3. Kulturforum in Lippstadt

Hatten wir gestern wirklich schon das 3. Kulturforum in Lippstadt? Diese Frage wurde zu Beginn insgeheim gestellt und einige vermuteten schon, dass sich der Fachbereichsleiter Wolfgang Streblow verzählt hätte.

Nachdem ich in den letzten Jahren als Teilnehmer den Kulturentwicklungsprozess in Lippstadt begleitet habe, durfte ich beim 3. Kulturforum gemeinsam mit Wolfgang Streblow den Abend moderieren.

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Die Kapelle der Bücherei Lippstadt war eine hervorragende Location für das Kulturforum

Die Veranstaltung begann mit dem Grußwort des Bürgermeisters Christof Sommer und mit dem Rückblick auf die Zeit seit dem letzten Kulturforum bis zum gestrigen Tag. Viel hat sich im letzten Jahr getan, auch wenn es vielleicht nicht so an die Öffentlichkeit gedrungen ist. So hat sich ein Kulturrat gebildet, dessen Vereinsstruktur gerade beim Amtsgericht eingetragen wird. Außerdem hat sich der Kultursalon im „Kunstturm“ getroffen und ein Gutachten zur Kulturwirtschaft wurde erstellt. Für die Jugend gibt es demnächst den Kulturrucksack und bei der Veranstaltung L!ppstART15 können sich wieder alle Kulturschaffende einem Publikum vorstellen. Auch an dem Kulturhandbuch wird weiter gearbeitet und der Blog Kultur-in-Lippstadt erfreut sich immer mehr Beachtung.

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Weshalb braucht Veränderung ein Leitbild?

Es tut sich also etwas in Lippstadt. Beim 3. Kulturforum sollte aber die Kulturvision nochmals diskutiert und weiterentwickelt werden. Die Vision soll in ein kulturpolitisches Leitbild einfließen, das dann auch für die Politik und die Stadtverwaltung richtungsweisend sein soll. Dazu ist es nötig, sich erst einmal über die Funktionsweise und die Bedeutung von Leitbildern klar zu werden.

Im meinem Vortrag „Den-Wandel-gestalten – Weshalb Veränderung ein Leitbild braucht“ bin ich genau auf diese Fragestellung eingegangen. Wie entsteht Neues? Wieso braucht es manchmal erst eine Krise? Welche Phasen gibt es im Veränderungsprozess? Worauf muss man achten, wenn man in einer
Organisation/Gesellschaft eine Veränderung vorantreiben will und welche Kriterien müssen eine Vision oder Leitbild erfüllen. Wichtig war es, einmal den Kopf frei zu bekommen von der Idee, unser Leitbild muss in das heutige Budget der Stadt Lippstadt passen. Beim Leitbild geht es um gemeinsame Wünsche und Hoffnungen, die erst in der Zukunft erfüllt werden und um einen gemeinsamen Aufbruch von Bürgern auf einen Weg.

Was das besondere an einem Kulturpolitischen Leitbild ist, erklärte danach Wolfgang Streblow anhand der Leitbilder von Köln, Hildesheim, Minden und Göttingen.

Mit dieser Vorbereitung ging es dann in die Workshops. Es gab 5 Arbeitskreise zu den Themen: Vernetzung, Teilhabe, Strukturen schaffen, Politik unterstützt und Weltoffenheit/ Toleranz/ Kreativität. Die 70 Teilnehmer konnten sich der Neigung entsprechend den Arbeitsgruppen anschließen und hatten 1 Stunde Zeit, um sich in der Gruppe zu den Themen auszutauschen und positive, zukunftsweisende und gut verständliche Formulierungen und Aussagen zu ihrem Thema zu finden.

Diese Ergebnisse wurden im Plenum vorgestellt, so dass alle Teilnehmer wieder auf einen Wissenstand kamen. Herr Streblow bedankte sich abschließend bei den Teilnehmern, seinem Kollegenteam und den Moderatoren für die Unterstützung und die überzeugenden Ergebnisse.

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Wolfgang Streblow bedankt sich bei den Moderatoren

Ganz zum Schluss bekamen wir übrigens dann auch noch die Auflösung zum Geheimnis des 3. Kulturforums. Das 1. Kulturforum in Lippstadt wurde damals von der SPD ins Leben gerufen. Erst danach fand der Prozess der Kulturentwicklungsplanung statt. Seither ist der Begriff Kultur heftig diskutiert worden und die Gruppe derer, die sich für die Kultur in Lippstadt einsetzen wollen, ist stark gewachsen und hat sich bereits gut vernetzt. Dies sind gute Voraussetzungen für die nächsten Schritte und Jahre.

Ich bin gespannt, was es beim 4. Kulturforum in Lippstadt zu berichten gibt.

Presserückblick

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