Co Learning Community oder CoWorking Space

Co Learning Community oder CoWorking Space

Als Großgruppenmoderatorin habe ich gelernt, wie wichtig die Location ist, für den Erfolg einer Veranstaltung und wie belebend eine gute Metapher für den Workshoperfolg sein kann. Ich habe mir immer den Raum vor einer Veranstaltung angeschaut und habe ihn auf mich wirken lassen und mir überlegt, was darin möglich ist. Wie kann das Setting sein. Wo stehen mir Säulen im Weg oder wie sind die Lichtverhältnisse am besten.

Als Kind wollte ich Innenarchitektin werden, da ich schon damals Freude daran hatte, Räume zu gestalten und Räume auf mich wirken zu lassen.

Anfang des Jahres habe ich mich in einem WOL Circle intensiv mit dem Thema Co Working Space beschäftigt und viele Co Working Spaces besucht und dann ist mir aufgefallen: „Es liegt nicht am Raum, sondern an der Haltung der Menschen, die in diesem Raum arbeiten.“ Wir brauchen eine Arbeitskultur in der Wissen fließen kann, damit die Räume auch richtig genutzt werden und mit Leben erfüllt sind.

Ich schaffe es auch in einem Virtuellen Raum gut zusammen zu arbeiten und fühle mich in einer Community geborgen.

Hier erst einmal eine kleine Bildergalerie der Räume, die ich besucht habe.

Seit Anfang des Jahres arbeite ich mit meinem letzten WOL Circle im iRoom, einem Virtuellen Co Working Space und wir haben nach unserem gemeinsamen WOL Circle vereinbart, dass wir gemeinsam weiter lernen wollen und die Tools und Räume ausprobieren und reflektieren wollen.

Denn es kommt beim Arbeiten nicht auf die Location an, sondern auf die Menschen die dort arbeiten, auf die Community.
Das und noch viel mehr geht auch im iRoom der Firma Unternehmen mit Zukunft GmbH.

Ich bin Pionier im Experimentierfeld der iRooms und berichte hier gerne über meine Erfahrungen.

 

Lernen Lernen lernen mit dem persönlichen Lernnetzwerk. Wie im digitalen Zeitalter eigensinnig und gemeinsam gelernt wird

Glücklich lernt man im persönlichen Lernnetzwerk

in diesem Artikel wird eindrucksvoll beschrieben wie im 21. Jahrhundert gelernt wird. Möglich wurde das durch das Web 2.0 und die neue Kooperationseinstellung der Menschen. Wenn man den persönlichen Sinn hinter dem zu lernenden Stoff erkannt hat und dies dann noch mit Gleichgesinnten im Lernnetzwerk tut, dann macht lernen glücklich. Aber lesen Sie selbst! Meine Erfahrungen beim Bilden von Lern- und Wissensnetzwerken können Sie hier lesen.

shift.

Hier mein Vortrag auf der #relearn der re:publica 13 verschriftlicht:

Foto: Barrett Lyon, The Opte Project, Nov. 23, 2003 Foto: Barrett Lyon, The Opte Project, Nov. 23, 2003

Oft wird viel zu früh danach gefragt, wie sich „die Bildung“– verstanden als Unterricht und Lehre – zu verändern habe, noch bevor überhaupt begriffen worden ist, wie sich das menschliche Lernenmit dem Leitmedienwechsel verändert. Und dann gibt es eben die bekannten Kurzschlüsse. Schon historisch gesehen macht es jedoch keinen Sinn, Lernen und institutionalisiertes Lehren als Einheit zu denken. Denn Schule als allgemeinbildende Pflichtschule existiert ja noch nicht mal 1/300 der Zeit, die die ohne Schule trotzdem ständig lernende Menschheit schon existiert.
Ich beschäftige mich heute daher nicht mit Schule oder Hochschule, sondern mit dem Lernen.

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Die Krise als Chance

Die Krise als Chance

Die Krise hat heute genauso viel Autorität wie in anderen Zeiten ein Gott“ sagt der Philosoph Peter Sloterdijk.

Wenn wir wirklich in der Krise stecken, dann können wir uns auch verändern. Deshalb muss ein Alkoholiker auch erst einmal ganz am Boden sein und ein Unternehmen fast insolvent.

  • Krise (griechisch: krisis) heißt übersetzt Entscheidung, Wendepunkt, Zuspitzung, Unsicherheit, Gefahr, Not
  • Die Chinesen haben 2 Schriftzeichen für dieses Wort. Die eine Komponente bedeutet „kritischer Zustand“, die andere „Gelegenheit“

Wenn wir an Krisen denken, dann ist das z.B. die Wirtschaftskrise, die Finanzkrise, die Umweltkrise, die Sinnkrise, die Midlife Crisis oder Beziehungskrisen.

  • unterbrechen die Normalität
  • erzeugen Chaos und Orientierungslosigkeit
  • das Auseinanderklaffen von Problemen und Bewältigungsmöglichkeiten
  • bedingen Umorientierung und vertiefte Auseinandersetzung mit sich selbst
  • sind von hoher Emotionalität geprägt (Schock, Panik, Wut, Trauer, Ohnmacht)
  • verfügen über hohe Dringlichkeit
  • lassen grundsätzliche Sinnfrage auftauchen
  • lösen Veränderungen aus

Daneben gibt es noch Zustände, die wie eine Krise daherkommen, sogenannte manipulative oder manipulierte Krisen:

  • Krisenstimmung wird für Veränderungen ausgenutzt.
  • Wird der Trick aufgedeckt, stirbt die Glaubwürdigkeit und das Vertrauen.
  • Beides ist das höchste Gut eines Unternehmens, das man verspielen kann.
  • Der Ausgang einer Krise kann auch Scheitern – die Folge sind handlungsunfähige Unternehmen.

