Produktivitätssteigerung heute

Wie bekommen wir in Zukunft noch Produktivitätssteigerungen hin?
Letzte Woche war ich das 4. Mal auf einem Vortrag von Erik Händeler. Seine Antwort auf diese Frage ist:
„Das heutige Sozialverhalten entscheidet über den Wohlstand in der Zukunft“.

happy young businessman on spring fieldIhm ist es wichtig, dass man die Zukunft aus der Sicht der Geschichte versteht und so untersucht er zuerst, welche Ereignisse eigentlich lange Wachstumsphasen hervorgerufen haben. Er stützt sich dabei auf die Kontratiefftheorie. Nikolai Kondratieff ist der Entdecker der langen Wellen der Wirtschaftszyklen, die durch bahnbrechende Erfindungen, sogenannten Basisinnovationen, entstehen.

Träger des neuen Kontratieff -Zyklus wird die Gesundheit im ganzheitlichen Sinne sein.

Den 5. Kontratieffzyklus habe ich selbst erlebt, mit den Basisinnovationen: PC, Internet und Mobile Kommunikation. Der Produktivitätssteigerungsbeitrag besteht aber nicht nur in der schnelleren Arbeit durch den PC´s und die Produktion der Geräte, sondern z.B. in der Möglichkeit auch während einer Zugfahrt arbeiten zu können, d.h. es entstehen Produktivitätssteigerungsmöglichkeiten über die eigentliche Innovation hinaus. Der fünfte Kontratieff ging um die Jahrhundertwende zu Ende und der 6. Kontratieff hat begonnen.

Es geht um psychische und physische Gesundheit des Menschen, von Organisationen und der Gesellschaft.

Erstmals steht nun keine technische Innovation, sondern ein soziale (eine immaterielle) Innovation im Vordergrund. Nicht eine technische Innovation wird Produktivitätssteigerungen bringen, sondern der Mensch an sich. Neue Arbeit entsteht als Wissensarbeit. Es geht also darum, dass der Mensch das Richtige und Wichtige lernt, oder weiß, wie er an die Informationen kommt. Er muss Probleme lösen, Wissen einordnen und Kontakte herstellen können. Er muss sich ein Netzwerk aufbauen und mit Stress umgehen können. Wichtig ist es bei den ganzen Informationen, die man täglich bekommt, noch die Orientierung zu behalten und sich seine Auszeiten zu nehmen, damit man nicht völlig abdreht.

In Zukunft spielt die psychosoziale Kompetenz eines Menschen eine wichtige Rolle, um Produktivitätssteigerungen zu erlangen. Menschenkenntnis, Teamfähigkeit, Motivation, Kommunikation und Kreativität können die Produktivität nachhaltig erhöhen. Wachstumsbarrieren hingegen sind z.B. Machtspielchen, Frust, Mobbing, Streit und Intrigen.

Die 3 großen Themen des nächsten Kontratieffzyklus sind also Gesundheit, die Arbeitswelt und die Arbeitskultur.

Was ist schon passiert seit der Jahrtausendwende:

Das Thema Gesundheit ist in der Gesellschaft, im Unternehmen und bei jedem einzelnen Menschen angekommen. Dies hat viele Arbeitsplätze geschaffen, aber auch die Menschen gesund erhalten. Bewegung und gesunde Ernährung steht bei den meisten Familien hoch im Kurs. Auch die Arbeitswelt wandelt sich langsam. Das wird häufig der Generation Y angelastet, ist aber zu einer Bewegung in der ganzen Arbeitsbevölkerung geworden. Die Plattformen über die man sich zu der schönen neuen Arbeitswelt austauscht, werden immer aktiver und repräsentativer. Eine der ersten Plattformen war ChangeX, deren Artikel man als Premiummitglied lesen und teilen kann. Mittlerweile ist auf Xing der Spielraum „Besser leben. Anders arbeiten. hinzugekommen, bei Google + die Community „Arbeitsplatz der Zukunft“ und in der realen Welt hat sich die Bewegung Intrinsify zusammengefunden. Auch move-your-vision ist so ein Netzwerk, das sich für mehr partizipative Methoden einsetzt.

Soziale Netzwerke sind hierbei nicht nur die Plattformen, über die man sich austauscht, sondern es handelt sind um reale Kontakte und Beziehungen. Menschen unterstützen sich und kooperieren bei ihren Projekten.

In diesen Netzwerken macht es Spaß und Freude gemeinsam Projekte zu planen. Die Arbeit fühlt sich einfach und stressfrei an. Konflikte entstehen erst gar nicht, sondern werden als konstruktive Einwände verstanden.

Hier können sich Unternehmen viel abschauen. Wie schafft man so eine Arbeitskultur? Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Führung und da schließt sich wieder der Kreis. Es gibt einen gesunden Führungsstil, der die Psyche und die Gefühle der Menschen beachtet. Hierzu finden Sie in der neuen ManagerSeminare gleich 2 spannende Artikel (auch als Podcast).

Neuroleadership – Tickt Führung richtigPodcast und

Health- Oriented- Leadership – Die gesunde FrequenzPodcast.

Wenn Sie mehr über diese Form der Produktivitätssteigerung in Ihrem Unternehmen hören und umsetzen wollen, dann rufen Sie mich an. Ich erarbeite mit Ihnen gerne ein individuelles Konzept für Ihr Unternehmen.