Klimanotstand auch in Lippstadt

Klimanotstand auch in Lippstadt

Gestern wurde auch in Lippstadt der Klimanotstand ausgesprochen.

Die Erklärung des Klimanotstands (englisch „Climate Emergency“) ist ein Beschluss von Parlamenten (also der Legislative) oder Verwaltungen (die Exekutive), mit dem sie feststellen, dass es eine Klimakrise gibt und dass die bisher ergriffenen Maßnahmen nicht ausreichen, diese zu begrenzen.[1] Es geht somit um den Umgang mit der menschengemachten globalen Erwärmung („Klimawandel“). Mit dem Beschluss werden Regierung und Verwaltungen beauftragt, Maßnahmen auszuarbeiten, die über den derzeitigen Stand hinausgehen und versprechen, die menschengemachte globale Erwärmung aufzuhalten. Die Erklärung kann auf unterschiedlichen Ebenen erfolgen (national, kommunal usw.) und hinsichtlich Tiefe oder Details ihrer Vorgaben verschieden sein.[2] Der Begriff Klimanotstand bezeichnet nicht nur förmliche Beschlüsse, sondern als Sammelbegriff auch weitere Aktionen zur Bekämpfung des Klimawandels. Das soll sie bündeln und rechtfertigen. Durch die Einführung und den Gebrauch des Begriffs „Notstand“ in diesem Zusammenhang wird diesen Maßnahmen höchste, nicht aufschiebbare Priorität zugeschrieben.[1][3] Der Klimanotstand wurde auch als Ausdruck der Volkssouveränität interpretiert: Er wird zwar von oben ausgerufen, würde aber von unten eingefordert.[4]

Zitat: Wikipedia

Ich war überrascht, denn es gibt immer noch Leugner der Klimakrise, die behaupten die Klimakrise sei nicht vom Menschen gemacht. Außerdem hätte Deutschland nur einen sehr geringen Anteil und es würde dem Planeten gar nichts bringen, wenn die Deutschen nun auf Wachstum verzichten würde.

Hierzu ist zu sagen, dass 97-98% der Klimaforscher sich einig sind, dass der Mensch für diese Klimakrise verantwortlich ist. Deutschland hat sich im Pariser Klimaabkommen 2015 verpflichtet bis 2050 den CO 2 Ausstoß auf eine Emission von 0 Null zu reduzieren, damit das Klimaziel + 2 ° nicht überschritten wird. Wir hinken bereits unseren eigenen Plänen hinterher. Wir müssten aber das Vorbild sein, damit auch andere Länder nicht in den  Bemühungen aufgeben. Wir müssen zeigen, dass es geht.

Was heißt hier eigentlich Krise?

Unter einer Krise versteht man eine Entscheidung, einen Wendepunkt, eine Gefahr, Not und Unsicherheit. Es kann aber auch eine Chance und Gelegenheit sein.

Wesentliche Elemente einer Krise sind:

  • die Unterbrechung der Normalität
  • erzeugt Chaos und Orientierungslosigkeit
  • das Auseinanderklaffen von Problemen und Bewältigungsstrategien
  • bedingt Umorientierung und tiefe Auseinandersetzung mit sich selbst
  • sind von hoher Emotionalität geprägt
  • verfügen über hohe Dringlichkeit
  • lassen grundsätzliche Sinnfragen aufkommen
  • lösen Veränderungen aus.

Was ist zu tun in der Krise:

  1. Analyse
    Wie steht es genau um das Klima?
    Was können wir aus dem Lernen, was bisher geschah?
  2. Entscheidungen treffen?
    Was wollen wir sein, denken, fühlen, tun?
  3. Handlungsfähigkeit wieder herstellen und
    ein Bild der Zukunft kreieren,
    kommunizieren,
    Ressourcen bereitstellen,
    zu einer lernenden Gesellschaft werden.

 

Was können wir sofort  als normale Bürger tun?

