Kulturwandel

Wer aufmerksam durchs Leben geht, kann einen Kulturwandel spüren. Die Gemeinschaft bekommt wieder mehr Bedeutung und der Egotrip vieler Menschen wird mehr und mehr in Frage gestellt.  Der Zukunftsforscher Horst W. Opaschowski schreibt in seinen 10 Geboten des 21. Jahrhunderts:

Mach die Familie zur Konstante Deines Lebens und ermutige Kinder zu dauerhaften Bindungen… Knüpf Dir ein verlässliches soziales Netz, damit Dich Freunde und Nachbarn als soziale Konvois ein Leben lang begleiten können…Hilf anderen, damit auch Dir geholfen wird. Nur Du allein kannst es, aber Du kannst es nicht allein. 

Die Gemeinschaft bekommt eine neue Bedeutung und die Kirche fällt für viele Menschen hier nicht mehr ins Gewicht. In der Vergangenheit hat die Kirche diese Gemeinschaftsfunktion übernommen, aber gerade die katholische Kirche hat in diesem Punkte in den letzten Jahren kläglich versagt.

Gemeinschaft macht glücklich, denn der Mensch ist ein soziales Wesen. Dies hat Joachim Bauer beeindruckend in seinem Werk „Prinzip Menschlichkeit – Warum wir von Natur aus kooperieren“ aus neurobiologischer Sicht erklärt und in seinem Werk „Arbeit – Warum unser Glück von Ihr abhängt und wie Sie uns krank macht“ wird deutlich, wie wichtig die Arbeit für den Menschen ist.

Ein weiterer Vordenker, Gerald Hüther, hat sich mit dem „Gelingen“ auseinander gesetzt und was der Mensch braucht, um glücklich zu sein. Der Mensch braucht Wurzeln und Flügel – er will geborgen in einer Beziehung oder Gemeinschaft sein und gleichzeitig sich ausprobieren können und sich frei fühlen.

Brainstorming mit Bärbel Röpke- Steighorst und Rainer Pivit von Lust auf Zukunft

Brainstorming mit Bärbel Röpke- Steighorst und Rainer Pivit von Lust auf Zukunft

Diese neuen Erkenntnisse aus der Gehirnforschung halten nun Einzug in die Arbeitskultur und einem Kulturwandel in Unternehmen.

„Um sich in der globalisierten Welt des 21. Jahrhunderts behaupten und langfristig überleben zu können, brauchen Unternehmen einen Kulturwandel – eine neue, günstigere Beziehungs- und Führungskultur.“
Gerald Hüther

Wir müssen weg von der Ressourcennutzungsmentalität, hin zur Potentialentfaltungskultur. In einem solchen Umfeld wachsen Einzelne über sich hinaus, aber auch Teams und letztlich das ganze Unternehmen. Dadurch wächst nicht nur das Maß an Stress-Resistenz, sondern auch die Einsatzfreude und die Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter.

Gesunde Führung wird in der Zukunft immer wichtiger, damit Menschen ein selbstbestimmtes, erfülltes und sinnvolles Leben führen können und ihr Potential gewinnbringend in eine lebendige Gemeinschaft einbringen können.

Wo dies schon gut funktioniert, will der „Film Augenhöhe“ veranschaulichen.
Der Film wurde am 30.01.2015 in Hamburg uraufgeführt.  Er will die Diskussion und den Dialog in Unternehmen ankurbeln, damit es zu dem Kulturwandel kommt.

Mit einigen Kollegen und Netzwerkern aus der Region, will ich diesen Prozess begleiten und vorantreiben.

Hier ein Film zur Inspiration „Mein wunderbarer Arbeitsplatz“

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