Agilität – die neue Anforderung an Organisationen

Das Wort agil oder Agilität hat sich mittlerweile tief in die Kommunikation in Unternehmen eingeschlichen. Nur wer sich schnell, agil und flexibel auf die immer neuen Anforderungen einstellt, wird langfristig überleben. Agiles Management soll dies nun leisten.

Aber wie?

Dafür muss man einmal schauen, woher eigentlich dieses Wort kommt:

Agilität bedeutet, dass man beweglich ist, synonyme dafür sind z.B. auch flink, wendig, vital und schnell.

Schon lange hören wir, dass kleine wendige Start- ups gegenüber den großen Unternehmen die Nase vorne haben, wenn es um die Geschwindigkeit der Umsetzung und der Innovationsfähigkeit geht. Häufig kaufen große Firmen, kleine Start- ups auf und wundern sich danach, weshalb diese in kürzester Zeit weniger agil sind.

Agilität hat sehr viel mit der Art und Weise der Führung zu tun. In agilen Firmen werden Vorgaben durch Freiheit ersetzt. Selbstorganisierte Teams finden Lösungen. Selbstorganisation braucht dabei eine kooperative Führung, die den Mitarbeiter unterstützt und coacht. Das Management hat die Aufgabe, die Unternehmensstrategie so zu kommunizieren, dass jeder einzelne Mitarbeiter versteht, wohin die Reise gehen soll und dies auch mitträgt.

Viele der klassischen Managementwerkzeuge zielen auf die Umsetzung der Pläne und Strategien sowie die effiziente Durchführung immer gleicher, wiederholbarer Prozesse ab. Die Standards werden eingeführt und müssen eingehalten werden. Dies wird zusätzlich kontrolliert. Das ist wenig agil und verhindert Innovationen und die Anpassung an die Umwelt.

In agilen Unternehmen gibt es neue Methoden, wie z.B. Design Thinking und Scrum.

Scrum ist ein Begriff aus dem Rugby und bezeichnet dort eine Angriffsvariante.

In Scrum Teams werden komplexe Anforderungen an ein Produkt schnell und kostengünstig realisiert. Hier ein kleiner Lernfilm zur Methode.

Bei der Methode Scrum können die Mitarbeiter also im optimal besetzten Team kontinuierlich lernen und ihr Produkt immer wieder neu anpassen. Das Team wächst zusammen und die Arbeit wird immer leichter. Dies geschieht durch die tägliche Kommunikation, die gute Visualisierung der Ergebnisse und Fortschritte und der hohen Fehlertoleranz. Den Fehler können offen angesprochen werden, damit man daraus lernen kann. Und genau darauf kommt es heutzutage an. Durch Reflexion der Umwelt und der eigenen Vorgehensweise findet man als Team neue Lösungen und lernt zusammen und wächst zusammen und das selbstorganisiert und ohne Vorgaben.

Hier nun noch die Scrum Methode auf einem Bierdeckel – diese Darstellung habe ich bei http://www.it-agile.de gefunden.

Die Methode Scrum auf einem Bierdeckel erklärt.

Die Methode Scrum auf einem Bierdeckel erklärt.