move-your-vision – Netzwerk für Veränderungsprozesse

Vorstellung des Großgruppenmoderationsnetzwerkes move-your-vision in der Lippstadter Presse

Der Patriot

Netzwerk will Visionen Realität werden lassen

Bundesweit tätige Organisation hat ihr Büro in Lippstadt. Moderatoren wirken auch bei Bürgerbeteiligung mit.

Veröffentlicht am 22.07.08

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Seit 4 1/2 Jahren gehört die 41- Jährige Lippstädterin zum Vorstand des bundesweiten Netzwerks Großgruppen-Moderation „move-your-vision“. Sie ist zweite Vorsitzende und betreut die Geschäftsstelle in Lippstadt.

Großgruppen-Moderatoren sollten große Planungs- und Entscheidungsgruppen in einem Versammlungsraum so begleiten und unterstützen, dass die Teilnehmer in kurzer Zeit zu bestimmten Ergebnissen kommen, erklärt Brühl. Das könne zum Beispiel bei Bürgerbeteiligungen zum Tragen kommen. Auch in Unternehmen sie diese Art der Gesprächsführung gefragt. Weiter Anwendungsfelder sind laut Brühl Organisationen, Verwaltungen, Städte und Gemeinden und vieles mehr.

„Wir sind Spezialisten für Veränderungsprozesse“, sagt die Netzwerkerin. Sie selbst moderierte unter anderem schon ein World Café im Rahmen der Aktionswoche „Ab in die Mitte – Lippstadt spinnt“ im Jahr 2006. In Kleingruppen diskutierten die Teilnehmer damals ihre persönlichen Visionen für die Stadt und schrieben ihre Ideen auf Tischdecken beider. Brühl sprach die Einführungsworte und stellte die Ergebnisse der etwa eineinhalbstündigen Veranstaltung später dem Bürgermeister vor. Im kommenden November wird sie ein Fachforum für Kooperationskultur leiten.

Mitglieder bringen neuen Ideen ein

Die Mitglieder von „move-your-vision“ tauschen sich regelmässig aus, sprechen über Methoden und bringen neue Ideen ein: „Das Netzwerk ist wie ein Raum, in de man gemeinsam lernen kann“, sagt Brühl. Zu diesem Zweck treffen sich die Mitglieder zweimal im Jahr für ein Wochenende, das meist unter einem bestimmten Motto steht. Veranstaltungsdesign sei etwa solch ein Thema, erläutert Brühl. „Eine Veranstaltung designen heißt, eine Metapher, einen roten Faden für diese zu finden und sie dementsprechend zu arrangieren“ führt sie aus.

Die Idee zu dem ungewöhnlichen Netzwerk gehrt zurück auf entsprechende Fortbildungen zum Großgruppen- Moderator, die Johanna Brühl und einige Kollegen zuvor im Rahmen ihrer eigentlichen Berufe bei der Post absolviert hatten. Irgendwann seien diese Gesprächsrundenleiter im Unternehmen nicht mehr benötigt worden, erzählt die 41-Jährige. „Aber da wir eine ziemlich eingeschworene Clique waren, wollte wir das unbedingt fortführen“, sagt sie. Gegründet wurde der Verein dann im Dezember 2003. Zählte er anfangs noch 15 Mitglieder, gehören inzwischen 49 ausgebildete Moderatoren im Alter von 26 bis 60 Jahren dazu.

Johanna Brühl ist die Geschäftsführerin des bundesweiten Netzwerkes, das Mitglieder aus Berlin, Hamburg oder Salzburg hat. Ihr Büro liegt in der Preußenstraße in Lippstadt. Von dort aus koordiniert sie Termine, vermittelt Kontakte, zum Beispiel wenn jemand einen Moderator buchen will oder erledigt den Schriftverkehr mit Behörden. Für die Zukunft des Netzwerkes wünscht sie sich vor allem eines: „Dass wir noch viele interessante Projekte haben, an denen wir uns beteiligen können. Denn nur durch Praxis könne man sich letztlich weiter entwickeln. www.move-your-vision.de

Wissen teilen und dadurch vermehren

Markt & Wirtschaft Westfalen 12 /2006

Interview mit Johanna Brühl

Veröffentlicht 12/2006

„Wissen teilend dadurch vermehren“

Wissensnetzwerke  sind die Keimzellen des Wissensmanagement. Sie bekommen für unternehmen eine immer größere Bedeutung, da das Wissen der Mitarbeiter der wichtigste Produktionsfaktor geworden ist. Wie kommt man an das Wissen der Mitarbeiter und wie kann man das Wissen im Unternehmen im Sinne einer lernenden Organisation mehren? Johanna Brühl, Geschäftsführerin des Wissensnetzwerkes „mov-eyour-vision“ und stellvertretende Vorsitzende des Netzwerkes Großgruppenmoderation e.V., über die Möglichkeiten und Nutzen von Wissensnetzwerken.

m&w: Frau Brühl, was ist unter einem Wissensnetzwerk zu verstehen?

Johanna Brühl: Lernnetzwerke oder auch Wissensnetzwerke sind über einen längeren Zeitraum bestehende Personengruppen, die Interesse an einem gemeinsamen Thema haben und Wissen gemeinsam aufbauen und austauschen wollen. Wissensgemeinschaften sind um spezifische Inhalte gruppiert, wie z.B. Technologien, Prozesse, Methoden, Produkte oder persönliche Erfahrungsfelder. Es geht in diesen Netzwerken in erster Linie darum, Wissen zu teilen und dadurch zu vermehren. Die Teilnahme ist freiwillig und meist mit keinen weiteren Kosten verbunden. Niemand wird durch das Abgeben von Wissen ärmer, vielmehr können nur alle profitieren.

m&w: Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um ein Wissensnetzwerk erfolgreich zu initiieren und fortzuführen?

