Erinnerungen an den Fall der Berliner Mauer zum 30. Jahrestag!

Erinnerungen an den Fall der Berliner Mauer zum 30. Jahrestag!

Im November 1989 war ich im zentralen Briefeingangsamt für Berlin, Postamt Berlin 11,  in Kreuzberg beschäftigt. Mein Ausblick auf den Anhalter Bahnhof war eher trostlos, obwohl man am Horizont den Berliner Reichstag sehen konnte.

Blick auf den Anhalter Bahnhof bis zum Reichstaggebäude. Dazwischen ist der Potsdamer Platz, den es damals in dieser Form noch nicht gab.

Blick auf den Anhalter Bahnhof bis zum Reichstaggebäude. Dazwischen ist der Potsdamer Platz, den es damals in dieser Form noch nicht gab.

Eine Trabbischlange vor dem Deutschlandhaus.

Eine Trabbischlange vor dem Deutschlandhaus.

Erst am 11.11. 1989 nahm ich mit meiner Kamera die Berliner Veränderungen auf. Die Grenzöffnung am 09.11. nachts habe ich komplett verschlafen und am 10.11. wurde ich auf meiner Fahrt zur Arbeit von den vielen Trabbis überrascht. Statt 45 min brauchte ich 2 Stunden nach Kreuzberg. Der 11.11. war ein herrlicher Tag und nach getaner Arbeit zog ich los. Zuerst zum Checkpoint Charly. Weiterlesen

Was ist eigentlich Liberating Structure?

Was ist eigentlich Liberating Structure?

Seit einigen Jahren begegnet mir immer wieder der Begriff Liberating Structure (Befreiende Strukturen) und ich frage mich dann, was sich dahinter versteckt. Es handelt sich um eine Methodensammlung, zu der zum Beispiel auch Open Space und die Fish Bowl gehört. Methoden, die ich also schon seit Jahren verwende.

Methodenkoffer

Die Urväter der Liberating Structure sind der Amerikaner Keith McCandless und der Franzose Henri Lipmanowicz. Ihr Ziel war es eine Methodensammlung zu erstellen, die Menschen möglichst einfach einbinden, d.h. es handelt sich dabei um partizipative Methoden, die unter einer Creative Commons Lizenz (CC BYNC) frei zugänglich sind.

Viele Menschen lieben es neue Methoden für z.B. Problemlösungen zu sammeln und auszuprobieren. Damit kann man ganze Abende füllen und eine Community darum aufbauen. So ist es auch gekommen. Die Liberating Structure Meetups sind schon bundesweit erfolgreich und wer will kann die vielen Methoden dort erst einmal ausprobieren.

Es gibt mittlerweile auch eine App zum herunterladen und so dass man die Methodensammlung immer dabei hat.

Morgen gibt es nun eine Besonderheit, denn erstmalig kann man bei einem virtuellen Communitytreffen dabei sein und mit der Co Learning Community 4 Methoden der Methodensammlung ausprobieren.

Daniel Steinhuder von Holisticon wird gemäß der LS-DNA mit uns live LS ausprobieren. Wer dabei sein möchte, sollte sich vorab die App aus den entsprechenden App Stores auf sein Smartphone/Tablet runterladen.

CL Sprint „Liberating Structures“ am 7.11.19 von  18.00 – 19.30 Uhr, Termin laden Link zum Teilnehmen: https://zoom.us/j/427886584

mehr unter https://colearn.de/cl-sprint-liberating-structures/

Lernen ohne Grenzen

Lernen ohne Grenzen

Es ist nun 1 1/2 Jahre her, als ich meinen ersten Working out loud (WOL) Circle durchlaufen habe. Damals wollte ich mich mit der Methode so tiefgreifend beschäftigen, dass ich sie selbst erklären und moderieren könnte. Ich lerne ja seit über 15 Jahren in Netzwerken und so interessierte ich mich dafür, weshalb diese Methode gerade jetzt so populär geworden ist. Vieles hängt daran, dass die Zeit einfach reif ist, sein Lernen in die eigene Hand zu nehmen. Die VUKA Welt ist so schnelllebig, dass betrieblichen Schulungen einfach nicht hinterher kommen und die verschiedenen Themen auch nicht mehr abdecken können. Bei mir kommt ja nun auch noch hinzu, dass ich gar nicht mehr in einem Betrieb arbeite und ich mich um meine Personalentwicklung also selbst kümmern muss. Lernen war für mich immer ein hohes Gut und ich möchte auch bis an mein Lebensende etwas hinzulernen können.

