Lernen ohne Grenzen

Lernen ohne Grenzen

Es ist nun 1 1/2 Jahre her, als ich meinen ersten Working out loud (WOL) Circle durchlaufen habe. Damals wollte ich mich mit der Methode so tiefgreifend beschäftigen, dass ich sie selbst erklären und moderieren könnte. Ich lerne ja seit über 15 Jahren in Netzwerken und so interessierte ich mich dafür, weshalb diese Methode gerade jetzt so populär geworden ist. Vieles hängt daran, dass die Zeit einfach reif ist, sein Lernen in die eigene Hand zu nehmen. Die VUKA Welt ist so schnelllebig, dass betrieblichen Schulungen einfach nicht hinterher kommen und die verschiedenen Themen auch nicht mehr abdecken können. Bei mir kommt ja nun auch noch hinzu, dass ich gar nicht mehr in einem Betrieb arbeite und ich mich um meine Personalentwicklung also selbst kümmern muss. Lernen war für mich immer ein hohes Gut und ich möchte auch bis an mein Lebensende etwas hinzulernen können.

Nach dem zweiten WOL Circle stellen wir uns dann gemeinsam die Frage: Was nun? Schon mit meinem ersten WOL Circle bin ich weiter verbunden und wir treffen uns ca. 1 x im Monat zu einem virtuellen Treffen. Was sollte nun mit dem zweiten Circle werden und ist es sinnvoll einen dritten Circle zu machen. Was will ich eigentlich weiter lernen. Im zweiten Circle hatte ich mich damit beschäftigt, wie so ein Co Working Space funktioniert und ob man sich hier vielleicht gegenseitig, wie in einem Netzwerk gemeinsam weiterentwickeln kann. Ich bin zu dem Schluß gekommen, dass die meisten Co Working Spaces nicht so funktionieren und der Trend, dass große Firmen ganze Entwicklungsabteilungen in einen Co Working Space auslagern, diesem Gedanken entgegen stehen. Dies ist zwar immer schön für den Betreiber des Co Working Spaces, aber der Spirit des Co Working Spaces geht dabei verloren.

Aus dem letzten WOL Circle ist nun eine Freitagsrunde entstanden. Statt mich um einen Co Working Space zu kümmern, habe ich mich hier im virtuellen Co Learning Space von iRooms getroffen und überlegt, wie wir in Zukunft miteinander und voneinander lernen können.

 

Wir, das sind Nicola Peschke, Robert Vogel und Kathrin Gielsdorf und ich und wir
tüftelten auf iRooms nach einer Lösung, wie wir in Zukunft helfen können, über Grenzen hinweg lernen zu können. Die Grenzen sind dabei nicht nur räumliche Grenzen, da wir in einem virtuellen Raum zusammen arbeiten, sondern wir wollen auch hierarchische Grenzen, Altersgrenzen und Abteilungsgrenzen überwinden und möglichst in einer diversen Gruppe lernen. Das Lernen voneinander mit einem unterschiedlichen Background ist uns wichtig. Denn die Realität kann niemand gänzlich erfassen. Wir brauchen die unterschiedlichen Sichtweisen, um möglichst umfassend die Dinge zu beleuchten. Wir leben in einer VUKA Welt und unsere Antwort ist dafür Räume zu schaffen, in der man vernetzt, offen, partizipativ und agil lernen kann.

Walter Gropius hat vor 100 Jahren gesagt: „Willst Du die Kultur verändern, musst Du die Räume ändern.“

Dies ist mit iRooms möglich und so wurde aus dem virtuellen Co Working Space ein virtueller Co Learning Space. iRooms ist mittlerweile eine App, die man auf sein iPad oder iPhone laden kann und so kann man ortsunabhängig von überall gemeinsam lernen.

Und hier nun unsere Einladung:

Am 30.09.2019 möchten wir nun ein Experiment starten, um in einem größeren Rahmen und somit mehr Expertise voneinander und miteinander zu lernen.

Im Digital Business Lunch von 12:00 Uhr bis 13:30 Uhr zum Thema:

Wie können wir in Zukunft unternehmensintern gemeinsam mit dem Top Management in Richtung Kundenbedürfnisse lernen?