  1. Achten Sie darauf, welcher Bank sie Ihr Geld anvertrauen. Geben Sie keiner Bank ihr Geld, die in Unternehmen investieren, die immer noch nicht begriffen haben, dass wir aus den fossilen Energien aussteigen müssen. Hierzu möchte ich auch nochmals auf meinen Artikel „Macht Geld Sinn?“ verweisen.
  2. Wir müssen unser Reiseverhalten hinterfragen. Kreuzfahrten und Flugreisen sollten die Ausnahme sein.
  3. Wer auf Plastik verzichtet, nützt auch dem Klima, denn die Produktion und Verbrennung von Plastik ist bereits ein extremer Klimakiller.
  4. Weniger Fleisch zu essen, hilft dem Klima, denn 70 Prozent der direkten Treibhausgasemissionen unserer Ernährung sind auf tierische Produkte zurückzuführen. Würden wir unseren Fleischkonsum reduzieren, dann bräuchte in Südamerika nicht so viel Soja angebaut werden und Wälder gerodet werden.
  5. Wir müssen nicht alles selbst besitzen, wenn man sich Dinge auch leihen kann und wir brauchen auch nicht jede Fast Fashion Mode mitmachen, wenn der Kleiderschrank mit qualitativ hochwertigen Kleidern gefüllt ist.
  6. Wir können die richtige Suchmaschine benutzen, die mit der man Bäume pflanzen kann – „Ecosia“
  7. In den letzten 30 Jahren sind wir dem falschen System (amerikanischen Kapitalismus) hinterhergejagt. Es ging immer nur um das Haben wollen. Glücklich gemacht hat es uns nicht, sondern häufig sogar krank. Wir haben nur eine Welt und die sollten wir nicht ausbeuten, sondern erhalten.
    Gedanken zum Wachstum

Deshalb besteht auch in dieser Krise eine Chance?

Wer verzichten lernt, der erkennt wieder den Wert von freier Zeit, von einer guten Gesundheit, von einfachen Essen, von lebendiger Natur, von guten Beziehungen und gemeinsamen Aktivitäten.

Eine Aktivität könnte sein: Lippstadt fit zu machen für eine Zukunft ohne Emission. Hierfür brauchen wir eine Diskussion über die Notwendigkeit dieser Anstrengungen und ein positives Bild der Zukunft.

  • Wie werden wir leben, wenn wir wieder mehr Fahrrad fahren, vom Auto wo immer es möglich ist, auf den Zug umsteigen und es vielleicht nur noch 25 % der Autos gibt.
  • Wie werden wir wohnen, wenn wir alte Häuser abreißen, da ein Neubau günstiger ist als die energetische Sanierung und dann auf ein gemeinsames Wohnen z.B. in Genossenschaftlichen Bau- Vereinen setzen. Hier kann man Flächen einsparen, die man gemeinsam nutzt und Wohnen wird auch wieder bezahlbar und vielleicht auch für ältere Menschen wieder sicherer und lebenswerter.
  • Wie werden wir arbeiten und lernen, wenn wir nicht mehr pendeln, sondern im Home-Office arbeiten, auf Video-Konferenztechnik setzen oder gemeinsam in Co Working und Co Learning Spaces arbeiten und lernen.
  • Wie viel Geld brauchen wir wirklich, um gut zu leben und wie finanzieren wir gemeinsam die regenerative Energie, die wir brauchen und wie speichern wir sie.
  • Wie werden wir als Kommune unabhängig und frei von mächtigen Unternehmen, die nur unser Geld wollen.

 

Auf jeden Fall brauchen wir ein Wir- Gefühl – wir Lippstädter – damit wir unsere  Zukunft gemeinsam gestalten.

Lippstadt ist Vorreiter, wenn es um den Naturschutz geht. Nun können wir zeigen, was noch alles möglich ist, wenn eine ganze Stadt an einem Strang zieht.

Von der Natur lernen am Beispiel der Lippe in Lippstadt

 

Co Learning Community oder CoWorking Space

Co Learning Community oder CoWorking Space

Als Großgruppenmoderatorin habe ich gelernt, wie wichtig die Location ist, für den Erfolg einer Veranstaltung und wie belebend eine gute Metapher für den Workshoperfolg sein kann. Ich habe mir immer den Raum vor einer Veranstaltung angeschaut und habe ihn auf mich wirken lassen und mir überlegt, was darin möglich ist. Wie kann das Setting sein. Wo stehen mir Säulen im Weg oder wie sind die Lichtverhältnisse am besten.