Nach dem zweiten WOL Circle stellen wir uns dann gemeinsam die Frage: Was nun? Schon mit meinem ersten WOL Circle bin ich weiter verbunden und wir treffen uns ca. 1 x im Monat zu einem virtuellen Treffen. Was sollte nun mit dem zweiten Circle werden und ist es sinnvoll einen dritten Circle zu machen. Was will ich eigentlich weiter lernen. Im zweiten Circle hatte ich mich damit beschäftigt, wie so ein Co Working Space funktioniert und ob man sich hier vielleicht gegenseitig, wie in einem Netzwerk gemeinsam weiterentwickeln kann. Ich bin zu dem Schluß gekommen, dass die meisten Co Working Spaces nicht so funktionieren und der Trend, dass große Firmen ganze Entwicklungsabteilungen in einen Co Working Space auslagern, diesem Gedanken entgegen stehen. Dies ist zwar immer schön für den Betreiber des Co Working Spaces, aber der Spirit des Co Working Spaces geht dabei verloren.

Aus dem letzten WOL Circle ist nun eine Freitagsrunde entstanden. Statt mich um einen Co Working Space zu kümmern, habe ich mich hier im virtuellen Co Learning Space von iRooms getroffen und überlegt, wie wir in Zukunft miteinander und voneinander lernen können.

 

Wir, das sind Nicola Peschke, Robert Vogel und Kathrin Gielsdorf und ich und wir
tüftelten auf iRooms nach einer Lösung, wie wir in Zukunft helfen können, über Grenzen hinweg lernen zu können. Die Grenzen sind dabei nicht nur räumliche Grenzen, da wir in einem virtuellen Raum zusammen arbeiten, sondern wir wollen auch hierarchische Grenzen, Altersgrenzen und Abteilungsgrenzen überwinden und möglichst in einer diversen Gruppe lernen. Das Lernen voneinander mit einem unterschiedlichen Background ist uns wichtig. Denn die Realität kann niemand gänzlich erfassen. Wir brauchen die unterschiedlichen Sichtweisen, um möglichst umfassend die Dinge zu beleuchten. Wir leben in einer VUKA Welt und unsere Antwort ist dafür Räume zu schaffen, in der man vernetzt, offen, partizipativ und agil lernen kann.

Walter Gropius hat vor 100 Jahren gesagt: „Willst Du die Kultur verändern, musst Du die Räume ändern.“

Dies ist mit iRooms möglich und so wurde aus dem virtuellen Co Working Space ein virtueller Co Learning Space. iRooms ist mittlerweile eine App, die man auf sein iPad oder iPhone laden kann und so kann man ortsunabhängig von überall gemeinsam lernen.

Und hier nun unsere Einladung:

Am 30.09.2019 möchten wir nun ein Experiment starten, um in einem größeren Rahmen und somit mehr Expertise voneinander und miteinander zu lernen.

Im Digital Business Lunch von 12:00 Uhr bis 13:30 Uhr zum Thema:

Wie können wir in Zukunft unternehmensintern gemeinsam mit dem Top Management in Richtung Kundenbedürfnisse lernen?

Moderiert wird die Veranstaltung von Robert Vogel und Kathrin Gielsdorf und sie wollen mit dem digitalen Format: „3 Fragen der Medusa“ dieser Frage auf den Grund gehen.

Wir wollen einen bunten Querschnitt von Mitarbeitern vieler Unternehmen in diesen Raum bringen und möglichst alle Hierarchiestufen mit einbinden.

