Oase des Wandels werden

Oase des Wandels werden

In meinem Wandel.Team haben wir schon oft darüber gesprochen, dass Veränderung auch durch Impulse entstehen kann und dass es Oasen des Wandels braucht. Nun habe ich eine Website gefunden, die genau für solche Pioniere eine Heimat gibt. Ein Netzwerk der Wandelbewegung.

„Global denken, aber lokal handeln“ bringt uns weiter, wenn wir an die große Veränderungen in der Welt denken.

Mit den Menschen in meinem sozialen Umfeld, mit meiner Nachbarschaft, meiner Region, meinem Land. In einem solchen Resonanzraum werden sich Ideen zu bodenständigen Projekten entwickeln, können Herzen sprechen, Seelen das Vertrauen gewinnen, ihre Gefühle zu zeigen und Grenzen konkret überschritten und aufgelöst werden.  Zitat: http://www.ökoligenta.de

Hier einige Herausforderungen des bevorstehenden Wandels:

  • Ortskerne durch solidarisches Miteinander wiederbeleben
  • Umstellung der Energieversorgung auf nachwachsende Rohstoffe
  • Entwicklung einer ökologischen und nachhaltigen Raumordnung und Landwirtschaft
  • Wiederherstellung einer intakten, natürlichen Umwelt
  • Aufbau eines unabhängigen, natürlichen Wasserhaushaltes
  • Restaurierung bestehender Bausubstanz unter den Gesichtspunkten biologischer Architektur
  • Die Grundlagen der Versorgung so dezentral wie möglich gestalten
  • Eine moderne Schule der Potenialentfaltung, in der Kinder Selbstverantwortung und Selbstbestimmung lernen
  • Ganzheitliche Gesundheitsbildung, Gesundheits-Fürsorge und ernährungsbasierte Prävention von Zivilisationserkrankungen
  • Schaffung von Kreislaufwirtschafts-Systemen aufgrund nachwachsender Rohstoffe aus der Region und der Förderung lokalem Handwerks und ökologisch ausgerichteten Betrieben, die regionale Rohstoffe weiterverarbeiten
  • Etablierung einer politischen Kultur der bürgerlichen Mitbestimmung
  • Stärkung und Förderung kreativer Kräfte und kultureller Vielfalt                     Zitat: http://www.ökoligenta.de 

Am 12.01. wurde das Klimabündnis auf dem Neujahrsempfang der Stadt Lippstadt offiziell vorgestellt.

Im letzten Jahr habe ich die Entstehung des Klimanetzwerkes Lippstadt begleitet und möchte mich in diesem Jahr auch beim Klimabündnis der Stadt Lippstadt einbringen und einen solchen Ort des Wandels mit begleiten.

Am Anfang steht für mich die gemeinsame Vision und die Gespräche über gemeinsame Werte, dann geht es um die gemeinsamen Projekte.

Mein Vorbild für eine grüne Stadt ist dabei Ljubljana, die grüne Hauptstadt Europas 2016.

Ich bin gespannt, was auf dem Weg zum Ziel alles geschieht und bin bereit für Überraschungen.

 

Meine Vision – die Grüne Null

Meine Vision – die Grüne Null

Heute ist wohl ein guter Tag für eine Vision für ein gutes Leben in der Zukunft.
Gestern wurde der Green Deal für Europa von der EU Kommissionschefin Ursula von der Leyen mit der Vision von einer Mondlandung verglichen.

Aber wie entsteht eine Vision?

Bei dieser Frage muss ich immer an Onkel Franz denken, er erzählte mir begeistert, wie er als Förster die Vision hatte, einen Garten mit einer Blumenwiese zu haben,  auf der die unterschiedlichsten Bäume stehen. Er hatte eine genaue Vorstellung davon und als ich mich umsah, sah ich was er erschaffen hat. Er hatte in seinem Leben von den exotischsten Orten Baumsamen und Stecklinge nach Hause gebracht und zwischen den Bäumen, hat sich eine wilde Löwenzahnwiese ausgebreitet.

Seine Vision ist Wirklichkeit geworden.