Johanna Brühl: Gerade in der Anfangsphase ist es wichtig eine Vision, mit der sich alle Netzwerkteilnehmer identifizieren können, zu erarbeiten. Auch die Themenschwerpunkte sollten gemeinsam ausgewählt werden. Denn das Thema hat wesentlichen Einfluss auf die Motivation und damit den Erfolg eines Wissensnetzwerkes. Jeder einzelne Teilnehmer soll seine Ziele und Vorstellungen einbringen können. Auf diese Weise bekommt das Netzwerk für jedes Mitglied einen persönlichen Nutzen. Ganz wichtig ist das Vertrauen zur Gruppe, das Grundlage des freiwilligen Wissensaustausches ist. Stehen die Teilnehmer zueinander im Wettbewerb, dann ist das für den Aufbau von Vertrauen und der Breitschaft, Wissen zu teilen, sehr hinderlich. Voraussetzung für Vertrauen zwischen den Wissensträgern ist auch die Kenntnis über die einzelnen Kompetenzen, um in den Netzwerkteilnehmern kompetente und ehrliche Partner zu sehen. Vertrauen entsteht meist durch die gemeinsame Arbeit an Projekten und kann nicht von heute auf morgen entstehen.

m&w: Welche Regularien sind für ein erfolgreiches Arbeiten und Lernen in Netzwerken noch notwendig?

Johanna Brühl: Die Regeln und Standards müssen von allen Teilnehmern des Netzwerkes akzeptiert und eingehalten werden. Inhalte solcher Regeln können sein: Mit welchen Themen sich das Netzwerk auseinander setzen will, wann uns wie regelmäßig Treffen stattfinden sollen, über welche Medien man kommunizieren möchte etc. Erst wenn sich die Menschen gut kennen und sich vertrauen, die ersten Kämpfe ausgefochten sind und sich die Mitglieder auf Spielregeln verständigt haben, funktioniert der Wissensaustausch, Datenbanken entstehen und die Arbeit wird kreativ und macht Spaß.

m&w: Frau Brühl, wie sieht Ihre Arbeit konkret in der Praxis aus? Lässt sich die Initiierung eines Wissensnetzwerkes auch an einem konkreten Beispiel dokumentieren?

Johanna Brühl: Die Mitglieder unseres Netzwerks „Großgruppenmoderation“ treffen sich an zwei Wochenenden im Jahr und tauschen ihre Erfahrungen aus. Die Veranstaltungen geben die Möglichkeit des Netzwerkens, beinhalten eine Theoretischen Input und auch einen Eventanteil. Dies kann entweder eine Wanderung, eine Teamübung oder ein künstlerisches Event sein. Auf diese Weise entstand zum Beispiel ein „move-your-vision- Rapp“ und der Slogan „move-your-vision“. Neue Mitglieder lernen schnell den Verein und dessen Mitglieder kennen und es entsteht eine Atmosphäre des Vertrauens. Die Veranstaltung wird von den eigenen Mitgliedern konzipiert und moderiert. Bisher hat sich immer ein Organisationsteam von zwei bis drei Mitgliedern gefunden, die dann eigenverantwortlich das Treffen planen und durchführen. Es entstehen dabei nur Kosten für Unterkunft und Verpflegung. Die Dozenten kommen aus den eigenen Reihen und erhalten keine Aufwandsentschädigung. Auf diese Weise ist jeder einmal Wissensnehmer und einmal Wissensgebern.

Weitere Informationen: www.move-your-vision.de

Moderatoren- Netzwerk der Deutschen Post DHL

Premium Post – eine Mitarbeiterzeitung der Deutsche Post AG

Moderatoren- Netzwerk

Kompetente Fachleute unterstützen betriebliche Veranstaltungen

Veröffentlicht im September 2003

Ob es um die Zusammenführungen der Niederlassungen oder die Verankerung des Veränderungsprozesses in unserem Unternehmen an der Basis geht – ab sofort erhalten die Niederlassungsleiter im BRIEF Unterstützung bei der Planung und Gestaltung, Moderation und Dokumentation von Dienstunterrichten, Konferenzen und Events durch das Kompetenz- Center „Großgruppen- Interventionen“.

Vor knapp 3 Jahren startete die Abteilung „Qualitätsmanagement“ in der Zentrale in Begleitung der Konzernkommunikation das Projekt DIALOG, um die Interne Verständigung im Unternehmensbereich BRIEF zu verbessern. Inzwischen haben zahlreiche DIALOG- Aktionen zur Verbesserung der Kommunikation vor Ort, zur Wissensvernetzung und zum Aufbau eines neuen „Wir- Gefühls“ im Bereich BRIEF beigetragen.

Gesellenbrief

Für die Aktionen wurden innerhalb des Projektes unterstützende Werkzeuge entwickelt. Das Kompetenz- Center „Großgruppen- Interventionen“ ist das jüngste – ein Team aus 22 Mitarbeitern. Alle kommen aus den Niederlassungen BRIEF. Während des vergangenen Jahres 2002 sind sie sowohl extern als auch intern mit den DIALOG- Methoden vertraut gemacht und zu Großgruppen- Moderatoren ausgebildet worden. Zum Ende der Ausbildung musste jeder eine „Lehrprobe“ bestehen.

Das Team bietet seine Dienstleistung allen Organisationseinheiten im Bereich Betrieb BRIEF an. Der Grund, weshalb Bereichsvorstand und Geschäftsbereichsleiter Betrieb BRIEF, Dr. Uwe Rabe, das Team Ende Februar in der  Zentrale begrüßte und sich für den verantwortungsvollen Einsatz in seinem Unternehmensbereich bedankte.