Moderiert wird die Veranstaltung von Robert Vogel und Kathrin Gielsdorf und sie wollen mit dem digitalen Format: „3 Fragen der Medusa“ dieser Frage auf den Grund gehen.

Wir wollen einen bunten Querschnitt von Mitarbeitern vieler Unternehmen in diesen Raum bringen und möglichst alle Hierarchiestufen mit einbinden.

Wenn Du dem Thema Lernen in Deinem Umfeld oder Deiner Organisation einen größeren Raum bieten möchtest, interessiert an anderen Erfahrungen und Perspektiven zum Thema „Lernen ohne Grenzen“ bist und Möglichkeiten des digitalen Lernens ausprobieren möchtest, dann melde Dich an mit diesem Link:

https://irooms-akademie.de/anmeldung-lernen-ohne-grenzen/

Wir sind gespannt, was wir gemeinsam Neues lernen!

 

 

Modern Denken mit dem Bauhaus

Modern Denken mit dem Bauhaus

Gerade bin ich von einem Kurztrip aus Dessau zurück. Was ich dort gesehen habe, hat mich zu diesem Artikel inspiriert.

In diesem Jahr feiern wir das 100. Jubiläum des Bauhaus #Bauhaus100, denn 1919 eröffnete Walter Gropius eine der bedeutendsten Schulen für Gestaltung, die bis heute Architekten Impulse gibt. Damals wollte man sich nach dem Ende des 1. Weltkriegs eine neue moderne Zukunft gestalten und gründete diese revolutionäre Ideenschule. Es war ein Experimentierraum in dem Kunst und Technik zusammen kommen sollten. Das Bauhaus war weltoffen und es kamen Künstler aus ganz Europa hier her. Die Zugangsvoraussetzungen waren aufgehoben und jeder begabte junge Mensch, sollte am Bauhaus in Weimar studieren können, unabhängig von Schulabschluss, Geschlecht oder Staatszugehörigkeit. Rund 150 bis 200 Studierende waren am Weimarer Bauhaus eingeschrieben, darunter je nach Semester 25 bis 50 Frauen und 17 bis 33 Prozent ausländische Studierende.

1925 wechselte das Bauhaus von Weimar nach Dessau und durch den Neubau eines Gebäudeensembles gelang die neue Einheit zwischen Kunst und Technik. Es gab neben dem Hochschultrakt , den Trakt mit den Werkstätten, einen Trakt mit der Aula und der Kantine, ein Trakt mit den Wohnappartements und einen Verbindungstrakt mit der Verwaltung, so dass Leben und Arbeiten an einem Ort stattfand. Die Meister (Professoren der Hochschule) wohnten als Community nur wenige Meter von der Hochschule entfernt, in den sogenannten Meisterhäusern.  Es ging hier nicht nur um theoretischen Input, sondern auch um die praktische Umsetzung und einen ganzheitlichen Lebensstil.

Gropius träumte davon eine eingeschworene Gemeinschaft, eine Community, zum Leben zu erwecken, um in die Gesellschaft zu wirken. Es ging darum die Welt neu zu denken und die Bedürfnisse und Lebenswirklichkeiten der Menschen besser zu befriedigen.

Walter Gropius soll gesagt haben:

Willst Du die Kultur ändern, musst Du die Räume ändern.

Deshalb schuf er Räume, die variable und möglichst leer waren, damit die Menschen sie mit Leben füllen können. Sie waren transparent, hell, minimalistisch möbliert und die Form der Dinge, wurde durch die Funktionalität bestimmt. Er verzichtete darauf, seinen Häusern und Möbeln eine verlogene bürgerliche Schauseite zu geben, es sollte möglichst schlicht und ohne Schnörkel sein.

Er holte die Künstler ins Bauhaus und machte sie zu Meister, statt zu Professoren. Sie sollten von ihrem Sockel geholt werden und eine soziale Verantwortung übernehmen und mit den Technikern eine Einheit bilden. Kunst und Technik – Hand in Hand – unterstützt durch die Stadt und die Wirtschaft.