Es gibt viele Methoden die man einsetzen kann, um mit einer Belegschaft oder Gemeinschaft eine Vision zu entwickeln, z.B. Appreciative Inquiry,  Theorie U oder Zukunftsmanagement nach Pero Micic

Wir befinden uns gerade in der größten Krise der Menschheit. Wenn wir weiter so leben wie bisher, dann wird es den Menschen bald nicht mehr geben. Viele Arten werden vor uns ausgestorben sein, aber auch für uns Menschen, wird der Planet Erde immer lebensfeindlicher. Wir haben es in der Hand, ob wir nun unser System ändern und uns demütig zeigen. Wir können unsere ganze Energie in den Schutz unserer Erde investieren und brauchen dafür eine positive Vision für dieses neue Leben. Es ist ein System Change.

Bild von Flickr – Social Gabe

Der Mensch muss sich als Organismus verstehen, der von anderen Organismen abhängig ist. Wenn wir unsere Umwelt zerstören, zerstören wir uns selbst. Auch sind wir verantwortlich für die Welt, auf der wir leben. Es geht nicht, dass wir auf Kosten des globalen Südens leben, denn die Folgen kommen immer wieder zu uns im Globalen Norden zurück. Im Jahr 2019 liegt  Deutschland auf Platz 3 der weltweiten Wetterextreme.

Es darf nicht sein, dass uns Geld korrumpiert, denn Geld ist nicht das, was ein Leben lebenswert macht. Geld muss Mittel zum Zweck bleiben und darf nicht Selbstzweck werden. Mehr hierzu in meinem Artikel „Macht Geld Sinn?“

Der Dalai Lama wurde mal gefragt, was ihn am meisten überraschst; er sagte:

„Der Mensch,
denn er opfert seine Gesundheit, um Geld zu machen.
Dann opfert er sein Geld, um seine Gesundheit wieder zu erlangen.
Und dann ist er so ängstlich wegen der Zukunft,
dass er die Gegenwart nicht genießt;
das Resultat ist, dass er nicht in der Gegenwart lebt;
er lebt, als würde er nie sterben,
und dann stirbt er und hat nie wirklich gelebt.“

Viele Menschen merken erst sehr spät, dass Geld nicht alles ist und zwar dann, wenn sie eine schwere Krankheit bekommen und dann in einem Krankensystem landen, dass nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten geführt wird. Wenn ein Krankengespräch in 10 Minuteneinheiten und das Pflegen von Menschen im Zeittakt abgerechnet wird. Wenn man Liebe braucht, um gesund zu werden und man sich als Produkt in einer Gesundheitsfabrik wiederfindet. Auch wer sich gute Medizin und einen Platz im besten Krankenhaus leisten kann, wird die negativen Auswirkungen des schlechten Systems merken können, denn es werden Dienstleistungen erbracht, die nicht immer im Sinne des Patienten sind, sondern positive Auswirkungen für das Budget des Krankenhauses haben.

Wir wissen doch eigentlich was wir brauchen um gesund zu bleiben, darum handeln wir nicht danach?

Aber auch unser Schulsystem und die Erziehung von Kindern wird so gemanagt. Wir Eltern haben immer weniger Zeit für uns und unsere Kinder und fühlen uns mit unseren Sorgen allein gelassen. Statt jedes Kind als Individuum mit Stärken und Schwächen wahrzunehmen, versuchen wir es als Objekt zu managen und fördern Dinge, die das Kind im Moment gar nicht braucht. Kinder müssen schon sehr früh funktionieren, damit sie das System nicht stören.

Ein afrikanisches Sprichwort sagt:

Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf.

Genau hier müssen wir wieder zurückkommen, wir brauchen Strukturen, in denen wir uns wieder für ein starkes Wir verantwortlich fühlen und in dem wir gemeinschaftlich an einer Vision arbeiten. Das kann ein Straßenzug sein, in der wir wohnen oder das Quartier in dem wir leben oder halt ein starkes Europa oder die Erde auf der wir leben. Dies zeigt eindrücklich die Nachricht aus dem All von Alexander Gerst mit seiner Nachricht an die noch nicht geborenen Enkelkinder.

Wir sollten davon wegkommen, unserer Umgebung zu zeigen, was wir uns alles leisten können, sondern gemeinsam an unserer guten Zukunft arbeiten. Ich denke, es mangelt nicht an Geld, sondern an einer gemeinsamen Vision für ein gutes Leben.