Was passiert mit Menschen, die von einer Krise in die nächste Krise stürzen: Weiterlesen

Wissen teilen und dadurch vermehren

Markt & Wirtschaft Westfalen 12 /2006

Interview mit Johanna Brühl

Veröffentlicht 12/2006

„Wissen teilend dadurch vermehren“

Wissensnetzwerke  sind die Keimzellen des Wissensmanagement. Sie bekommen für unternehmen eine immer größere Bedeutung, da das Wissen der Mitarbeiter der wichtigste Produktionsfaktor geworden ist. Wie kommt man an das Wissen der Mitarbeiter und wie kann man das Wissen im Unternehmen im Sinne einer lernenden Organisation mehren? Johanna Brühl, Geschäftsführerin des Wissensnetzwerkes „mov-eyour-vision“ und stellvertretende Vorsitzende des Netzwerkes Großgruppenmoderation e.V., über die Möglichkeiten und Nutzen von Wissensnetzwerken.

m&w: Frau Brühl, was ist unter einem Wissensnetzwerk zu verstehen?

Johanna Brühl: Lernnetzwerke oder auch Wissensnetzwerke sind über einen längeren Zeitraum bestehende Personengruppen, die Interesse an einem gemeinsamen Thema haben und Wissen gemeinsam aufbauen und austauschen wollen. Wissensgemeinschaften sind um spezifische Inhalte gruppiert, wie z.B. Technologien, Prozesse, Methoden, Produkte oder persönliche Erfahrungsfelder. Es geht in diesen Netzwerken in erster Linie darum, Wissen zu teilen und dadurch zu vermehren. Die Teilnahme ist freiwillig und meist mit keinen weiteren Kosten verbunden. Niemand wird durch das Abgeben von Wissen ärmer, vielmehr können nur alle profitieren.

m&w: Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um ein Wissensnetzwerk erfolgreich zu initiieren und fortzuführen?

Johanna Brühl: Gerade in der Anfangsphase ist es wichtig eine Vision, mit der sich alle Netzwerkteilnehmer identifizieren können, zu erarbeiten. Auch die Themenschwerpunkte sollten gemeinsam ausgewählt werden. Denn das Thema hat wesentlichen Einfluss auf die Motivation und damit den Erfolg eines Wissensnetzwerkes. Jeder einzelne Teilnehmer soll seine Ziele und Vorstellungen einbringen können. Auf diese Weise bekommt das Netzwerk für jedes Mitglied einen persönlichen Nutzen. Ganz wichtig ist das Vertrauen zur Gruppe, das Grundlage des freiwilligen Wissensaustausches ist. Stehen die Teilnehmer zueinander im Wettbewerb, dann ist das für den Aufbau von Vertrauen und der Breitschaft, Wissen zu teilen, sehr hinderlich. Voraussetzung für Vertrauen zwischen den Wissensträgern ist auch die Kenntnis über die einzelnen Kompetenzen, um in den Netzwerkteilnehmern kompetente und ehrliche Partner zu sehen. Vertrauen entsteht meist durch die gemeinsame Arbeit an Projekten und kann nicht von heute auf morgen entstehen.

m&w: Welche Regularien sind für ein erfolgreiches Arbeiten und Lernen in Netzwerken noch notwendig?

Johanna Brühl: Die Regeln und Standards müssen von allen Teilnehmern des Netzwerkes akzeptiert und eingehalten werden. Inhalte solcher Regeln können sein: Mit welchen Themen sich das Netzwerk auseinander setzen will, wann uns wie regelmäßig Treffen stattfinden sollen, über welche Medien man kommunizieren möchte etc. Erst wenn sich die Menschen gut kennen und sich vertrauen, die ersten Kämpfe ausgefochten sind und sich die Mitglieder auf Spielregeln verständigt haben, funktioniert der Wissensaustausch, Datenbanken entstehen und die Arbeit wird kreativ und macht Spaß.

m&w: Frau Brühl, wie sieht Ihre Arbeit konkret in der Praxis aus? Lässt sich die Initiierung eines Wissensnetzwerkes auch an einem konkreten Beispiel dokumentieren?

Johanna Brühl: Die Mitglieder unseres Netzwerks „Großgruppenmoderation“ treffen sich an zwei Wochenenden im Jahr und tauschen ihre Erfahrungen aus. Die Veranstaltungen geben die Möglichkeit des Netzwerkens, beinhalten eine Theoretischen Input und auch einen Eventanteil. Dies kann entweder eine Wanderung, eine Teamübung oder ein künstlerisches Event sein. Auf diese Weise entstand zum Beispiel ein „move-your-vision- Rapp“ und der Slogan „move-your-vision“. Neue Mitglieder lernen schnell den Verein und dessen Mitglieder kennen und es entsteht eine Atmosphäre des Vertrauens. Die Veranstaltung wird von den eigenen Mitgliedern konzipiert und moderiert. Bisher hat sich immer ein Organisationsteam von zwei bis drei Mitgliedern gefunden, die dann eigenverantwortlich das Treffen planen und durchführen. Es entstehen dabei nur Kosten für Unterkunft und Verpflegung. Die Dozenten kommen aus den eigenen Reihen und erhalten keine Aufwandsentschädigung. Auf diese Weise ist jeder einmal Wissensnehmer und einmal Wissensgebern.

Weitere Informationen: www.move-your-vision.de