Resilienz – Lernen mit Krisen umzugehen

Von Führungskräften wird erwartet, in Krisenzeiten einen klaren Kopf zu bewahren und mit Unsicherheit und Chaos umgehen zu können. Sie sollen vorausschauend handeln und alles unter Kontrolle haben. Dies ist so was wie die eierlegende Wollmilchsau – denn alles unter Kontrolle haben, ist in chaotischen Zeiten nicht mehr möglich.

Was wir jetzt lernen ist der Umgang mit komplexen Herausforderungen in dynamischen Zeiten.
Wir navigieren auf Sicht und lernen aus try und error und das als lernende Gesellschaft. Es kommt wirklich auf jeden Einzelnen an. Wenn wir das Virus bekämpfen wollen, dann können wir es nur miteinander tun und nicht gegen einander.

Es ist nicht die Stunde der Macher, sondern des gemeinsamen Führens. Wir brauchen eine gemeinsame Vision und müssen in Netzwerken und Gemeinschaften an dieser Vision arbeiten. Es braucht Zeitpunkte an denen wir schauen, wie sich die Lage entwickelt und ob die eingeleiteten Aktionen zielführend sind.

Deutschland macht es dank ihrer Regierung momentan sehr gut. Es ist die Zeit der Moderatoren und Facilitator, es geht darum die Leute zusammen zu halten und kooperativ zu handeln. Niemand ist Experte genug, um die ganze Situation richtig zu erkennen. Wir müssen um den besten Weg ringen und Entscheidungen fällen, die vielleicht auch wieder zurückgenommen werden müssen, da sie sich als falsch herausstellen.

Dies bedeutet viel Druck, den man sich aussetzen muss. Wir brauchen eine innere Widerstandsfähigkeit, um konstruktiv mit dieser Lage umzugehen. Es ist gut, wenn man durch sein Leben schon eine gewisse Resilienz erreicht hat. Was heißt das eigentlich: Resilienz?

Resilienz – so heißt die seelische Kraft, die Menschen dazu befähigt, Niederlagen, Unglücken und Schicksalsschlägen besser und schneller standzuhalten. Seit Anfang der Neunzigerjahre macht das Thema in der Verhaltensfroschung Furore. Das Wort, vom lateinischen resilio (abprallen, zurückspringen) abgeleitet, kommt aus der Physik und bezeichnet in der Materialforschung hochelastische Werkstoffe, die nach jeder Verformung wieder ihre ursprüngliche Form annehmen. Die Verhaltensforschung haben den Begriff schließlich auf den Menschen übertragen: Resilient ist, wer die emotionale Stärke  aufbringt, sich von Stress, Krisen und Schicksalsschlägen nicht brechen zu lassen, sondern das Beste aus jedem Unglück zu machen, daraus zu lernen und gerade durch die Leiderfahrung über sich selbst hinauszuwachsen. Oder anders gesagt: Wer auch mit dem Kopf unter Wasser noch Perlen findet.

Quelle: Die Bambusstrategie von Katherina Maehrlein

Im Buch Bambusstrategie gilt der Bambus als Vorbild für Resilienz. Er hält vieles aus, z.B. lange Trockenzeiten, schweren Schnee, Wind oder Hindernisse beim Wachsen. Der Bambus überlebt, weil er seine eigenen Kräfte immer wieder gezielt mobilisieren kann. Er ist widerstandsfähig.  Diese innere Widerstandsfähigkeit ist momentan sehr gefragt.

Wir leben gerade in einer Zeit großer Veränderung und Transformation und da ist es gut, wenn man die emotionale Seite von Veränderung versteht und mit ihr umgehen kann.

Auf meinem Wandelgang (Spaziergang zur Krisenbewältigung) erkläre ich das immer an den 4 Zimmern der Veränderung.

            

Lesen Sie hierzu auch – die Krise als Lernchance.

Es ist völlig normal, wenn wir nicht die Abkürzung zum neuen Wunschziel nehmen können, sondern eine emotionale Achterbahn der Gefühle durchleben. Umso kompetenter man mit Krisen umgeht, umso schneller kann man die einzelnen Phasen durchleben. Krisen sind dabei aber auch immer eine große Chance, denn in einer Krise kann der Mensch sein Verhalten ändern und kann schnell lernen.

Was macht mich nun resilient – biegsam wie ein Bambus.


Quelle: Die Bambusstrategie – von Katharina Maehrlein – den täglichen Druck mit Resilienz meistern

Dies sind die 11 Erfolgsfaktoren für die eigene Resilienz:

  • Selbstbewusstsein
  • Verbundenheit
  • Positive innere Einstellung
  • Akzeptanz
  • einen Leitstern haben
  • Selbstsicherheit
  • Selbstliebe
  • Spielräume und Lösungen
  • Vitalität
  • souverän durchsetzen
  • Arbeitsumfeld gestalten

Alles beginnt aber mit der eigenen Reflexion seines Lebens. Wer bin ich? Was will ich? Was ist mein Wozu?

So ist der Wandelgang ein super Ansatz, um seine Resilienz zu steigern und so mit den gegenwärtigen Herausforderungen besser zurecht zu kommen.

Nutzen Sie die Zeit des Wandels und starten Sie neu durch.

Bildquelle Titelbild: https://pixabay.com/de/users/vaazdev-3956731/

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