Dabei sind die Potentiale aller Menschen wichtig. Gerade diejenigen, die heutzutage denken, sie hätten nicht viel einzubringen, werden an Bedeutung gewinnen. Die Arbeit im sozialen Bereich ist für die Gemeinschaft viel wertvoller, als die Arbeit im und am Geldsystem oder in der Automobilindustrie.

Wir werden den großen Change nur schaffen, wenn wir uns vernetzen und zusammen kooperieren. Es ist also auch eine Veränderung weg von konkurrierenden Systemen, hin zu kooperierenden Systemen. Denn Kooperationen brauchen weniger Ressourcen und die neuen Geschäftsmodelle der Plattformökonomie, erleichtern uns die Möglichkeit zu kooperieren.

Gute Kooperationen sind meist als Netzwerk aufgebaut, da sie so wesentlich schneller auf Umweltanforderungen reagieren können. Hierarchische Systeme werden in Zukunft immer weniger erfolgreich sein.
Heutzutage reden wir hier von agilen Unternehmen, die andere Spielregeln und Werte haben, als das alte hierarchische Betriebssystem.

Bildquelle: Tanja Föhr

In Zukunft brauchen wir also mehr Vernetzung.

Stellt Euch vor, wie z.B. im Energiesektor einzelne Photovoltaikanlagen sich vernetzen und so zusammen mit Windkraft, Biomasse und Geothermie für eine dezentrale Versorgung sorgen. Wir wären unabhängig von mächtigen Energieversorgern.

Die Landwirtschaft wird sich umstellen müssen und braucht unsere Unterstützung dabei. Wenn wir weniger Fleisch essen und mehr Obst und Gemüse, wenn es weniger Schädlingsbekämpfung geben soll, dann brauchen wir Verbraucher, die sich anpassen und neu darüber nachdenken, welchen Wert die Arbeit der Landwirte für uns hat. Sie sind es, die CO2 in unseren Böden speichern, indem sie z.B. Grünpflanzen anpflanzen und später als Gründünger verwenden. Hier liegt ein großes Potential, dass wir bereit sein sollten zu bezahlen.

Wie könnten unsere Städte aussehen, wenn wir so wie in Holland viel mehr Fahrrad fahren würden. Es könnte Gewohnheit werden, sich tagsüber viel mehr zu bewegen und somit auch gesünder zu leben.

Wir könnten von heut auf morgen viele Fahrten zur Arbeit durch Homeoffice ersetzen, indem wir unsere Unternehmenskultur verändern. Reine Anwesenheit dürfte dann nicht über den Arbeitsergebnisse stehen. Dann müsste man sich aber mit der Arbeitsleistung mehr auseinandersetzen. Die meisten Arbeiten kann man genauso gut zu Hause erledigen, aber die Chefs müssten dafür ihren Führungsstil überdenken und andere Kriterien entwickeln.

Unsere Vision von der Grünen Null im Jahr 2050, muss hier Antriebsmotor sein.Wenn wir eine Vision haben, dann können wir unsere Mission daraus ableiten.

Hier ein schöner Film darüber, wie so etwas ausschauen kann.

Vielleicht werden wir ja auch dank der Digitalisierung in Zukunft gar nicht mehr so viel arbeiten müssen und machen es so wie es Frithjof ­Bergmann unter dem Namen „New Work“ beschreibt. Er unterscheidet zwischen Lohnarbeit, selbständiger Arbeit und Arbeit für die Gemeinschaft. Die einzelnen Bereiche sollten jeweils 1/3 der Arbeit ausmachen. Wenn ich also zu Hause ein Kind erziehe,  Angehörige pflege oder ein Ehrenamt ausübe, dann noch ein Buch schreibe, einen Garten zur Selbstversorgung bewirtschafte oder nebenberuflich selbständig bin, bleibt noch ein Teilzeitjob als Angestellte, um das Geld für den Lebensunterhalt zu verdienen. Wenn das Jeder machen würde, dann hätte Jeder Zeit, sich im Gemeinwesen einzubringen und Zeit für Dinge, die man wirklich, wirklich machen will. Wir hätten vielleicht weniger Geld, wären aber glücklicher und selbstbestimmter.

