Meine Lernreise 2018 – Rückblick

Meine Lernreise 2018 – Rückblick

Anfang des Jahres habe ich ja öffentlich gemacht, was ich in diesem Jahr mir alles vorgenommen habe für meine Lernreisen. Jetzt, wo das Jahr fast vorbei ist, möchte ich schauen, was ich alles gelernt habe.

Fangen wir mal mit den einfachen Dingen an.

Ab Januar hatte ich einen Working out loud (WOL) Circle gestartet, um die Methode oder das Trainingsprogramm kennenzulernen und auch präsentieren zu können. Ich beschäftige mich ja schon seit 15 Jahren mit Netzwerken und so hatte ich gehört, dass diese Methode ideal zum Netzwerkaufbau geeignet ist. Unser WOL Circle hat die 12 Wochen durchgehalten und läuft seither in geänderter Formation als WOL Plus Circle oder auch WOL Mastermind Circle weiter. 

Durch das Trainingsprogramm hat sich mein Twitternetzwerk sehr vergrößert und dadurch folge ich relevanten Menschen, die sich zum Thema #NewWork #WOL #SelbstorganiertesLernen #Netzwerk austauschen. Natürlich hat man mittlerweile das Gefühl, dass man sich in einer Bubble befindet, aber diese Bubble wird immer größer. 

Mein Weg zu WOL war ja ein langer. 2003 habe ich mein erstes Netzwerk mitbegründet, das Netzwerk Großgruppenmoderation e.V. (move-your-vision.de), dass vor kurzem seinen 15 Geburtstag feiern konnte. Zu diesem Schritt war ich durch mein Studium der Personalentwicklung gekommen, da ich mich in der Abschlußarbeit intensiv mit Communities of Practice #CoP auseinander gesetzt hatte und es einfach auch einmal in der Praxis testen wollte. Meine Ausbildung zur Großgruppenmoderatorin begann 2001  und endete im Dezember 2002. Ich habe also eine ziemlich lange Erfahrung beim informellen Lernen auf Großveranstaltungen. Meine erste derartige Großveranstaltung war in Oberursel beim Lernforum Großgruppenarbeit in Form eines Open Space im Jahre 2003. Damals war die Methode gerade nach Deutschland geschwappt. Matthias zur Bonsen hat auch die Gründungsmitglieder des Netzwerkes Großgruppenmoderation mit ausgebildet. Außerdem nahm ich an den BDVT Camps teil, da ich über 14 Jahre Mitglied beim BDVT (Bundesverband der Trainer, Berater und Coaches) war. Unser Netzwerk Großgruppenarbeit veranstaltete auch jährlich Netzwerktreffen, die über ein Wochenende ging. Ab 2015 nahm ich zusätzlich an #Wevent des Netzwerkes intrinsify.me teil und ab 2017 begann ich BarCamps zu besuchen und so wurde ich im Bereich der sozialen Netzwerke immer fitter und habe auf diesem Gebiet mittlerweile vieles gelernt ohne es wirklich zu wissen. Dadurch wurde auch Phi (Community Builder) aus der Post- Zentrale in Bonn auf mich aufmerksam und ermutigte mich, WOL einmal auszuprobieren.  Es war also ein langer Prozess. 

2018 stand also unter dem Thema Working out loud und nachdem ich meinen ersten Zirkel beendet hatte, versuche ich die Menschen kennen zu lernen, die hinter diesem Claim stehen. In Deutschland ist das neben Sabine Kluge, vor allem die Mitglieder des ersten öffentlichen Circles mit Harald Schirmer, Simone Dücker, Winfried Felser, Antje Röwe und K.H. Pape. 

IMG_7769Es war für mich ein tolles Erlebnis beim Co Learning Camp viele Mitglieder des öffentlichen WOL Circles persönlich zu Treffen, auch wenn es eine seltsame Situation ist. Durch die 12 Videos hat man das Gefühl, die Person sehr gut zu kennen. Man weiß, wie derjenige tickt, an was er glaubt, welche Werte der Mensch hat. Der Mensch ist einem vertraut und anders herum, weiß die andere Person vielleicht noch nicht einmal, dass man existiert. Jedenfalls hat mich K.H. Pape sehr überzeugt. Er ist ein guter Community – Leader, der genau weiß, dass er den Rahmen zur Verfügung stellt, damit sich das Netzwerk alleine führen kann. Das so etwas in einem so großen Netzwerk möglich ist, hätte ich nicht gedacht. Ich war sehr schwer beeindruckt.

