritte sind:

  1. Zukunftsradar
    Mitarbeiter erfassen im Umfeld lfd. bedrohliche und chancenträchtige Entwicklungen
  2. Zukunftsanalyse (blaue Brille)
    Dient der Einschätzung von Zukunftsentwicklungen u.a. nach Wahrscheinlichkeit und Bedeutung
  3. Chancenanalyse (grüne Brille)
    Dient der Erarbeitung von Handlungsmöglichkeiten für die Zukunft
  4. Visionsentwicklung (gelbe Brille)
    Dient der Evaluation von Chancen in resultiert in einer strategischen Vision mit strategischen Leitlinien
  5. Diskontinuitätsanalyse (rote Brille)
    Risiken werden auf ihre Auswirkungen untersucht; Strategien zur Prävention werden geliefert
  6. Strategieentwicklung (lila Brille)
    Zukunftschancen werden evaluiert und ein Zukunftsstrategie wird entwickelt
  7. Implementierung eines Zukunftsmanagement- Systems
    regelmässige Workshops, lfd. Beobachtungen, Zukunftsdatenbank