Es ist Zeit über unsere Visionen für die Zukunft zu reden und gemeinsam zu visionären und zu träumen. Wie wollen wir in 10 Jahren leben? Wie retten wir die Welt. Momentan läuft ein Film mit dem Titel:

2040: Wir retten die Welt

Ein schöner Film für die ganze Familie zwischen den Jahren. Diskutieren Sie gemeinsam mit ihrer Familie, wie es sein könnte, wenn alles anders ist. Was ist wesentlich für ein gutes Leben und worauf kann man gut verzichten.

Erinnerungen an den Fall der Berliner Mauer zum 30. Jahrestag!

Erinnerungen an den Fall der Berliner Mauer zum 30. Jahrestag!

Im November 1989 war ich im zentralen Briefeingangsamt für Berlin, Postamt Berlin 11,  in Kreuzberg beschäftigt. Mein Ausblick auf den Anhalter Bahnhof war eher trostlos, obwohl man am Horizont den Berliner Reichstag sehen konnte.

Blick auf den Anhalter Bahnhof bis zum Reichstaggebäude. Dazwischen ist der Potsdamer Platz, den es damals in dieser Form noch nicht gab.

Blick auf den Anhalter Bahnhof bis zum Reichstaggebäude. Dazwischen ist der Potsdamer Platz, den es damals in dieser Form noch nicht gab.

Eine Trabbischlange vor dem Deutschlandhaus.

Eine Trabbischlange vor dem Deutschlandhaus.

Erst am 11.11. 1989 nahm ich mit meiner Kamera die Berliner Veränderungen auf. Die Grenzöffnung am 09.11. nachts habe ich komplett verschlafen und am 10.11. wurde ich auf meiner Fahrt zur Arbeit von den vielen Trabbis überrascht. Statt 45 min brauchte ich 2 Stunden nach Kreuzberg. Der 11.11. war ein herrlicher Tag und nach getaner Arbeit zog ich los. Zuerst zum Checkpoint Charly. Weiterlesen

Lernen ohne Grenzen

Lernen ohne Grenzen

Es ist nun 1 1/2 Jahre her, als ich meinen ersten Working out loud (WOL) Circle durchlaufen habe. Damals wollte ich mich mit der Methode so tiefgreifend beschäftigen, dass ich sie selbst erklären und moderieren könnte. Ich lerne ja seit über 15 Jahren in Netzwerken und so interessierte ich mich dafür, weshalb diese Methode gerade jetzt so populär geworden ist. Vieles hängt daran, dass die Zeit einfach reif ist, sein Lernen in die eigene Hand zu nehmen. Die VUKA Welt ist so schnelllebig, dass betrieblichen Schulungen einfach nicht hinterher kommen und die verschiedenen Themen auch nicht mehr abdecken können. Bei mir kommt ja nun auch noch hinzu, dass ich gar nicht mehr in einem Betrieb arbeite und ich mich um meine Personalentwicklung also selbst kümmern muss. Lernen war für mich immer ein hohes Gut und ich möchte auch bis an mein Lebensende etwas hinzulernen können.

Nach dem zweiten WOL Circle stellen wir uns dann gemeinsam die Frage: Was nun? Schon mit meinem ersten WOL Circle bin ich weiter verbunden und wir treffen uns ca. 1 x im Monat zu einem virtuellen Treffen. Was sollte nun mit dem zweiten Circle werden und ist es sinnvoll einen dritten Circle zu machen. Was will ich eigentlich weiter lernen. Im zweiten Circle hatte ich mich damit beschäftigt, wie so ein Co Working Space funktioniert und ob man sich hier vielleicht gegenseitig, wie in einem Netzwerk gemeinsam weiterentwickeln kann. Ich bin zu dem Schluß gekommen, dass die meisten Co Working Spaces nicht so funktionieren und der Trend, dass große Firmen ganze Entwicklungsabteilungen in einen Co Working Space auslagern, diesem Gedanken entgegen stehen. Dies ist zwar immer schön für den Betreiber des Co Working Spaces, aber der Spirit des Co Working Spaces geht dabei verloren.