 IMG_7913Im November habe ich dann auch noch den Erfinder der Methode, John Stepper auf dem #WOLC18 getroffen und Phi (von der Deutschen Post DHL) hat mich ihm vorgestellt. Seine Rede beim WOLCamp war sehr beeindruckend und man erkannte, dass er eine Vision hat, die weit mehr als nur das Trainingsprogramm beinhaltet. Es geht um eine Verbesserung der Beziehung in der Arbeitswelt und zu sich selbst. Diese Vision habe ich auch und deshalb beschäftige ich mich ja so intensiv mit dem Thema Gemeinschaft und Netzwerk.

 

 

IMG_7733.jpgNeben WOL gab es dann aber noch andere Dinge, die ich Lernen durfte. So war ich im September auf unserem Netzwerktreffen der Movies und habe die Methode „Soziokratie“ kennengelernt. Dr. Kerstin Schulenburg, die mit dieser Methode Cohousing Projekte in Berlin vorantreibt, brachte uns diese Methode näher. Ich durfte mich als Moderatorin einer offenen Wahl ausprobieren. Eine tolle Erfahrung, wie die Gruppe zu einer Lösung findet, die von allen gemeinsam getragen wird und dies in einer Atmosphäre, die sehr wertschätzend ist.  Die Mitglieder von Move-your-Vision haben mich dabei sehr unterstützt. Es war nach langer Krankheit, die erste Bestätigung, dass ich mich solchen Situationen wieder anvertrauen kann. 

IMG_7834Im Oktober besuchte ich den Mutmachergipfel in Göttingen und ließ mich von Gerald Hüther inspirieren. Er stellte dort sein Buch „Wie Träume wahr werden“ vor und hatte dafür 2 Vertreter des Amateurteam des härtesten Radrennen der Welt, Sven Ole Müller und Nicole Bauer, mitgebracht. Sie erzählten zu dritt, wie sie sich ein Jahr lang auf dieses Rennen vorbereitet haben und was die Erfolgsfaktoren für ihren Rennsieg waren.

IMG_7840Im Kern geht es in dem Buch darum, wie die Menschen in einer Gemeinschaft miteinander umgehen, einander begegnen, einander ermutigen und inspirieren müssen, damit nicht nur der Einzelne, sondern das Team als Ganzes die in ihm angelegten Potentiale entfalten kann. 

Diese Erkenntnisse versuche ich seit nunmehr 11 Jahren auch im Frauennetzwerk Lippstadt umzusetzen. Umso mehr ich loslasse, desto aktiver wird das Netzwerk. In diesem Jahr musste ich zwangsläufig häufig sagen, dass ich keine Verantwortung übernehmen kann, da ich krank bin. Das Netzwerk lief aber auch ohne mich weiter und veranstaltete tolle Events und Projekte. Mich macht es sehr glücklich, dass sich das Frauennetzwerk Lippstadt so toll entwickelt hat. 

Ein großer Lehrmeister war in diesem Jahr aber natürlich das Leben. Durch meine Erkrankung bin ich zur Meditation gekommen. Hier muss ich mich bei meinen beiden Freundinnen Bärbel und Dörte bedanken. Beide haben mich dabei unterstützt und geeignete Meditationen für mich herausgesucht. Durch die tägliche Meditation bin ich gut durch schwierige Situationen gekommen und konnte meinen Geist beruhigen. 

Und dann habe ich mich wieder an die 5 Tibeter erinnert, die ich vor Jahren schon gemacht habe. Diese 5 Yogaübungen mache ich seit etwa 2 Monaten täglich und durch sie habe ich wieder meine alte Beweglichkeit zurückerlangt. Durch die Operation am Oberschenkel war ich sehr eingeschränkt in meiner Beweglichkeit und nun kann ich sagen, dass ich fast wieder den alten Stand erreicht habe. 

IMG_8037Am 12.12. traf ich mich mit Nicola Peschke aus Gütersloh zum Schluß ihrer LearningJourney und wir tauschten uns über unsere Lernreisen aus.
2019 starten wir nun  gemeinsam mit einem neuen WOL Circle.

Bedanken möchte ich mich auch bei meinen Mitstreitern des WOL Circles, bei Holger Moller, Jürgen Olbricht, Julia Steininger und Dorit Schalansky. Ihr habt mich super nicht nur beim Lernen begleitet, sondern auch in der härtesten Zeit meines Leben. 

Mit Holger Moller, Jürgen Olbricht, Vera Püttmann und Jürgen Sapara geht es seit August weiter im WOL Mastermind Circle. Ich freue mich immer schon Tage vorher, wenn wir uns austauschen und erzählen, was wir in der Zwischenzeit schon gelernt und erreicht haben. 