Wie wäre es, wenn wir hier in Lippstadt, so einen Raum schaffen könnten, statt ein Innovationsquartier für die Hochschule und die Wirtschaft, eine Ideenschmiede um unsere gemeinsame Zukunft zu gestalten. Ein Ort an dem alle Disziplinen sich austauschen und gemeinsam zum Gestalter werden. Wie wollen wir in Zukunft leben? Wie kann unsere Stadt klimaneutral werden? Das ist eine Frage, die alle Altersgruppen und Schichten betrifft.

Deshalb ist das Bauhaus gerade heute wieder top aktuell, den Themen wie Interdisziplinarität, Globalisierung, Design Thinking, Arbeit und Leben an einem Ort,  der gesunde Mensch, Nachhaltigkeit, günstiger Wohnraum  stehen auch heute ganz oben auf der Agenda.

Obwohl Bauhausmöbel heute leider sehr teuer sind, gibt es genügend günstige Nachahmerprodukte des Bauhauses. So ist z.B. ein Billy Regal ein Bauhausdesign. Ikea hat den Bauhausgedanken bereits gut in ihrem Design übernommen, denn es geht um die Befriedigung des „Volksbedarfs und nicht um Luxusbedarf“, so der zweite Bauhausdirektor Hannes Meyer.

Von diesem Bauhausgedanken ist nun auch das städtebauliche Projekt der BUGA 2019 in Heilbronn inspiriert. Dort soll auf dem Bundesgartenschaugelände ein neuer lebendiger Stadtteil entstehen mit einem Lebensraum für bis zu 3500 Menschen. Hier soll es für alle Schichten und alle Altersgruppen neuen Lebensraum geben. Hier wird gerade die Stadt der Zukunft gebaut. Es ist die Stadt der kurzen Wege, der guten Freizeitmöglichkeiten und der grünen Innenhöfe und des bezahlbaren Wohnraums.

Für alle, die auch nach Dessau fahren wollen, um sich inspirieren zu lassen, empfehle ich die Jugendherberge in Dessau. Hier lebt der Bauhausgeist auf allen Fluren – familienfreundlich – kurze Wege zum Bauhausgeschehen, freundliches Personal, gutes Frühstück und super günstig. Hannes Meyer hätte seine Freude daran.

Wir haben am ersten Tag übrigens die 2 stündige Bauhausbauten – Radtour gemacht. Am zweiten Tag haben wir uns dann das Bauhaus mit Führung und die Meisterhäuser angeschaut. Sehenswert ist z.B. auch das Kornhaus, das direkt an der Elbe liegt und an dem man einen herrlichen Sonnenuntergang erleben kann.

Ab September eröffnet übrigens das neue Bauhausmuseum in Dessau. Das wird dann noch einmal ein Highlight für die Stadt.

Meine Lernreise für 2018

Meine Lernreise für 2018

Im letzten Jahr habe ich instinktiv meine Vereinszugehörigkeit zum BDVT gekündigt und die Verantwortung für die Region Westfalen abgegeben. Die Leitung einer Region ist viel ehrenamtliche Arbeit und durch den Weggang mir wichtiger Menschen, hat die Vereinigung für mich an Bedeutung verloren. Manchmal muss man sich von etwas Verabschieden, um Neues in Angriff nehmen zu können. Das ist ja auch beim Lernen so. Manchmal muss man erst einmal etwas Verlernen um Neues lernen zu können.

An die Stelle des BDVT´s ist mittlerweile das intrinsify Netzwerk getreten und seit Dez 2017 bin ich nun akkeditierte Prozessbegleiterin von unternehmensWert:Mensch.

Ich habe schon seit langem die INQA (Initiative neue Qualität der Arbeit) verfolgt. Was will INQA?

„Zukunft sichern, Arbeit gestalten“, lautet das Motto der Initiative Neue Qualität der Arbeit. Seit mehr als zehn Jahren setzt sich die Initiative für eine neue Qualität der Arbeit ein. Die entscheidende Frage dabei: Wie kann Arbeit für Unternehmen rentabel und für Beschäftigte gesund, motivierend und attraktiv gestaltet werden?“

Das Förderprogramm unternehmensWert:Mensch wird gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds. Das Programm ist inhaltlich verzahnt mit der Arbeit der INQA und steht im Kontext der Fachkräfte- Offensive der Bundesregierung.