Aus dem letzten WOL Circle ist nun eine Freitagsrunde entstanden. Statt mich um einen Co Working Space zu kümmern, habe ich mich hier im virtuellen Co Learning Space von iRooms getroffen und überlegt, wie wir in Zukunft miteinander und voneinander lernen können.

 

Wir, das sind Nicola Peschke, Robert Vogel und Kathrin Gielsdorf und ich und wir
tüftelten auf iRooms nach einer Lösung, wie wir in Zukunft helfen können, über Grenzen hinweg lernen zu können. Die Grenzen sind dabei nicht nur räumliche Grenzen, da wir in einem virtuellen Raum zusammen arbeiten, sondern wir wollen auch hierarchische Grenzen, Altersgrenzen und Abteilungsgrenzen überwinden und möglichst in einer diversen Gruppe lernen. Das Lernen voneinander mit einem unterschiedlichen Background ist uns wichtig. Denn die Realität kann niemand gänzlich erfassen. Wir brauchen die unterschiedlichen Sichtweisen, um möglichst umfassend die Dinge zu beleuchten. Wir leben in einer VUKA Welt und unsere Antwort ist dafür Räume zu schaffen, in der man vernetzt, offen, partizipativ und agil lernen kann.

Walter Gropius hat vor 100 Jahren gesagt: „Willst Du die Kultur verändern, musst Du die Räume ändern.“

Dies ist mit iRooms möglich und so wurde aus dem virtuellen Co Working Space ein virtueller Co Learning Space. iRooms ist mittlerweile eine App, die man auf sein iPad oder iPhone laden kann und so kann man ortsunabhängig von überall gemeinsam lernen.

Und hier nun unsere Einladung:

Am 30.09.2019 möchten wir nun ein Experiment starten, um in einem größeren Rahmen und somit mehr Expertise voneinander und miteinander zu lernen.

Im Digital Business Lunch von 12:00 Uhr bis 13:30 Uhr zum Thema:

Wie können wir in Zukunft unternehmensintern gemeinsam mit dem Top Management in Richtung Kundenbedürfnisse lernen?

Moderiert wird die Veranstaltung von Robert Vogel und Kathrin Gielsdorf und sie wollen mit dem digitalen Format: „3 Fragen der Medusa“ dieser Frage auf den Grund gehen.

Wir wollen einen bunten Querschnitt von Mitarbeitern vieler Unternehmen in diesen Raum bringen und möglichst alle Hierarchiestufen mit einbinden.

Wenn Du dem Thema Lernen in Deinem Umfeld oder Deiner Organisation einen größeren Raum bieten möchtest, interessiert an anderen Erfahrungen und Perspektiven zum Thema „Lernen ohne Grenzen“ bist und Möglichkeiten des digitalen Lernens ausprobieren möchtest, dann melde Dich an mit diesem Link:

https://irooms-akademie.de/anmeldung-lernen-ohne-grenzen/

Wir sind gespannt, was wir gemeinsam Neues lernen!

 

 

Wandelgang über „Klimanotstand in Lippstadt“

Wandelgang über „Klimanotstand in Lippstadt“

Einladung zum Wandelgang für Klimaaktivisten

Ich stelle Ihnen meinen Wandelgang in Lippstadt vor und gemeinsam überlegen wir, was wir in Lippstadt hinsichtlich des Klimawandels verändern können und wollen.

In Lippstadt wurde im Juni 2019 der Klimanotstand ausgerufen. Im Juli haben wir die heißesten Tage seit der Klimaaufzeichnung auch in Lippstadt erlebt. Viele Bürger fragen sich, wie kann man persönlich etwas dagegen tun und was muss die Politik nun tun. Wir brauchen Gesprächsplattformen, um gemeinsam neue Ideen zu generieren.