Wenn Du dem Thema Lernen in Deinem Umfeld oder Deiner Organisation einen größeren Raum bieten möchtest, interessiert an anderen Erfahrungen und Perspektiven zum Thema „Lernen ohne Grenzen“ bist und Möglichkeiten des digitalen Lernens ausprobieren möchtest, dann melde Dich an mit diesem Link:

https://irooms-akademie.de/anmeldung-lernen-ohne-grenzen/

Wir sind gespannt, was wir gemeinsam Neues lernen!

 

 

Modern Denken mit dem Bauhaus

Modern Denken mit dem Bauhaus

Gerade bin ich von einem Kurztrip aus Dessau zurück. Was ich dort gesehen habe, hat mich zu diesem Artikel inspiriert.

In diesem Jahr feiern wir das 100. Jubiläum des Bauhaus #Bauhaus100, denn 1919 eröffnete Walter Gropius eine der bedeutendsten Schulen für Gestaltung, die bis heute Architekten Impulse gibt. Damals wollte man sich nach dem Ende des 1. Weltkriegs eine neue moderne Zukunft gestalten und gründete diese revolutionäre Ideenschule. Es war ein Experimentierraum in dem Kunst und Technik zusammen kommen sollten. Das Bauhaus war weltoffen und es kamen Künstler aus ganz Europa hier her. Die Zugangsvoraussetzungen waren aufgehoben und jeder begabte junge Mensch, sollte am Bauhaus in Weimar studieren können, unabhängig von Schulabschluss, Geschlecht oder Staatszugehörigkeit. Rund 150 bis 200 Studierende waren am Weimarer Bauhaus eingeschrieben, darunter je nach Semester 25 bis 50 Frauen und 17 bis 33 Prozent ausländische Studierende.

1925 wechselte das Bauhaus von Weimar nach Dessau und durch den Neubau eines Gebäudeensembles gelang die neue Einheit zwischen Kunst und Technik. Es gab neben dem Hochschultrakt , den Trakt mit den Werkstätten, einen Trakt mit der Aula und der Kantine, ein Trakt mit den Wohnappartements und einen Verbindungstrakt mit der Verwaltung, so dass Leben und Arbeiten an einem Ort stattfand. Die Meister (Professoren der Hochschule) wohnten als Community nur wenige Meter von der Hochschule entfernt, in den sogenannten Meisterhäusern.  Es ging hier nicht nur um theoretischen Input, sondern auch um die praktische Umsetzung und einen ganzheitlichen Lebensstil.

Gropius träumte davon eine eingeschworene Gemeinschaft, eine Community, zum Leben zu erwecken, um in die Gesellschaft zu wirken. Es ging darum die Welt neu zu denken und die Bedürfnisse und Lebenswirklichkeiten der Menschen besser zu befriedigen.

Walter Gropius soll gesagt haben:

Willst Du die Kultur ändern, musst Du die Räume ändern.

Deshalb schuf er Räume, die variable und möglichst leer waren, damit die Menschen sie mit Leben füllen können. Sie waren transparent, hell, minimalistisch möbliert und die Form der Dinge, wurde durch die Funktionalität bestimmt. Er verzichtete darauf, seinen Häusern und Möbeln eine verlogene bürgerliche Schauseite zu geben, es sollte möglichst schlicht und ohne Schnörkel sein.

Er holte die Künstler ins Bauhaus und machte sie zu Meister, statt zu Professoren. Sie sollten von ihrem Sockel geholt werden und eine soziale Verantwortung übernehmen und mit den Technikern eine Einheit bilden. Kunst und Technik – Hand in Hand – unterstützt durch die Stadt und die Wirtschaft.

Wie wäre es, wenn wir hier in Lippstadt, so einen Raum schaffen könnten, statt ein Innovationsquartier für die Hochschule und die Wirtschaft, eine Ideenschmiede um unsere gemeinsame Zukunft zu gestalten. Ein Ort an dem alle Disziplinen sich austauschen und gemeinsam zum Gestalter werden. Wie wollen wir in Zukunft leben? Wie kann unsere Stadt klimaneutral werden? Das ist eine Frage, die alle Altersgruppen und Schichten betrifft.