Als Kind wollte ich Innenarchitektin werden, da ich schon damals Freude daran hatte, Räume zu gestalten und Räume auf mich wirken zu lassen.

Anfang des Jahres habe ich mich in einem WOL Circle intensiv mit dem Thema Co Working Space beschäftigt und viele Co Working Spaces besucht und dann ist mir aufgefallen: „Es liegt nicht am Raum, sondern an der Haltung der Menschen, die in diesem Raum arbeiten.“ Wir brauchen eine Arbeitskultur in der Wissen fließen kann, damit die Räume auch richtig genutzt werden und mit Leben erfüllt sind.

Ich schaffe es auch in einem Virtuellen Raum gut zusammen zu arbeiten und fühle mich in einer Community geborgen.

Hier erst einmal eine kleine Bildergalerie der Räume, die ich besucht habe.

Seit Anfang des Jahres arbeite ich mit meinem letzten WOL Circle im iRoom, einem Virtuellen Co Working Space und wir haben nach unserem gemeinsamen WOL Circle vereinbart, dass wir gemeinsam weiter lernen wollen und die Tools und Räume ausprobieren und reflektieren wollen.

Denn es kommt beim Arbeiten nicht auf die Location an, sondern auf die Menschen die dort arbeiten, auf die Community.
Das und noch viel mehr geht auch im iRoom der Firma Unternehmen mit Zukunft GmbH.

Ich bin Pionier im Experimentierfeld der iRooms und berichte hier gerne über meine Erfahrungen.

 

Von der Natur lernen am Beispiel der Lippe

Von der Natur lernen am Beispiel der Lippe

Heute stehen wir vor einer der größten Herausforderungen der Menschheit. Wir müssen unser Verhalten und die Einstellungen ändern, damit der Klimawandel die Erde nicht zu einem für Menschen lebensfeindlichen Raum macht. Diese Krise enthält eine enorme Chance für die Menschheit, denn wenn wir es als Weltbevölkerung schaffen, mit dieser Krise umzugehen und einen Wendepunkt herbeiführen können, dann wäre das eine beachtliche Leistung. Die Welt wäre dann wahrscheinlich eine kooperativere und nachhaltigere Welt und die Gemeinschaft hätte einen hohen Stellenwert. Es gäbe vielleicht nicht mehr den BiP (Bruttoinlandsprodukt) um die Leistungen der Länder vergleichbar zu machen, sondern so etwas wie ein Wohlstandsmesser, der auch die Gesundheit, die Bildung, die Gemeinschaft und das Engagement, die Umwelt, die Sicherheit und die Zufriedenheit der Bürger misst.

Die Jugend macht es uns schon mal mit dem Fridays for Future vor, indem sie in 100 Ländern gleichzeitig für eine gemeinsame Sache auf die Straße geht. Unterstützt werden sie von 20.000 Wissenschaftlern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz und auch Parents for Future stehen den Schülern zur Seite. Die GLS Bank hat eine Peer-to-Peer Plattform eingerichtet, auf die man einzahlen kann, damit Schüler ihre Bußgelder, nicht selbst zahlen müssen, wenn sie für die gemeinsame Sache demonstrieren. Es sind schon 25.502 € zusammen gekommen.

So viele Menschen wollen die Energiewende, damit die Natur sich wieder erholen kann, wenn jeder seinen Anteil bringt, müsste es doch möglich sein.

Diejenigen, die das nicht wollen, denken vielleicht, die schlimmen Folgen nicht mehr zu erleben oder haben keine Vorstellung davon, wie die Natur sich wieder reparieren könnte. Sie bezweifeln einfach mal, dass die Krise vom Menschen selbst verursacht wurde. Für diejenigen, denen die Phantasie fehlt, schreibe ich diesen Artikel.

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Ich lebe seit Anfang 1990 in Lippstadt und habe nun fast 30 Jahre Lipperenaturierung mitbekommen.  Was in der Zwischenzeit gelungen ist, ist phantastisch. mehr Infos

In diesem Jahr ist die Lippe zum Fluss des Jahres 2018/2019 geworden und heute Abend kommt ein Naturfilm im WDR, der zeigt, was alles möglich geworden ist.

