Stop fixing the women! Für neue Normen und Werte im Job.

Ach ist das schön, einmal einen solchen Artikel zu lesen und dann noch von einem Mann. Endlich wird einmal festgestellt, dass zu viel männliches Verhalten in einem System, dem System schadet. Bisher gab es für starke Frauen eigentlich nur die Möglichkeit das System zu verlassen, auf Karriere zu verzichten oder aber die Spiele der Macht mitzuspielen.

Wer noch mehr über das Aussieben von Frauen (Mütter) lesen will, dem empfehle ich meinen Blog zum Thema Mehr weibliche Sichtweisen und Fähigkeiten im Unternehmen. https://den-wandel-gestalten.de/demografischer-wandel/muetter-management/

Digitale Tanzformation

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Eine meiner dringlichsten Forderungen in der Debatte um Gender Diversity lautet „Stop fixing the women!“. Was plakativ klingt, hat einen ernsten Hintergrund. Denn nach wie vor ist es üblich Frauen beibringen zu wollen, wie sie im (männlichen) System erfolgreich sein können. D.h. man trainiert Frauen Verhaltensweisen an, die sie dazu befähigen sollen sich gegen dominante Männer (und Frauen) durchzusetzen.

Das Problem dabei ist vielschichtig. Zum einen manifestieren wir auf diese Weise das System selbst, indem wir nicht seine Wirkungsweisen und Rahmenbedingungen in Frage stellen, sondern die Akteure im System als defizitär betrachten, wenn sie an Widerständen scheitern. Scheitern bedeutet in diesem Fall die vermeintliche Unfähigkeit in der Hierarchie nach oben zu kommen, sprich: Karriere zu machen.

Eingeschränktes Repertoire

Gleichzeitig fokussieren wir uns auf eine sehr begrenzte Anzahl an Eigenschaften und Fähigkeiten, die wir zu optimieren suchen. Wir schränken dadurch das Repertoire an menschlichen Verhaltensweisen im beruflichen Kontext extrem ein. Dadurch…

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Arbeit4.0 in OWL

Schön war es gestern in Bielefeld- Einschlingen beim ersten #OWivent. Die Initiatoren Bärbel Röpke-Stieghorst, Thomas von Sehlen und Christina Zweigle haben sich zusammengetan und eine wunderbare Veranstaltung für OWL hervorgebracht. Im Open Space Format fand man schnell zusammen und tauschte sich zum Thema „Neue Arbeitswelt und Neue Führung“ aus. Die Geburtsstunde einer neuen Vernetzung rund um das Thema Arbeit4.0. Hier einige Impressionen des Tages.

Leader haben Follower

Leader haben Follower

Ein Leader hat Anhänger oder wie man heute sagt: Follower. Vielleicht sind diese Follower auch Untergebenen, aber im Gegensatz zum autoritären System, gibst Du Kontrolle und Macht ab und Deine Anhänger folgen Dir freiwillig. Dies funktioniert also auch im Bereich ehrenamtlicher Arbeit und hier kann diese Art der Führung besonders gut gelernt werden.

Als Leader führt man, indem man die Herzen der Mitarbeiter gewinnt, indem man eine gemeinsame Vision aufbaut und in seiner Tätigkeit einen größeren Sinn erkennt.

Der Fokus liegt auf dem Menschen und nicht auf der Tätigkeit.

Wer als Boss groß rauskommt, wird irgendwann feststellen, dass seine Mitarbeiter ihm nur Theater vorspielen. Sie finden den Boss gar nicht so charismatisch und genial, sondern nur so lange, wie sie sich dadurch Vorteile versprechen. Systeme mit autoritären Strukturen funktionieren nur so lange gut, wie es extrinsische Motivationsmittel gibt.

Gesunde Führung arbeitet verstärkt mit dem Leadershipgedanken. Der Mensch ist von Natur aus arbeitswillig und will seinen Beitrag für etwas Großes leisten. Der Leader versteht es, dem Mitarbeiter den Sinn in seiner Tätigkeit zu erklären.

Wenn das nicht ausreicht, dann fragen Sie doch einmal den Mitarbeiter, was er braucht, um wieder gute Arbeit leisten zu können. Sie werden überrascht sein.
siehe die Power – Frage und warum sie Dir keiner stellt

Unternehmensmodelle im Wandel (11): Gemischte Teams bei „Traumferienwohnungen“

Arbeiten ohne Hierarchien, das funktioniert nicht nur im Start Up, sondern auch in größeren Firmen. Selbstorganisation im Team heißt das Zauberwort. Der Chef wird Coach und moderiert Prozesse. Schauen Sie selbst, wie das funktioniert.

Östermanns Blog

Bei der ARD Themenwoche Zukunft der Arbeit sind auch Beispiele von Unternehmen vorgestellt worden, die Hierarchie und Silos hinter sich lassen.

Ein Beitrag von Radio Bremen im Regionalmagazin „buten un binnen“ hat das Unternehmen „Traumferienwohnungen“ vorgestellt. Mit zunehmendem Wachstum sei das ehemalige Start-Up immer schwerfälliger geworden. Das habe sich sofort wieder geändert, als Marketing, Kundensupport und Vertrieb aufgelöst und in die Produktteams integriert worden seien. Ein „Team Zentrum“ behält das Große und Ganze im Blick.

Die Entscheidungen treffen die Mitarbeitenden mit direktem Kundenkontakt selbst. Der Ex-Chef versteht sich allein als Coach seiner Mitarbeitenden. Eine herausragende Rolle, scheint mir, kommt ihm als Coach jedoch immer noch zu.

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Leadership Kompetenz

In der neuesten Manager Seminare wird die provokative Frage aufgeworfen:

Führen hierzulande die Falschen?

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In deutschen Unternehmen wird häufig der befördert und später zum Chef, der Ahnung von der Sache hat. Menschen zu führen, haben diese Leute nicht gelernt und teilweise liegt es ihnen noch nicht einmal, da sie Zahlenmenschen sind. Ein guter Controller ist nicht unbedingt eine gute Führungskraft. Aber kann man Führung lernen? Oder lernt man Führung durch Erfahrung? Es gibt wohl die charismatischen Führer, die diese Fähigkeit schon in die Wiege gelegt bekommen haben bzw. die schon von Anfang an, gute Vorbilder hatten und schon von Hause aus, gut geführt wurden. Führung hat viel mit Empathie zu tun und mit dem Umgang mit Emotionen und dem Aufzeigen von Visionen. Weiterlesen