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Wissen teilen mit OER

Seit 7 Wochen mache ich an einem Mooc (Massive Open Online Course) zum Thema Open Educational Ressources (OER) mit. Der BDVT will in diesem Jahr diese Bewegung unterstützen und bildet OER Fachexperten (Macher und Multiplikatoren in der Weiterbildung) aus. Die Ausbildung begann mit einer Kick-Off Veranstaltung in Paderborn bei der uns von Bruno Schmalen erläutert wurde, weshalb OER für uns Weiterbildner wichtig ist und weshalb wir uns intensiv damit beschäftigen sollten.

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Es geht darum Bildung frei zugänglich zu machen und auf diese Weise Wissen besser fließen zu lassen. Wissen soll nicht mehr elitär zur Verfügung stehen, also nur für den, der sich das leisten kann, sondern für eine große Masse an Bildungshungrigen. Bildung ist ein gutes Werkzeug um die Welt ein wenig besser zu machen. Aber was hat nun der Weiterbildner davon, wenn er sein Wissen kostenlos zur Verfügung stellt? Im Kurs werden viele Geschäftsmodelle erklärt und Erfolgsgeschichten erzählt. Dank neuer Möglichkeiten wie z.B. dem Crowdfunding, können solche Projekte auch finanziell zum Erfolg führen. Außerdem unterstützt auch das Bundesministerium für Bildung und Forschung das Projekt. Die Ausbildung zum OER Fachexperten ist z.B. kostenlos.

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OWIvent 2 – Das Neue lebt

OWIvent 2 – Das Neue lebt

Hier mein kleiner Rückblick auf das letzte OWIvent …

Am letzten Samstag, dem 08.07.2017 haben sich wieder 20 begeisterte Netzwerker zum Thema „New Work für OWL“ getroffen.

Unter dem Motto: OWIvent 2 – die Fortsetzung  luden die Veranstalter
Bärbel Röpke – Christina Zweigle – Thomas von Sehlen ein.

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Das Anliegen der Veranstalter ist es weiterhin … die Aktiven im Bereich Neue Arbeit in OstwestfalenLippe (OWL) zu vernetzen. So heißt es in der Einladung: Weiterlesen

Das BarCamp als Vernetzungsplattform

Das BarCamp als Vernetzungsplattform

Gerade komme ich vom Care Camp Köln wieder #CCK17 und bin noch voll im Twitter- Rausch. Es ist mittlerweile das dritte BarCamp, das ich besucht habe und so langsam, komme ich mit diesem Format auch in meine Komfortzone. Dieses Mal hat es wirklich Spaß gemacht, auf Twitter zu verfolgen, was gerade abgeht und was ich gerade verpasse. Trotzdem hat man noch mit den anderen Teilnehmern gesprochen und hat auch die Twitterer regelrecht in den Pausen aufgesucht, um mit Ihnen auch Face-to-Face ins Gespräch zu kommen. Für alle die sagen, Twittern ist etwas für Hipster und außerdem Zeitverschwendung, den muss ich nun sagen:

Twittern ist  Prozessbegleitung, Stimmungsabfrage, Wissensweitergabe, Dokumentation und Vernetzungsmedium. 

Auf dem BarCamp habe ich spontan auch eine Session angeboten und zwar ging es um mein Lieblingsthema „Netzwerkentwicklung“. Der genaue Wortlaut meiner Session hieß:

4 Tipps für den erfolgreichen Netzwerkaufbau .

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Vielfalt auf dem Barcamp Bonn

Vielfalt auf dem Barcamp Bonn

Am Wochenende (10.03.-11.03.) habe ich das Barcamp in Bonn besucht, das in diesem Jahr im Posttower stattfand. Der erste Tag stand unter dem Motto „Bonn bewegen“ und hier wurden alle Themen rund um die Mobilität, Digitalisierung und Vernetzung diskutiert.

Die Deutsche Post DHL stellte nicht nur ihre Postdrone aus und lud zur Session „Motivation und Herausforderung von DPDHL zur Produktion von E-Fahrzeugen“ ein, sondern nahm auch mit etlichen Mitarbeitern teil, die man sonst nur aus der postinternen Yammer- Gruppe kennt. Das Netzwerken in den Pausen und am Abend auf dem Partyschiff, war für alle ein wichtiger Bestandteil der Veranstaltung. Weiterlesen