Meine Lernreise für 2018

Meine Lernreise für 2018

Im letzten Jahr habe ich instinktiv meine Vereinszugehörigkeit zum BDVT gekündigt und die Verantwortung für die Region Westfalen abgegeben. Die Leitung einer Region ist viel ehrenamtliche Arbeit und durch den Weggang mir wichtiger Menschen, hat die Vereinigung für mich an Bedeutung verloren. Manchmal muss man sich von etwas Verabschieden, um Neues in Angriff nehmen zu können. Das ist ja auch beim Lernen so. Manchmal muss man erst einmal etwas Verlernen um Neues lernen zu können.

An die Stelle des BDVT´s ist mittlerweile das intrinsify Netzwerk getreten und seit Dez 2017 bin ich nun akkeditierte Prozessbegleiterin von unternehmensWert:Mensch.

Ich habe schon seit langem die INQA (Initiative neue Qualität der Arbeit) verfolgt. Was will INQA?

„Zukunft sichern, Arbeit gestalten“, lautet das Motto der Initiative Neue Qualität der Arbeit. Seit mehr als zehn Jahren setzt sich die Initiative für eine neue Qualität der Arbeit ein. Die entscheidende Frage dabei: Wie kann Arbeit für Unternehmen rentabel und für Beschäftigte gesund, motivierend und attraktiv gestaltet werden?“

Das Förderprogramm unternehmensWert:Mensch wird gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds. Das Programm ist inhaltlich verzahnt mit der Arbeit der INQA und steht im Kontext der Fachkräfte- Offensive der Bundesregierung.

Weiterlesen

Rückblick auf die Zukunft Personal 2017

Am 20.09.2017 war es mal wieder so weit. Wie in den letzten 3 Jahren hatten wir einen Stammtisch des BDVT Region Westfalen angesetzt und so ging es frühmorgens auf die Zukunft Personal nach Köln.

Mein Tag auf der Zukunft Personal

Blogger Lounge mit Start up Brunch

Erstmals habe ich meine Tochter mitgenommen, da sie sich gerade zwischen Schule und Studium befindet und daher freie Zeit hat. Sie hatte in der Schulzeit an einem Start up Teens Businessplan Wettbewerb teilgenommen und dort den 2. Platz der Wirtschaftsförderung Lippstadt gewonnen  und so zog es uns zu Beginn zum Start up Brunch und das Start up Village. Auch die Blogger Szene sollte sich in der Halle 2.1 treffen und so war ich gespannt, ob man Jemanden aus der HR Szene treffen würde.

In diesem Jahr war das Start up Village wirklich prominent aufgebaut und es machte Spaß beim Start up Battle zuzusehen.  Die Zuschauer konnten ihre Zustimmung zu den Kontrahenten durch rote und blaue Karten bekunden.

Ring frei für das Start up Battle

img_6766-2

70 % des Lernens geschieht heute „by doing“

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie in jedem Jahr besuchte ich auch den Stand der INQA (Initiative neue Qualität der Arbeit) und hörte einem sehr interessanten Vortrag von Rudolf Kast zum Thema: Learn, Share, Train, Cooperate – Lernen in digitalen Welten zu und ließ mich vom Praxisbeispiel der Firma Hans Grohe inspirieren, die einen Campus für Mitarbeiter initiiert habt, in dem die Mitarbeiter nicht nur virtuell sich weiterbilden können, sondern auch einen Lernort haben, um sich in Lerngruppen zu treffen.  Das vernetzte und soziale Lernen wird hier groß geschrieben. Weiterlesen

Die eigenen Werte bei der Arbeit leben

Die eigenen Werte bei der Arbeit leben

Wäre es nicht gut, wenn man seine eigenen Werte bei der Arbeit auch leben könnte. Wer sich mit dem Thema Gesundheit beschäftigt, der weiß, dass dies eine gute Prävention ist, wenn es um die Burnout- Prophylaxe geht.

Im Rahmen der Untersuchungen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) im Zusammenhang mit dem Thema Arbeit 4.0 ist auch eine Studie „Wertewelten Arbeit 4.0“ entstanden.

Im Rahmen der vorliegenden Studie „Wertewelten Arbeiten 4.0“ wurden 1.200 Personen (1.000 Erwerbspersonen, zwei Kontrollgruppen á 100 Personen) auf Basis des Mikrozensus von 2013 über ihre Vorstellungen zum Thema „Arbeit in Deutschland“ befragt. In kombiniert quantitativ-qualitativen Tiefeninterviews mit dem Interviewverfahren nextexpertizer wurde repräsentativ erhoben, wie die Befragten die heutige Arbeitswelt erleben und welche Arbeitswelt sie sich für die Zukunft wünschen.

