Klimanotstand auch in Lippstadt

Klimanotstand auch in Lippstadt

Gestern wurde auch in Lippstadt der Klimanotstand ausgesprochen.

Die Erklärung des Klimanotstands (englisch „Climate Emergency“) ist ein Beschluss von Parlamenten (also der Legislative) oder Verwaltungen (die Exekutive), mit dem sie feststellen, dass es eine Klimakrise gibt und dass die bisher ergriffenen Maßnahmen nicht ausreichen, diese zu begrenzen.[1] Es geht somit um den Umgang mit der menschengemachten globalen Erwärmung („Klimawandel“). Mit dem Beschluss werden Regierung und Verwaltungen beauftragt, Maßnahmen auszuarbeiten, die über den derzeitigen Stand hinausgehen und versprechen, die menschengemachte globale Erwärmung aufzuhalten. Die Erklärung kann auf unterschiedlichen Ebenen erfolgen (national, kommunal usw.) und hinsichtlich Tiefe oder Details ihrer Vorgaben verschieden sein.[2] Der Begriff Klimanotstand bezeichnet nicht nur förmliche Beschlüsse, sondern als Sammelbegriff auch weitere Aktionen zur Bekämpfung des Klimawandels. Das soll sie bündeln und rechtfertigen. Durch die Einführung und den Gebrauch des Begriffs „Notstand“ in diesem Zusammenhang wird diesen Maßnahmen höchste, nicht aufschiebbare Priorität zugeschrieben.[1][3] Der Klimanotstand wurde auch als Ausdruck der Volkssouveränität interpretiert: Er wird zwar von oben ausgerufen, würde aber von unten eingefordert.[4]

Zitat: Wikipedia

Ich war überrascht, denn es gibt immer noch Leugner der Klimakrise, die behaupten die Klimakrise sei nicht vom Menschen gemacht. Außerdem hätte Deutschland nur einen sehr geringen Anteil und es würde dem Planeten gar nichts bringen, wenn die Deutschen nun auf Wachstum verzichten würde.

Hierzu ist zu sagen, dass 97-98% der Klimaforscher sich einig sind, dass der Mensch für diese Klimakrise verantwortlich ist. Deutschland hat sich im Pariser Klimaabkommen 2015 verpflichtet bis 2050 den CO 2 Ausstoß auf eine Emission von 0 Null zu reduzieren, damit das Klimaziel + 2 ° nicht überschritten wird. Wir hinken bereits unseren eigenen Plänen hinterher. Wir müssten aber das Vorbild sein, damit auch andere Länder nicht in den  Bemühungen aufgeben. Wir müssen zeigen, dass es geht.

Was heißt hier eigentlich Krise?

Unter einer Krise versteht man eine Entscheidung, einen Wendepunkt, eine Gefahr, Not und Unsicherheit. Es kann aber auch eine Chance und Gelegenheit sein.

Wesentliche Elemente einer Krise sind:

  • die Unterbrechung der Normalität
  • erzeugt Chaos und Orientierungslosigkeit
  • das Auseinanderklaffen von Problemen und Bewältigungsstrategien
  • bedingt Umorientierung und tiefe Auseinandersetzung mit sich selbst
  • sind von hoher Emotionalität geprägt
  • verfügen über hohe Dringlichkeit
  • lassen grundsätzliche Sinnfragen aufkommen
  • lösen Veränderungen aus.

Was ist zu tun in der Krise:

  1. Analyse
    Wie steht es genau um das Klima?
    Was können wir aus dem Lernen, was bisher geschah?
  2. Entscheidungen treffen?
    Was wollen wir sein, denken, fühlen, tun?
  3. Handlungsfähigkeit wieder herstellen und
    ein Bild der Zukunft kreieren,
    kommunizieren,
    Ressourcen bereitstellen,
    zu einer lernenden Gesellschaft werden.

 

Was können wir sofort  als normale Bürger tun?