Deshalb ist das Bauhaus gerade heute wieder top aktuell, den Themen wie Interdisziplinarität, Globalisierung, Design Thinking, Arbeit und Leben an einem Ort,  der gesunde Mensch, Nachhaltigkeit, günstiger Wohnraum  stehen auch heute ganz oben auf der Agenda.

Obwohl Bauhausmöbel heute leider sehr teuer sind, gibt es genügend günstige Nachahmerprodukte des Bauhauses. So ist z.B. ein Billy Regal ein Bauhausdesign. Ikea hat den Bauhausgedanken bereits gut in ihrem Design übernommen, denn es geht um die Befriedigung des „Volksbedarfs und nicht um Luxusbedarf“, so der zweite Bauhausdirektor Hannes Meyer.

Von diesem Bauhausgedanken ist nun auch das städtebauliche Projekt der BUGA 2019 in Heilbronn inspiriert. Dort soll auf dem Bundesgartenschaugelände ein neuer lebendiger Stadtteil entstehen mit einem Lebensraum für bis zu 3500 Menschen. Hier soll es für alle Schichten und alle Altersgruppen neuen Lebensraum geben. Hier wird gerade die Stadt der Zukunft gebaut. Es ist die Stadt der kurzen Wege, der guten Freizeitmöglichkeiten und der grünen Innenhöfe und des bezahlbaren Wohnraums.

Für alle, die auch nach Dessau fahren wollen, um sich inspirieren zu lassen, empfehle ich die Jugendherberge in Dessau. Hier lebt der Bauhausgeist auf allen Fluren – familienfreundlich – kurze Wege zum Bauhausgeschehen, freundliches Personal, gutes Frühstück und super günstig. Hannes Meyer hätte seine Freude daran.

Wir haben am ersten Tag übrigens die 2 stündige Bauhausbauten – Radtour gemacht. Am zweiten Tag haben wir uns dann das Bauhaus mit Führung und die Meisterhäuser angeschaut. Sehenswert ist z.B. auch das Kornhaus, das direkt an der Elbe liegt und an dem man einen herrlichen Sonnenuntergang erleben kann.

Ab September eröffnet übrigens das neue Bauhausmuseum in Dessau. Das wird dann noch einmal ein Highlight für die Stadt.

Wandelgang über „Klimanotstand in Lippstadt“

Wandelgang über „Klimanotstand in Lippstadt“

Einladung zum Wandelgang für Klimaaktivisten

Ich stelle Ihnen meinen Wandelgang in Lippstadt vor und gemeinsam überlegen wir, was wir in Lippstadt hinsichtlich des Klimawandels verändern können und wollen.

In Lippstadt wurde im Juni 2019 der Klimanotstand ausgerufen. Im Juli haben wir die heißesten Tage seit der Klimaaufzeichnung auch in Lippstadt erlebt. Viele Bürger fragen sich, wie kann man persönlich etwas dagegen tun und was muss die Politik nun tun. Wir brauchen Gesprächsplattformen, um gemeinsam neue Ideen zu generieren.

Ich habe mir z.B. in Kopenhagen, als ich meine Tochter von ihrem Auslandssemester abgeholt habe, das Fahrradwegesystem angeschaut. Wie kommt es, dass in einer Stadt, in der es im Winter viel mehr Schneetage gibt als bei uns, so viele Menschen konsequent auf das Fahrrad umsteigen. Hier wird z.B. nicht der Schnee von der Straße auf den Fahrradweg geschippt, sondern vom Fahrradweg auf die Straße. Denn es fahren mittlerweile viel mehr Fahrräder als Autos. Die Fahrradwege sind voll, obwohl sie doppelt so breit wie bei uns sind. Unsere Stadt ist prädestiniert für eine Ausrichtung als Fahrradstadt. Wir haben keine Steigungen (außer einiger Unterführungen) und auch im Winter kann man die Schneetage an einer Hand abzählen. Aber trotzdem gibt es Menschen, die in Lippstadt mit dem Auto zum Bäcker fahren oder zur Fitnessbude. Es gibt sehr wenig Regentage. Ich konnte z.B. 2 Monate von März bis Mai täglich mit dem Rad fahren und wurde nur 1 x richtig nass.