Ich habe mir z.B. in Kopenhagen, als ich meine Tochter von ihrem Auslandssemester abgeholt habe, das Fahrradwegesystem angeschaut. Wie kommt es, dass in einer Stadt, in der es im Winter viel mehr Schneetage gibt als bei uns, so viele Menschen konsequent auf das Fahrrad umsteigen. Hier wird z.B. nicht der Schnee von der Straße auf den Fahrradweg geschippt, sondern vom Fahrradweg auf die Straße. Denn es fahren mittlerweile viel mehr Fahrräder als Autos. Die Fahrradwege sind voll, obwohl sie doppelt so breit wie bei uns sind. Unsere Stadt ist prädestiniert für eine Ausrichtung als Fahrradstadt. Wir haben keine Steigungen (außer einiger Unterführungen) und auch im Winter kann man die Schneetage an einer Hand abzählen. Aber trotzdem gibt es Menschen, die in Lippstadt mit dem Auto zum Bäcker fahren oder zur Fitnessbude. Es gibt sehr wenig Regentage. Ich konnte z.B. 2 Monate von März bis Mai täglich mit dem Rad fahren und wurde nur 1 x richtig nass.

Im letzten Jahr habe ich meinen Spaziergang an der Lippe mit einem Lernpfad zur persönlichen Krisenbewältigung, dem Lippstädter Wandelgang, verbunden. Es gibt auf der Strecke 13 Stationen, um die persönliche Krise zu bewältigen.

Meine Idee ist es nun, diesen Spaziergang mit einigen Aktivisten der Klimabewegung zu gehen und gemeinsam zu reflektieren, welche Stationen uns beim Lippstädter Klimanotstand helfen können und wie wir gemeinsam etwas in die Wege leiten können.

Hier noch einmal die Stationen zur Erinnerung:

  1. Ist Zustand feststellen
  2. Pegelstand der Krise benennen
  3. Was sind die Baustellen?
  4. Was will mir das Leben sagen
  5. Von der Natur lernen
  6. Entspannen und Meditieren
  7. Was macht mich glücklich? Was ist mein Wozu?
  8. Was wollen wir vom Alten bewahren?
  9. Die Zukunft erträumen – Visualisieren
  10. Energie schöpfen
  11. Mut tut gut – Neues Lernen
  12. Negative Gedanken loslassen
  13. Dem Leben eine neue Richtung geben

Wer also Lust auf einen Spaziergang mit 13 Stationen an der Lippe hat (4 Stunden einplanen), der kann sich gerne bei mir melden. Sobald ich genügend Interessenten zusammen habe, werde ich eine Doodleabfrage starten, so dass wir einen geeigneten Wandertag finden. Anmeldungen bitte an info@den-wandel-gestalten.de mit dem Betreff: „Wandelgang über Klimanotstand in Lippstadt“.

Nur gemeinsam können wir den Wandel gestalten.

Veränderung braucht neben Mut und einer Vision auch eine starke Gruppe – eine Gemeinschaft – als Wandlungsmedium.

Deshalb: Lassen Sie uns ein Klima- Netzwerk starten.

 

Klimanotstand auch in Lippstadt

Klimanotstand auch in Lippstadt

Gestern wurde auch in Lippstadt der Klimanotstand ausgesprochen.

Die Erklärung des Klimanotstands (englisch „Climate Emergency“) ist ein Beschluss von Parlamenten (also der Legislative) oder Verwaltungen (die Exekutive), mit dem sie feststellen, dass es eine Klimakrise gibt und dass die bisher ergriffenen Maßnahmen nicht ausreichen, diese zu begrenzen.[1] Es geht somit um den Umgang mit der menschengemachten globalen Erwärmung („Klimawandel“). Mit dem Beschluss werden Regierung und Verwaltungen beauftragt, Maßnahmen auszuarbeiten, die über den derzeitigen Stand hinausgehen und versprechen, die menschengemachte globale Erwärmung aufzuhalten. Die Erklärung kann auf unterschiedlichen Ebenen erfolgen (national, kommunal usw.) und hinsichtlich Tiefe oder Details ihrer Vorgaben verschieden sein.[2] Der Begriff Klimanotstand bezeichnet nicht nur förmliche Beschlüsse, sondern als Sammelbegriff auch weitere Aktionen zur Bekämpfung des Klimawandels. Das soll sie bündeln und rechtfertigen. Durch die Einführung und den Gebrauch des Begriffs „Notstand“ in diesem Zusammenhang wird diesen Maßnahmen höchste, nicht aufschiebbare Priorität zugeschrieben.[1][3] Der Klimanotstand wurde auch als Ausdruck der Volkssouveränität interpretiert: Er wird zwar von oben ausgerufen, würde aber von unten eingefordert.[4]

Zitat: Wikipedia

Ich war überrascht, denn es gibt immer noch Leugner der Klimakrise, die behaupten die Klimakrise sei nicht vom Menschen gemacht. Außerdem hätte Deutschland nur einen sehr geringen Anteil und es würde dem Planeten gar nichts bringen, wenn die Deutschen nun auf Wachstum verzichten würde.