Die Lippe ist mit 220 km der längste Fluss in NRW und insgesamt wird die Renaturierung bis zu 300 Millionen € kosten, die das Land trägt. Aber wie man sieht, lohnt sich die Investition.

Es gibt viele Metaphern, die rund um die Lippe hergestellt werden können,

da macht man sich z.B.

  • auf, zu neuen Ufern
  • der Fluß verbindet
  • von der Natur lernen
  • alles fließt
  • Alles im Fluß
  • zurück zur Natur
  • gemeinsam an der Lippe

Ich habe bereits Outdoortrainings auf der Lippe gemacht, um Teams zu formen und auch für die Persönlichkeitsentwicklung kann man den Fluß sehr gut als Metapher heranziehen. Der Fluß ist für mich Energiequelle geworden. Sein rauschen begleitet mich Tag und Nacht.

Wir brauchen mehr „Lippe Bekenntnisse“, so wie dieses. Die Lippe kann begeistern.

Wenn Menschen eine gemeinsame Vision haben, dann ist vieles möglich. Uns fehlt nur die motivierende Vision eines Zusammenlebens, in der die Menschen gut versorgt sind und glücklich miteinander lebt. Der Kapitalismus ist so wie der Kommunismus gescheitert. Wir sollten vielleicht mehr von der Hirnforschung lernen, wenn es um die Bewältigung dieser Krise geht. Wo ist die Vision von der künftigen Welt auf der wir ohne Kriege leben werden. In der wir die Ressourcen gemeinsam schonen und nachhaltig wirtschaften, in der wir alle mit weniger glücklicher leben können. Wenn wir es schaffen, gemeinsam diese Vision zu entwickeln, dann schaffen wir auch den Weg aus der Krise.

Lasst Euch heute Abend vom Naturfilm inspirieren. Wer an der Lippe wohnt, braucht nicht mehr ins Ausland zu fahren, um Natur zu erleben. Wir haben einen Schatz in Lippstadt, der sich jedes Jahr noch vergrößert, dadurch dass seltene Vögel, Fische und Pflanzen wieder zur Lippe kommen. Im letzten Jahr habe ich einen Eisvogel in Lippstadt gesehen. Biber, Störche und Graureiher sind auch schon wieder hier.

Wer Lust hat einen Spaziergang in Lippstadt an der Lippe zu machen, dem empfehle ich meinen Wandelgang. Die Digiwalk App hilft bei der Navigation und die 12 Stationen sind gleichzeitig eine Reise zu sich selbst. Natur, Kunst, Sehenswürdigkeiten und Meditation  laden zur Reflexion ein. Viel Spaß in Lippstadt an der Lippe.

https://www.digiwalk.de/walks/wandelgang-lippstadt/de

 

Glücklich arbeiten

Glücklich arbeiten

Schon seit Jahren beschäftige ich mich auch mit der Frage, wann macht arbeiten Spaß und wie können wir Rahmenbedingungen schaffen, damit ich gesund und glücklich bleibe bei der Arbeit. Gibt es vielleicht Tricks, wie man mit schwierigen Situationen umgeht, oder wie man sich selbst immer wieder motivieren kann. Wie man mit Niederlagen umgeht? Wie man resilient wird?

Hier eine kleine Auswahl mit den Themen, die mich dabei beschäftigt haben.

Glücklich arbeiten

Nachdem ich im letzten Jahr eine Krebserkrankung verarbeiten musste,  ist dieses Thema wieder in den Vordergrund getreten. Ich konnte mir nicht mehr vorstellen, an meinen alten Arbeitsplatz zurückkehren zu müssen und fing an mir vorzustellen, wie ich künftig arbeiten will. Es sollte ein Raum sein, in dem ich Menschen treffe, die sich gegenseitig in der Weiterentwicklung unterstützen.

Als Netzwerkentwicklerin aus Leidenschaft geht es mir darum, Menschen zusammenzubringen, die eine positive Beziehung aufbauen wollen und optimistisch an Probleme herangehen und Lösungen gemeinsam finden. Dabei kann jeder natürlich sein eigenes Ziel vor Augen haben, aber es muss ein größeres, gemeinsames Ziel geben, dass wir als Gemeinschaft erreichen wollen.