Im letzten Jahr habe ich meinen Spaziergang an der Lippe mit einem Lernpfad zur persönlichen Krisenbewältigung, dem Lippstädter Wandelgang, verbunden. Es gibt auf der Strecke 13 Stationen, um die persönliche Krise zu bewältigen.

Meine Idee ist es nun, diesen Spaziergang mit einigen Aktivisten der Klimabewegung zu gehen und gemeinsam zu reflektieren, welche Stationen uns beim Lippstädter Klimanotstand helfen können und wie wir gemeinsam etwas in die Wege leiten können.

Hier noch einmal die Stationen zur Erinnerung:

  1. Ist Zustand feststellen
  2. Pegelstand der Krise benennen
  3. Was sind die Baustellen?
  4. Was will mir das Leben sagen
  5. Von der Natur lernen
  6. Entspannen und Meditieren
  7. Was macht mich glücklich? Was ist mein Wozu?
  8. Was wollen wir vom Alten bewahren?
  9. Die Zukunft erträumen – Visualisieren
  10. Energie schöpfen
  11. Mut tut gut – Neues Lernen
  12. Negative Gedanken loslassen
  13. Dem Leben eine neue Richtung geben

Wer also Lust auf einen Spaziergang mit 13 Stationen an der Lippe hat (4 Stunden einplanen), der kann sich gerne bei mir melden. Sobald ich genügend Interessenten zusammen habe, werde ich eine Doodleabfrage starten, so dass wir einen geeigneten Wandertag finden. Anmeldungen bitte an info@den-wandel-gestalten.de mit dem Betreff: „Wandelgang über Klimanotstand in Lippstadt“.

Nur gemeinsam können wir den Wandel gestalten.

Veränderung braucht neben Mut und einer Vision auch eine starke Gruppe – eine Gemeinschaft – als Wandlungsmedium.

Deshalb: Lassen Sie uns ein Klima- Netzwerk starten.

 

Klimanotstand auch in Lippstadt

Klimanotstand auch in Lippstadt

Gestern wurde auch in Lippstadt der Klimanotstand ausgesprochen.

Die Erklärung des Klimanotstands (englisch „Climate Emergency“) ist ein Beschluss von Parlamenten (also der Legislative) oder Verwaltungen (die Exekutive), mit dem sie feststellen, dass es eine Klimakrise gibt und dass die bisher ergriffenen Maßnahmen nicht ausreichen, diese zu begrenzen.[1] Es geht somit um den Umgang mit der menschengemachten globalen Erwärmung („Klimawandel“). Mit dem Beschluss werden Regierung und Verwaltungen beauftragt, Maßnahmen auszuarbeiten, die über den derzeitigen Stand hinausgehen und versprechen, die menschengemachte globale Erwärmung aufzuhalten. Die Erklärung kann auf unterschiedlichen Ebenen erfolgen (national, kommunal usw.) und hinsichtlich Tiefe oder Details ihrer Vorgaben verschieden sein.[2] Der Begriff Klimanotstand bezeichnet nicht nur förmliche Beschlüsse, sondern als Sammelbegriff auch weitere Aktionen zur Bekämpfung des Klimawandels. Das soll sie bündeln und rechtfertigen. Durch die Einführung und den Gebrauch des Begriffs „Notstand“ in diesem Zusammenhang wird diesen Maßnahmen höchste, nicht aufschiebbare Priorität zugeschrieben.[1][3] Der Klimanotstand wurde auch als Ausdruck der Volkssouveränität interpretiert: Er wird zwar von oben ausgerufen, würde aber von unten eingefordert.[4]

Zitat: Wikipedia

Ich war überrascht, denn es gibt immer noch Leugner der Klimakrise, die behaupten die Klimakrise sei nicht vom Menschen gemacht. Außerdem hätte Deutschland nur einen sehr geringen Anteil und es würde dem Planeten gar nichts bringen, wenn die Deutschen nun auf Wachstum verzichten würde.