Hierzu ist zu sagen, dass 97-98% der Klimaforscher sich einig sind, dass der Mensch für diese Klimakrise verantwortlich ist. Deutschland hat sich im Pariser Klimaabkommen 2015 verpflichtet bis 2050 den CO 2 Ausstoß auf eine Emission von 0 Null zu reduzieren, damit das Klimaziel + 2 ° nicht überschritten wird. Wir hinken bereits unseren eigenen Plänen hinterher. Wir müssten aber das Vorbild sein, damit auch andere Länder nicht in den  Bemühungen aufgeben. Wir müssen zeigen, dass es geht.

Was heißt hier eigentlich Krise?

Unter einer Krise versteht man eine Entscheidung, einen Wendepunkt, eine Gefahr, Not und Unsicherheit. Es kann aber auch eine Chance und Gelegenheit sein.

Wesentliche Elemente einer Krise sind:

  • die Unterbrechung der Normalität
  • erzeugt Chaos und Orientierungslosigkeit
  • das Auseinanderklaffen von Problemen und Bewältigungsstrategien
  • bedingt Umorientierung und tiefe Auseinandersetzung mit sich selbst
  • sind von hoher Emotionalität geprägt
  • verfügen über hohe Dringlichkeit
  • lassen grundsätzliche Sinnfragen aufkommen
  • lösen Veränderungen aus.

Was ist zu tun in der Krise:

  1. Analyse
    Wie steht es genau um das Klima?
    Was können wir aus dem Lernen, was bisher geschah?
  2. Entscheidungen treffen?
    Was wollen wir sein, denken, fühlen, tun?
  3. Handlungsfähigkeit wieder herstellen und
    ein Bild der Zukunft kreieren,
    kommunizieren,
    Ressourcen bereitstellen,
    zu einer lernenden Gesellschaft werden.

 

Was können wir sofort  als normale Bürger tun?

  1. Achten Sie darauf, welcher Bank sie Ihr Geld anvertrauen. Geben Sie keiner Bank ihr Geld, die in Unternehmen investieren, die immer noch nicht begriffen haben, dass wir aus den fossilen Energien aussteigen müssen. Hierzu möchte ich auch nochmals auf meinen Artikel „Macht Geld Sinn?“ verweisen.
  2. Wir müssen unser Reiseverhalten hinterfragen. Kreuzfahrten und Flugreisen sollten die Ausnahme sein.
  3. Wer auf Plastik verzichtet, nützt auch dem Klima, denn die Produktion und Verbrennung von Plastik ist bereits ein extremer Klimakiller.
  4. Weniger Fleisch zu essen, hilft dem Klima, denn 70 Prozent der direkten Treibhausgasemissionen unserer Ernährung sind auf tierische Produkte zurückzuführen. Würden wir unseren Fleischkonsum reduzieren, dann bräuchte in Südamerika nicht so viel Soja angebaut werden und Wälder gerodet werden.
  5. Wir müssen nicht alles selbst besitzen, wenn man sich Dinge auch leihen kann und wir brauchen auch nicht jede Fast Fashion Mode mitmachen, wenn der Kleiderschrank mit qualitativ hochwertigen Kleidern gefüllt ist.
  6. Wir können die richtige Suchmaschine benutzen, die mit der man Bäume pflanzen kann – „Ecosia“
  7. In den letzten 30 Jahren sind wir dem falschen System (amerikanischen Kapitalismus) hinterhergejagt. Es ging immer nur um das Haben wollen. Glücklich gemacht hat es uns nicht, sondern häufig sogar krank. Wir haben nur eine Welt und die sollten wir nicht ausbeuten, sondern erhalten.
    Gedanken zum Wachstum

Deshalb besteht auch in dieser Krise eine Chance?