  1. Achten Sie darauf, welcher Bank sie Ihr Geld anvertrauen. Geben Sie keiner Bank ihr Geld, die in Unternehmen investieren, die immer noch nicht begriffen haben, dass wir aus den fossilen Energien aussteigen müssen. Hierzu möchte ich auch nochmals auf meinen Artikel „Macht Geld Sinn?“ verweisen.
  2. Wir müssen unser Reiseverhalten hinterfragen. Kreuzfahrten und Flugreisen sollten die Ausnahme sein.
  3. Wer auf Plastik verzichtet, nützt auch dem Klima, denn die Produktion und Verbrennung von Plastik ist bereits ein extremer Klimakiller.
  4. Weniger Fleisch zu essen, hilft dem Klima, denn 70 Prozent der direkten Treibhausgasemissionen unserer Ernährung sind auf tierische Produkte zurückzuführen. Würden wir unseren Fleischkonsum reduzieren, dann bräuchte in Südamerika nicht so viel Soja angebaut werden und Wälder gerodet werden.
  5. Wir müssen nicht alles selbst besitzen, wenn man sich Dinge auch leihen kann und wir brauchen auch nicht jede Fast Fashion Mode mitmachen, wenn der Kleiderschrank mit qualitativ hochwertigen Kleidern gefüllt ist.
  6. Wir können die richtige Suchmaschine benutzen, die mit der man Bäume pflanzen kann – „Ecosia“
  7. In den letzten 30 Jahren sind wir dem falschen System (amerikanischen Kapitalismus) hinterhergejagt. Es ging immer nur um das Haben wollen. Glücklich gemacht hat es uns nicht, sondern häufig sogar krank. Wir haben nur eine Welt und die sollten wir nicht ausbeuten, sondern erhalten.
    Gedanken zum Wachstum

Deshalb besteht auch in dieser Krise eine Chance?

Wer verzichten lernt, der erkennt wieder den Wert von freier Zeit, von einer guten Gesundheit, von einfachen Essen, von lebendiger Natur, von guten Beziehungen und gemeinsamen Aktivitäten.

Eine Aktivität könnte sein: Lippstadt fit zu machen für eine Zukunft ohne Emission. Hierfür brauchen wir eine Diskussion über die Notwendigkeit dieser Anstrengungen und ein positives Bild der Zukunft.

  • Wie werden wir leben, wenn wir wieder mehr Fahrrad fahren, vom Auto wo immer es möglich ist, auf den Zug umsteigen und es vielleicht nur noch 25 % der Autos gibt.
  • Wie werden wir wohnen, wenn wir alte Häuser abreißen, da ein Neubau günstiger ist als die energetische Sanierung und dann auf ein gemeinsames Wohnen z.B. in Genossenschaftlichen Bau- Vereinen setzen. Hier kann man Flächen einsparen, die man gemeinsam nutzt und Wohnen wird auch wieder bezahlbar und vielleicht auch für ältere Menschen wieder sicherer und lebenswerter.
  • Wie werden wir arbeiten und lernen, wenn wir nicht mehr pendeln, sondern im Home-Office arbeiten, auf Video-Konferenztechnik setzen oder gemeinsam in Co Working und Co Learning Spaces arbeiten und lernen.
  • Wie viel Geld brauchen wir wirklich, um gut zu leben und wie finanzieren wir gemeinsam die regenerative Energie, die wir brauchen und wie speichern wir sie.
  • Wie werden wir als Kommune unabhängig und frei von mächtigen Unternehmen, die nur unser Geld wollen.

 

Auf jeden Fall brauchen wir ein Wir- Gefühl – wir Lippstädter – damit wir unsere  Zukunft gemeinsam gestalten.

Lippstadt ist Vorreiter, wenn es um den Naturschutz geht. Nun können wir zeigen, was noch alles möglich ist, wenn eine ganze Stadt an einem Strang zieht.

Von der Natur lernen am Beispiel der Lippe in Lippstadt

 

Prima Klima für den Wandel

Prima Klima für den Wandel

Als ich mir vor über 10 Jahren die Domain den-wandel-gestalten.de gesichert habe, ging es mir vor allem um die Veränderung in der Gesellschaft und im Arbeitsleben. Natürlich denkt man aber beim Wort „Wandel“ auch an den Klimawandel. Da ich kein Klimaforscher  bin, habe ich diesen Bereich des Wandels bisher ausgespart.

Aber:

Gerade weil Donald Trump aus dem Pariser Klimaabkommen ausgestiegen ist, bekommt das Thema nun eine noch größere Bedeutung.

Jetzt erst recht.

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