Hierzu ist zu sagen, dass 97-98% der Klimaforscher sich einig sind, dass der Mensch für diese Klimakrise verantwortlich ist. Deutschland hat sich im Pariser Klimaabkommen 2015 verpflichtet bis 2050 den CO 2 Ausstoß auf eine Emission von 0 Null zu reduzieren, damit das Klimaziel + 2 ° nicht überschritten wird. Wir hinken bereits unseren eigenen Plänen hinterher. Wir müssten aber das Vorbild sein, damit auch andere Länder nicht in den  Bemühungen aufgeben. Wir müssen zeigen, dass es geht.

Was heißt hier eigentlich Krise?

Unter einer Krise versteht man eine Entscheidung, einen Wendepunkt, eine Gefahr, Not und Unsicherheit. Es kann aber auch eine Chance und Gelegenheit sein.

Wesentliche Elemente einer Krise sind:

  • die Unterbrechung der Normalität
  • erzeugt Chaos und Orientierungslosigkeit
  • das Auseinanderklaffen von Problemen und Bewältigungsstrategien
  • bedingt Umorientierung und tiefe Auseinandersetzung mit sich selbst
  • sind von hoher Emotionalität geprägt
  • verfügen über hohe Dringlichkeit
  • lassen grundsätzliche Sinnfragen aufkommen
  • lösen Veränderungen aus.

Was ist zu tun in der Krise:

  1. Analyse
    Wie steht es genau um das Klima?
    Was können wir aus dem Lernen, was bisher geschah?
  2. Entscheidungen treffen?
    Was wollen wir sein, denken, fühlen, tun?
  3. Handlungsfähigkeit wieder herstellen und
    ein Bild der Zukunft kreieren,
    kommunizieren,
    Ressourcen bereitstellen,
    zu einer lernenden Gesellschaft werden.

 

Was können wir sofort  als normale Bürger tun?

  1. Achten Sie darauf, welcher Bank sie Ihr Geld anvertrauen. Geben Sie keiner Bank ihr Geld, die in Unternehmen investieren, die immer noch nicht begriffen haben, dass wir aus den fossilen Energien aussteigen müssen. Hierzu möchte ich auch nochmals auf meinen Artikel „Macht Geld Sinn?“ verweisen.
  2. Wir müssen unser Reiseverhalten hinterfragen. Kreuzfahrten und Flugreisen sollten die Ausnahme sein.
  3. Wer auf Plastik verzichtet, nützt auch dem Klima, denn die Produktion und Verbrennung von Plastik ist bereits ein extremer Klimakiller.
  4. Weniger Fleisch zu essen, hilft dem Klima, denn 70 Prozent der direkten Treibhausgasemissionen unserer Ernährung sind auf tierische Produkte zurückzuführen. Würden wir unseren Fleischkonsum reduzieren, dann bräuchte in Südamerika nicht so viel Soja angebaut werden und Wälder gerodet werden.
  5. Wir müssen nicht alles selbst besitzen, wenn man sich Dinge auch leihen kann und wir brauchen auch nicht jede Fast Fashion Mode mitmachen, wenn der Kleiderschrank mit qualitativ hochwertigen Kleidern gefüllt ist.
  6. Wir können die richtige Suchmaschine benutzen, die mit der man Bäume pflanzen kann – „Ecosia“
  7. In den letzten 30 Jahren sind wir dem falschen System (amerikanischen Kapitalismus) hinterhergejagt. Es ging immer nur um das Haben wollen. Glücklich gemacht hat es uns nicht, sondern häufig sogar krank. Wir haben nur eine Welt und die sollten wir nicht ausbeuten, sondern erhalten.
    Gedanken zum Wachstum

Deshalb besteht auch in dieser Krise eine Chance?

Wer verzichten lernt, der erkennt wieder den Wert von freier Zeit, von einer guten Gesundheit, von einfachen Essen, von lebendiger Natur, von guten Beziehungen und gemeinsamen Aktivitäten.