Bei meinem ersten Working out loud Circle habe ich solche Menschen kennen gelernt und in meinem zweiten Circle ist es wieder so. So ein Raum kann also auch virtuell sein. Bei meinem zweiten WOL Circle gibt es einen iRoom, wir haben also das Gefühl, dass wir 6  wirklich in einen Raum arbeiten.

Was braucht man um glücklich zu arbeiten.

1. Gemeinschaft

2. Freiheit

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Brainstorming mit Bärbel Röpke- Steighorst und Rainer Pivit von Lust auf Zukunft

Ich denke, um glücklich zu sein, brauche ich andere Menschen und am besten eine Gemeinschaft mit gemeinsamen Werten. Es ist nicht so, dass ich mich in der Gemeinschaft unterordnen muss und unfrei bin, sondern die Gemeinschaft hilft mir, mein Potential zu entfalten. So beschreibt es Gerald Hüther auch in seinem neuen Buch: Wie Träume wahr werden.

Hier ein inspirierendes Video zum Thema Glücklich arbeiten mit Maike van den Boom:

Hier mein Mindmap zum Video:

Mindmap Glücklich arbeiten

Momentan arbeite ich an einem Konzept für einen Co Working Raum in Lippstadt. Wer sich vorstellen kann, mit mir diesen Co Working Raum zu gestalten, den lade ich gerne dazu ein. Es geht mir dabei vor allem darum, wie können wir eine Gemeinschaft werden, die sich gegenseitig unterstützt und glücklich miteinander arbeitet.

 

Geschafft! 12 Wochen Working out loud

Geschafft! 12 Wochen Working out loud

Mein WOLCircle

Am 25.05. war es soweit. Wir haben unseren 12- wöchigen WOL Circle abgeschlossen und werden in neuer Konstellation weiter machen im WOL Plus Circle.

Wir, das sind Twitter – Liste

Dorit Schalansky, Jürgen Olbricht, Holger Moller, Julia Steininger und ich.

Working out loud ist eine Methode mit der man

1. Beziehungen pflegt
2. im Netz sichtbar wird
3. Wissen teilt
4. miteinander wächst und sich
5. zielgerichtet weiterentwickelt.

Hier ein Artikel von ManagerSeminare von Sylvia Lipkowski, die sich intensiv mit dieser Methode auseinander gesetzt hat.

Holger Moller hat die einzelnen Wochen aus seiner Sicht beschrieben und erklärt die Aufgaben, die in jeder Woche gemacht werden sollen. mehr

Ich habe mich für die einzelnen Session immer mit Hilfe des öffentlichen virtuellen WOL Circle vorbereitet und so sind mir die 5 Teilnehmer (Karlheinz Pape, Harald Schirmer, Antje Röwe, Dr. Winfried Felder und Simon Dückert) dieses Circle auch irgendwie ans Herz gewachsen.

Mein Ziel war es die Methode kennen zu lernen und sie zukünftig auch in meiner Netzwerkarbeit anwenden zu können. In meinen Lernnetzwerken, die vor allem persönlich stattfinden, haben die Teilnehmer häufig Schwierigkeiten mit den Sozialen Netzwerken und wissen nicht so recht, was es ihnen bringen soll, hier sichtbar zu werden.

Fazit für mich:

In einer sehr schwierigen Phase meines Lebens, hat mir Working out loud sehr geholfen, wieder eine Struktur zu bekommen und auch die berufliche Perspektive nie aus den Augen zu verlieren. Vor allem die Übungen aus der Woche 5 unter dem Motto: Mach es persönlich mit der Übung „50 Fakten über Dich“ und die Woche 7 unter dem Motto: Sei zielgerichtet mit der Übung „Ein Brief von einem zukünftigen Ich“ sind mir sehr unter die Haut gegangen.