Wer verzichten lernt, der erkennt wieder den Wert von freier Zeit, von einer guten Gesundheit, von einfachen Essen, von lebendiger Natur, von guten Beziehungen und gemeinsamen Aktivitäten.

Eine Aktivität könnte sein: Lippstadt fit zu machen für eine Zukunft ohne Emission. Hierfür brauchen wir eine Diskussion über die Notwendigkeit dieser Anstrengungen und ein positives Bild der Zukunft.

  • Wie werden wir leben, wenn wir wieder mehr Fahrrad fahren, vom Auto wo immer es möglich ist, auf den Zug umsteigen und es vielleicht nur noch 25 % der Autos gibt.
  • Wie werden wir wohnen, wenn wir alte Häuser abreißen, da ein Neubau günstiger ist als die energetische Sanierung und dann auf ein gemeinsames Wohnen z.B. in Genossenschaftlichen Bau- Vereinen setzen. Hier kann man Flächen einsparen, die man gemeinsam nutzt und Wohnen wird auch wieder bezahlbar und vielleicht auch für ältere Menschen wieder sicherer und lebenswerter.
  • Wie werden wir arbeiten und lernen, wenn wir nicht mehr pendeln, sondern im Home-Office arbeiten, auf Video-Konferenztechnik setzen oder gemeinsam in Co Working und Co Learning Spaces arbeiten und lernen.
  • Wie viel Geld brauchen wir wirklich, um gut zu leben und wie finanzieren wir gemeinsam die regenerative Energie, die wir brauchen und wie speichern wir sie.
  • Wie werden wir als Kommune unabhängig und frei von mächtigen Unternehmen, die nur unser Geld wollen.

 

Auf jeden Fall brauchen wir ein Wir- Gefühl – wir Lippstädter – damit wir unsere  Zukunft gemeinsam gestalten.

Lippstadt ist Vorreiter, wenn es um den Naturschutz geht. Nun können wir zeigen, was noch alles möglich ist, wenn eine ganze Stadt an einem Strang zieht.

Von der Natur lernen am Beispiel der Lippe in Lippstadt

 

Co Learning Community oder CoWorking Space

Co Learning Community oder CoWorking Space

Als Großgruppenmoderatorin habe ich gelernt, wie wichtig die Location ist, für den Erfolg einer Veranstaltung und wie belebend eine gute Metapher für den Workshoperfolg sein kann. Ich habe mir immer den Raum vor einer Veranstaltung angeschaut und habe ihn auf mich wirken lassen und mir überlegt, was darin möglich ist. Wie kann das Setting sein. Wo stehen mir Säulen im Weg oder wie sind die Lichtverhältnisse am besten.

Als Kind wollte ich Innenarchitektin werden, da ich schon damals Freude daran hatte, Räume zu gestalten und Räume auf mich wirken zu lassen.

Anfang des Jahres habe ich mich in einem WOL Circle intensiv mit dem Thema Co Working Space beschäftigt und viele Co Working Spaces besucht und dann ist mir aufgefallen: „Es liegt nicht am Raum, sondern an der Haltung der Menschen, die in diesem Raum arbeiten.“ Wir brauchen eine Arbeitskultur in der Wissen fließen kann, damit die Räume auch richtig genutzt werden und mit Leben erfüllt sind.

Ich schaffe es auch in einem Virtuellen Raum gut zusammen zu arbeiten und fühle mich in einer Community geborgen.

Hier erst einmal eine kleine Bildergalerie der Räume, die ich besucht habe.

Seit Anfang des Jahres arbeite ich mit meinem letzten WOL Circle im iRoom, einem Virtuellen Co Working Space und wir haben nach unserem gemeinsamen WOL Circle vereinbart, dass wir gemeinsam weiter lernen wollen und die Tools und Räume ausprobieren und reflektieren wollen.

Denn es kommt beim Arbeiten nicht auf die Location an, sondern auf die Menschen die dort arbeiten, auf die Community.
Das und noch viel mehr geht auch im iRoom der Firma Unternehmen mit Zukunft GmbH.

Ich bin Pionier im Experimentierfeld der iRooms und berichte hier gerne über meine Erfahrungen.