Eine Aktivität könnte sein: Lippstadt fit zu machen für eine Zukunft ohne Emission. Hierfür brauchen wir eine Diskussion über die Notwendigkeit dieser Anstrengungen und ein positives Bild der Zukunft.

  • Wie werden wir leben, wenn wir wieder mehr Fahrrad fahren, vom Auto wo immer es möglich ist, auf den Zug umsteigen und es vielleicht nur noch 25 % der Autos gibt.
  • Wie werden wir wohnen, wenn wir alte Häuser abreißen, da ein Neubau günstiger ist als die energetische Sanierung und dann auf ein gemeinsames Wohnen z.B. in Genossenschaftlichen Bau- Vereinen setzen. Hier kann man Flächen einsparen, die man gemeinsam nutzt und Wohnen wird auch wieder bezahlbar und vielleicht auch für ältere Menschen wieder sicherer und lebenswerter.
  • Wie werden wir arbeiten und lernen, wenn wir nicht mehr pendeln, sondern im Home-Office arbeiten, auf Video-Konferenztechnik setzen oder gemeinsam in Co Working und Co Learning Spaces arbeiten und lernen.
  • Wie viel Geld brauchen wir wirklich, um gut zu leben und wie finanzieren wir gemeinsam die regenerative Energie, die wir brauchen und wie speichern wir sie.
  • Wie werden wir als Kommune unabhängig und frei von mächtigen Unternehmen, die nur unser Geld wollen.

 

Auf jeden Fall brauchen wir ein Wir- Gefühl – wir Lippstädter – damit wir unsere  Zukunft gemeinsam gestalten.

Lippstadt ist Vorreiter, wenn es um den Naturschutz geht. Nun können wir zeigen, was noch alles möglich ist, wenn eine ganze Stadt an einem Strang zieht.

Von der Natur lernen am Beispiel der Lippe in Lippstadt

 

Co Learning Community oder CoWorking Space

Co Learning Community oder CoWorking Space

Als Großgruppenmoderatorin habe ich gelernt, wie wichtig die Location ist, für den Erfolg einer Veranstaltung und wie belebend eine gute Metapher für den Workshoperfolg sein kann. Ich habe mir immer den Raum vor einer Veranstaltung angeschaut und habe ihn auf mich wirken lassen und mir überlegt, was darin möglich ist. Wie kann das Setting sein. Wo stehen mir Säulen im Weg oder wie sind die Lichtverhältnisse am besten.

Als Kind wollte ich Innenarchitektin werden, da ich schon damals Freude daran hatte, Räume zu gestalten und Räume auf mich wirken zu lassen.

Anfang des Jahres habe ich mich in einem WOL Circle intensiv mit dem Thema Co Working Space beschäftigt und viele Co Working Spaces besucht und dann ist mir aufgefallen: „Es liegt nicht am Raum, sondern an der Haltung der Menschen, die in diesem Raum arbeiten.“ Wir brauchen eine Arbeitskultur in der Wissen fließen kann, damit die Räume auch richtig genutzt werden und mit Leben erfüllt sind.

Ich schaffe es auch in einem Virtuellen Raum gut zusammen zu arbeiten und fühle mich in einer Community geborgen.

Hier erst einmal eine kleine Bildergalerie der Räume, die ich besucht habe.

Seit Anfang des Jahres arbeite ich mit meinem letzten WOL Circle im iRoom, einem Virtuellen Co Working Space und wir haben nach unserem gemeinsamen WOL Circle vereinbart, dass wir gemeinsam weiter lernen wollen und die Tools und Räume ausprobieren und reflektieren wollen.

Denn es kommt beim Arbeiten nicht auf die Location an, sondern auf die Menschen die dort arbeiten, auf die Community.
Das und noch viel mehr geht auch im iRoom der Firma Unternehmen mit Zukunft GmbH.

Ich bin Pionier im Experimentierfeld der iRooms und berichte hier gerne über meine Erfahrungen.