Dazu muss man wissen, dass ich am 08. Januar diesen Jahres einen bösartigen Weichteilsarkom am Oberschenkel entfernt bekommen habe und mich seither in einer Sandwichtherapie mit Chemotherapie, Strahlentherapie und nun wieder Chemotherapie befinde. Wenn man sich mit einer solchen Krankheit auseinander setzen muss, dann ist es besonders herausfordernd, einen Brief aus der Zukunft (5 Jahresspanne) an sich selbst zu schreiben. Wenn man es aber geschafft hat, dann ist das schon etwas völlig Emotionales. Ich gehe fest davon aus, dass ich mein Ziel erreichen werde.

Auch wenn ich momentan krank bin, konnte ich diese Zeit für mich nutzen und mich weiterentwickeln.

Ich freue mich, dass es nun in anderer Form weitergeht und zwar im WOLplus Circle .

Holger Moller hat sich ein Konzept überlegt, dass auf unseren Erfahrungen aufbaut und nun geht es darum, die Methode weiter anzuwenden und sich im kleinen Kreis weiter zu unterstützen und gemeinsam weiter zu wachsen.

New Work Women

Die Sichtweise von Frauen auf die Arbeitswelt hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Männliche Spielregeln werden nicht nur von Frauen, sondern zunehmend auch von Männern hinterfragt und als sinnlos bzw. wenig zielführend erkannt. Hier sind zum Beispiel die Präsenzpflicht am Arbeitsplatz zu nennen oder auch das „Ober sticht Unter“. Frauen ist diese Haltung überwiegend fremd. Ihnen geht es nicht um Hierarchien, sondern um die Sache. Die Spiele der Macht, mögen Frauen häufig nicht mitspielen und verlassen lieber das Spielfeld, als die Energie in Machtkämpfen zu erschöpfen.

Die Digitalisierung verändert gerade die Wirtschaft und die Gesellschaft. Herausforderungen sind so komplex, dass wir nicht mehr auf das Wissen von 50 % der Arbeitskräfte verzichten können. Weibliche Sichtweisen sind gefragt. Das sieht man gerade auch auf Konferenzen rund um das Thema New Work und Digitalisierung.

Frauen, die die Arbeitswelt gestalten wollen, vereinigen sich gerade in einem neuen Netzwerk – New Work Women.

Gemeinsam gestalten wir die Zukunft der Arbeit

Die Initiatoren Nadine Nobile und Sven Franken habe ich auf den Veranstaltungen von Intrinsify kennen gelernt und ihr ersten Projekte die „Augenhöhe Filme“ mit verfolgt.
Mittlerweile sind sie gefragte Experten für den Bereich New Work und haben die Initiative New Work Women gestartet.

Sie wollen visionäre Gestalterinnen der neuen Arbeitswelt sichtbar machen. Hierfür gibt es einen täglichen Impuls einer dieser Frauen.

Heute wurde mein Impuls veröffentlicht:

Ich freue mich, dass ich dabei sein darf. Gemeinsam gestalten wir die Zukunft der Arbeit!

 

10 inspirierende You Tube Videos

In unserem WOL Circle für die Woche 9 haben wir die Aufgabe bekommen einen Beitrag zu entwickeln zu den Top Ten, um die Arbeit von anderen Menschen anzuerkennen. Beim Austausch über unsere Top Ten ist uns die Idee gekommen, dass jeder ein anderes Medium für seine Top Ten nimmt. Meine Top Ten sollen hier inspiriende You Tube Videos sein. Es gibt Menschen, denen ich auf You Tube ziemlich hartnäckig folge. Vor 12 Jahren fing das an mit Erik Händeler und seinem Buch: „Die Geschichte der Zukunft“. Ihm folgte ich noch von Veranstaltung zu Veranstaltung. Ich habe ihn bestimmt 5 mal live gesehen. Er war einer der ersten, der den Kulturwandel bei der Arbeit vorhergesagt hat. Hier ein schönes Video dazu.

1. Arbeit der Zukunft – Gedanken tanken – Eric Händeler (2013)
Gedanken aus „Die Geschichte der Zukunft“

 

Danach lernte ich Gerald Hüther kennen, auch ihn habe ich schon 2 mal bei einer Veranstaltung gesehen. Bei ihm habe ich gelernt, wie man erfolgreich lernt und warum man manchmal nichts lernt, obwohl man sich anstrengt.