Hier die 7 Wertewelten, die die nextpractice GmbH die in der Studie erkannt wurden:

  1. Sorgenfrei von der Arbeit leben können (25 – 30%)
  2. In einer starken Solidargemeinschaft arbeiten (10%)
  3. Den Wohlstand hart erarbeiten (10-15%)
  4. Engagiert Höchstleistungen erzielen (10-15%)
  5. Sich in der Arbeit selbst verwirklichen (10%)
  6. Balance zwischen Leben und Arbeit finden (10-15%)
  7. Sinn außerhalb seiner Arbeit suchen (10-15%)

Jeder, der genau wissen will, in welcher Wertewelt er arbeiten will, kann einen kleinen Selbsttest machen.

Bei mir kam raus:

Wertewelt 6: Balance zwischen Leben und Arbeiten finden. (49 %)
Wertewelt 5: Sich in der Arbeit selbst verwirklichen. (30 %)
Wertewelt 7: Sinn außerhalb seiner Arbeit suchen (21 %)

Weiterlesen

Über die Macht der Vernetzung in Unternehmen

Interessanter Einblick über Soziale Netzwerke im Unternehmen und deren Chancen und Risiken. Soziale Netzwerke verändern die Kultur im Unternehmen, wenn die Mächtigen es zulassen. Wer auf Soziale Vernetzung im Unternehmen gänzlich verzichtet, wird im Kampf um die Fach- und Führungskräfte der Generation Y und Z zu den Verlierern gehören.

https://www.youtube-nocookie.com/embed/e_94-CH6h-o?rel=0

In vielen Organisationen gibt es inzwischen ein Social Intranet. Weil man das so macht und weil gerade die jüngeren Mitarbeiter mit Social Media vertraut sind und diese Kommunikation schätzen und verlangen. Die wenigsten Mitarbeiter und noch weniger Manager aber haben verstanden, welche Machtverschiebung ein Social Intranet bedeuten kann und welches kreative Potential in der Vernetzung…

über Social Intranet: Die unterschätzte Macht der Vernetzung — Führung erfahren!

Arbeit4.0 in OWL

Schön war es gestern in Bielefeld- Einschlingen beim ersten #OWivent. Die Initiatoren Bärbel Röpke-Stieghorst, Thomas von Sehlen und Christina Zweigle haben sich zusammengetan und eine wunderbare Veranstaltung für OWL hervorgebracht. Im Open Space Format fand man schnell zusammen und tauschte sich zum Thema „Neue Arbeitswelt und Neue Führung“ aus. Die Geburtsstunde einer neuen Vernetzung rund um das Thema Arbeit4.0. Hier einige Impressionen des Tages.

Was sind individualisierte menschliche Gemeinschaften?

Was sind individualisierte menschliche Gemeinschaften?

In den letzten Wochen ist mir die Aussage von Gerald Hüther aufgefallen, dass die Zukunft den individualisierten menschlichen Gemeinschaften gehört und dabei ist mir wieder in den Sinn gekommen, dass es sich hier wohl um Gemeinschaften handelt, die wenn man an das Modell von Spiral Dynamics denkt, schon im „Sein“ (gelbe und türkise Ebene) angelangt sind.
Er erklärt, dass hier die Gemeinschaft die Mitglieder als Subjekte erkennt und ihnen hilft ihr Potential zu entfalten und ihre Arbeit sinnvoll in die Gemeinschaft einzubringen.

Die Zukunft gehört individualisierten menschlichen Gemeinschaften. Ihr kreatives und gestalterisches Potenzial lässt sich gegenwärtig nur erahnen. Es kommt immer dann zur Entfaltung, wenn unterschiedliche Menschen ihre verschiedenartigen Erfahrungen, ihr jeweiliges Wissen und Können innerhalb solcher Gemeinschaften teilen und zu einer gemeinsamen Kraft zusammenführen.     Gerald Hüther

Das ist genau das, was ich in meiner Netzwerkarbeit versuche. Jeder soll sich als Mensch mit seinen Fähigkeiten einbringen können und selbst „Aktiver“ werden. Er soll „Follower“ im Netzwerk für seine Projekte finden. Dazu braucht es eine dienende Führung, die nichts will, sondern schaut, was gerade möglich ist. Weiterlesen