2. Wie Lernen am besten gelingt – Prof Dr. Gerald Hüther (2012)

 

Da ich mich schon früh für Kooperationen und Netzwerke interessiert habe, folgte ich Prof. Dr. Peter Kruse auf You Tube. Er redet zwar ziemlich schnell, aber seine Erklärungen und Voraussagen, fand ich schon immer sehr spannend. Hier ein schönes Beispiel:

3. Dr. Peter Kruse im Deutschen Bundestag zu einigen grundsätzlichen Haltungsänderungen (2010)

 

Ich habe mich schon immer auch für Philosophie interessiert und nach dem Sinn des Lebens gefragt und da kam ich irgendwann an Richard David Precht nicht vorbei. So wie Gerald Hüther setzt er sich für ein neues Lernen ein und will die Schule verändern, hinterfragt aber auch die Art wie wir leben und wie Gesellschaft und Wirtschaft funktioniert. Durch die Digitalisierung wird sich einiges verändern. Hier ein schönes Interview, in dem er auch über das bedingungslose Grundeinkommen spricht.

4. Das Bedingungslose Grundeinkommen – Richard David Precht (2014)

 

In meiner Freizeit fahre ich gerne Fahrrad und bin in der Natur. Ich habe schon vor 10 Jahren angefangen, von der Natur zu lernen. Die Natur kann uns zahlreiche Inspirationen geben und so fand ich die Videos über das geheime Leben der Bäume sehr spannend. Bäume sind soziale Wesen und kommunizieren über das Internet des Waldes miteinander. Wie das funktioniert? Hier mein Geheimtipp Nr. 5.

5. Peter Wohlleben – Das geheime Leben der Bäume (2015)


Zurück zu den Menschen und ihrer Sehnsucht nach einer neuen Arbeitskultur. In den letzten 10 Jahren hat sich hier wirklich viel getan und wir merken nun, dass sogar die Politik die Veränderung herbeiführen will. Einer der großen Vordenker ist für mich hier

6. Frédéric Laloux über die Sehnsucht nach einer anderen Art von Arbeit (2015)

 

Wenn es um technische Details der Digitalisierung geht und über die Anforderungen an den Menschen, dann erklärt mir das sehr gut Dr. Gunter Dueck. Ich mag seinen Humor und seine Ironie. Er hat sogar einen eigenen You Tube Kanal. Hier ein Video, dass den Menschen 4.0 erklärt

7. Wie sieht der Mensch 4.0 aus?: Keynote Dr. Gunter Dueck | ZVEI (2016)

 

Wie soll jetzt diese enorme Veränderung eingeleitet werden. Wenn ich das richtig verstanden habe, brauchen wir eine Experimentierwiese und viele Menschen müssen viel lernen und erst einmal richtig viel verlernen, bevor sie etwas Neues lernen. Wie schwer es ist, etwas zu verlernen, zeigt dieses Video sehr schön.

8. The Backwards Brain Bicycle – Smarter Every Day 

 

Ich habe vor 15 Jahren gelernt, wie schnell man Geld verlieren kann und angefangen zu hinterfragen, was eigentlich Geld und Geldprodukte sind und ob wir wirklich so viel Geld brauchen, wie wir denken. Macht! Geld! Sinn? Vom Haben zum Sein – das ist ein neuer Lebensstil, der mich auch sehr anspricht.

9. Der postmaterielle Lebensstil – Haben oder Sein – Minimalismus und Kooperation (2018)


und zum Abschluss ein Vorschlag von Holger Moller aus meinem WOL Circle:

10. Hirschhausen: Das Pinguin-Prinzip…(2010)


Übrigens: Mein Element ist das Netzwerken.

Meine Kollegen vom WOL Circle waren ebenfalls fleissig. Hier ihre Tipps:

Meine Top 10 inspirierende Bücher von Jürgen Ulbricht

Holger Moller’s Top Ten (genauer gesagt: auch 11) Trends zu Corporate Learning auf Twitter und in seinem Blog

Julia Steininger hat eine Liste von inspirierenden Podcasts erstellt,  Dorit Schalansky hat gemischte Medien und Themen aufgelistet.